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Es werden Posts vom 2012 angezeigt.

Die Jahresbesten Alben 2012. Und die besten Wünsche für 2013. Kommt gut rein, wir lesen uns hoffentlich im Januar wieder!

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Jet Black New Year von Thursday, aus Tradition schon fast.

DIE BESTEN ELF PLATTEN AUF MY INDIE MIND 2012:

#01 - The Hirsch Effekt - Holon : Anamnesis (->mehr
#02 - Circa Survive - Violent Waves (->mehr
#03 - Trachimbrod - A Collection Of Hidden Sketches (->mehr
#04 - We Had A Deal - Dialectics (->mehr
#05 - Steve From England - Rooney! (->mehr
#06 - The Ghost Inside - Get What You Give (->mehr
#07 - B.Abuse - Devil's Harvest (->mehr
#08 - Stealing Sheep - Into The Diamond Sun (->mehr
#09 - The Prestige - Black Mouths (->mehr
#10 - Holmes - Burning Bridges (->mehr
#11 - Max & Laura Braun - Telltale (->mehr

Wie könnten Bestenlisten anders begründet sein als ultra-subjektiv. Hoffe ihr findet hier ein paar Alben, die eventuell überhört wurden. Und ein paar Alben, die ihr selbst sehr zu schätzen wisst. Kommt gut ins neue Jahr. 2013 wird wieder einiges passieren. Das steht fest.

Alles erdenklich beste! Euer MY INDIE MIND.

~Matthias.

Upcoming Event: Weltuntergang!

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Endlich passiert mal wieder was. Wie wir alle wissen geht am Freitag die Welt unter. Dieser uralte Menschenschlag, der gerne Kalender bastelte, die Maya aus Mittelerde, pardon Mittelamerika, haben es uns ja schon längst verraten. Dass wir uns richtig gewappnet auf das nächste große Event der Menschheit freuen können, gibt es in diesem Beitrag nun die volle Ladung Weltuntergang.

Zunächst beschäftigen wir uns mit unseren fünf liebsten Weltuntergangs-Szenarien, dann mit den fünf besten Weltuntergangs-Musik-Alben, für den richtigen Soundtrack. Nur um dann unsere Weltuntergangs-Szenarien mit der Realität gegen zu prüfen, mit den fünf besten Weltuntergangs-Filmen. Da sage noch einer unsere Service-Kultur sei für den Allerwertesten.

MY INDIE MIND präsentiert die TOP 5 der besten WELTUNTERGANGS-SZENARIEN:

#5 ein gängiger Klassiker, die komplette Ausrottung allen Lebens. Sollte dann schön leer sein, hier. Im schwarzen Nichts des Universums. Das würde dann womöglich so aussehen, dass ein großer …

Treiben lassen. Mit Klinke auf Cinch und "highs & hills".

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Lust auf ein angenehmes Bad? Ein bisschen planschen? Vielleicht sogar ein paar Bahnen Schwimmen? Warum bekomme ich bei Klinke auf Cinch das Gefühl ich würde mich im Tauchgang befinden? Irgendwie ist alles um mich herum gerade egal. Ich lass mich einfach treiben, von der Strömung gemächlich, immer weiter weg von allem Greifbaren.

Klinke auf Cinch schwimmen irgendwo zwischen Jazz und Elektro-Pop, mit tiefen warmen, echten Instrumenten und noch tieferen digitalen Beats. So dumpf wie sich Klang sonst nur unter Wasser gibt. So entspannend wie der Körper sonst nur im Schwebezustand auf seine Muskeln verzichtet. Man liegt hier quasi im Wasser, lässt von allem los, und wenn man mal Lust auf Bewegung hat, verlässt man die ruhende Lage auf dem Rücken. Zieht gemächlich ein paar mal mit den Armen durchs Wasser, strampelt mit den Beinen und begibt sich an die Oberfläche, weiter raus, zu den anderen Säugern.

Die vierköpfige Combo aus Jena und Erfurt kann ganz minimalistisch große Klangwelten erzeug…

Wiedersehen macht Freude. The Tidal Sleep, Akela, We Had A Deal und Cannon For Cordoba verabschieden das Konzertjahr im Juha-West, Stuttgart.

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Es gibt kaum eine Band die in den letzten Jahren als Neuankömmling der Hardcore-Szene Süddeutschlands so herzlich aufgenommen wurde wie The Tidal Sleep. Ganz klar ist das nicht die erste Band aller Beteiligten, trotzdem bleibt es bemerkenswert was die Herren aus Mannheim und Karlsruhe innerhalb von einem guten Jahr auf die Beine gestellt haben.

Vergangenen Freitagabend spielten sie zusammen mit Akela, We Had A Deal und Cannon For Cordoba dort wo alles begann, in Stuttgarts Jugendhaus West. The Tidal Sleep hatten da vor gut einem Jahr ihren ersten Live-Auftritt.

Erste Band am Abend waren Cannon For Cordoba aus Frankfurt am Main. Die passten mit ihrem Post-Hardcore-Sound perfekt ins sonstige Line-Up, hatten es aber als erste Band am Abend eher schwer. Hinterließen vor allem aber musikalisch einen guten Eindruck. Darauf folgte dann alsbald der Lokalmatador We Had A Deal. Die vier aus dem Raum Stuttgart bauten mit wohl platzierten Samples über Intro, und Outro und mit stimmiger Bühnen-Be…

Midsummer-Herzstück. Akela melden sich mit Konzept-EP zurück. "The Void".

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Akela aus Lüdenscheid sind im Zirkus des Indie-Labels Midsummer Records nicht weg zu denken. Die fünfköpfige Post-Hardcore-Band packt dort immer tatkräftig an, so meldet es zumindest Label-Cheffe, Tim Masson, und wenn der gute Mann was sagt, dann hat es für gewöhnlich Hand und Fuß. Wir als Außenstehende können uns getrost freuen, dass das kleine Label solch loyale Bands hat, weil so kommen wir immer wieder in den Genuss neuer Platten, junger Bands aus dem Midsummer-Fundus.

Musikalisch passt Akela bedingungslos in den Kosmos des Indie-Labels, das immer wieder deutsche Post-Hardcore-Bands ausfindig macht, die einfach wahnsinnig gut gemachte Musik praktizieren. Nicht immer haben diese dann ein großartig herausstechendes Alleinstellungsmerkmal, aber immer funktioniert das Gebotene, ob einfach musikalisch oder gleichzeitig sogar emotional.

Nach ihrem Debütalbum bringen Akela nun eine Ten-Inch-Vinyl die den Namen "The Void" trägt. Die Konzept-EP erzählt von der tragischen Geschich…

Too Focused... Was lange währt.

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Der normale Wahnsinn aus dem Alltag eines jungen Filmschaffenden... äh drei:

Im laufenden Studium entscheidet man sich aus einer Idee einen Stoff zu entwickeln. Man holt sich Input, die erste Fassung vom Drehbuch wird verfasst. Das geschieht im Falle von 'Too Focused' etwa im Jahre 2009. Was eigentlich zeitnah umgesetzt werden sollte, wird irgendwie zum Abschlussfilm... Mitte 2010 drehen die drei Kommilitonen Jan-Christian Friedrich, Timo Nendel und Denis Zdjelar ihr zum ambitionierten Kurzspielfilm gewachsenes Projekt - unter Einsatz aller Kräfte und ohne Angst vor finanziellen Investitionen.

Die Abgabe rückt näher und näher... Zeit, Ressourcen und Energie werden immer knapper und schlussendlich wird das Studium gezwungenermaßen mit einer Rohfassung beendet. Das Leben geht weiter... der Film liegt auf Eis. Oder? Unter den erschwerten Umständen dreier junger Karrieren im harten Alltag eines "Medienschaffenden" wird der Film langsam doch noch fertig... ziemlich lang…

"Was wollt ihr alle? Beißt eure Zähne doch selbst zusammen!" Torpedo Holiday mit Seven-Inch.

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Torpedo Holiday sind so eine Post-Hardcore-Band aus Hamburg. Man ist da oben halt alternativ und indie. Aber dass man da oben halt so ist macht es nicht gleich schlecht. Aber zu behaupten Hamburg sei der Inbegriff für Indie-Hardcore ist vielleicht doch ein bisschen haltbar, für eine gewisse Dauer, bis man dann merkt, dass es doch eigentlich Schnuppe ist wo die Musik herkommt.

Doch im Falle dieser Band spielt die Herkunft vielleicht doch eine Rolle. Denn dieser lässige mit Albernheit behaftete Punk, den ich vorm inneren Auge sehe, wenn ich den Texten von Torpedo Holiday zuhöre, stelle ich mir einfach an der Sternschanze hockend vor. Oder wie er übers Schulterblatt schlendert und leere Pfandflaschen einsammelt.

"Manchmal wünsch ich mir das Ende von Planet der Affen Teil 2 oder 4 und ich denke, dass manchmal manchmal immer ist". Texte wie diese sind für mich sowas von Dittsche, sowas von Hamburg. Argumentativ immer nah am Unfug aber trotzdem irgendwie hinten rum mit Hand und Fu…

Musik für den Winter. Antonia Vai mit "Dirt from when the earth was flat".

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Antonia Vai ist eine durchaus etablierte Künstlerin. Zu mindest in ihrer schwedischen Heimat, Stockholm. Sie bietet mit ihrer charismatischen Stimme Folk- und Songwriter-Stücke mit sehr viel Soul.

In ihren Liedern legt sie viel Wert darauf Geschichten zu erzählen, die sie mit vielen Gegensprüchen und Metaphern ausgeschmückt ins kryptische verrückt. Diese Geschichten erzählen vom Seelenleben der 24-jährigen Sängerin und Musikerin - von Beziehungskisten und größeren und kleinen Problemen. Mal ist ihre musikalische Interpretation explosiv und impulsiv, dann wiederum sehr zurück genommen. Doch die meiste Zeit bettet sie ihre dunkle kräftige Stimme in ein Klangbett tiefsinniger Melodien und geschleppten Tempi ein. Zusammen entsteht durch Musik und Stimme eine tiefe Atmosphäre, die einen als nachdenklichen Hörer zu fesseln und entführen vermag.

Antonia Vai veröffentlichte erst im September ihr Debütalbum "Lovers and Prophets", das ihr durch direktes positives Feedback solch Auftrie…

Für Skate-Aid mit Continents und mehr in Stuttgart den Nikolaus tanzen lassen.

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6. Dezember, andere nennen das auch den Nikolaus-Tag. Warum auch immer. Vielleicht weil es übermäßig Schokolade gibt, und ein Kerl namens Nikolaus davon mal zu viel gefuttert hat, und an jenem Tag diesem Dicken gedacht wird. Kommenden Nikolaus-Tag, nächste Woche spielen dafür ein paar ganz schön laute Metal- und Hardcore-Bands in Stuttgart im Zwölfzehn. Dabei geht es nicht in erster Linie um den dicken Nikolaus, sondern um einen guten Zweck. Denn das Konzert kostet so gesehen keinen Eintritt, am Eingang wird jedoch auf den netten Besucher eine Spendenbüchse warten.

Die gesammelten Spenden werden dann komplett an Titus Dittmanns wohltätige Organisation Skate-Aid weiter gegeben. Dittmann sorgt dabei nicht nur für die Verbreitung des Skateboards, sondern darüberhinaus für Gleichberechtigung, und Entwicklungshilfe in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Am Abend des 6. Dezembers 2012 locken im Zwöflzehn in Stuttgart Bands wie Continents aus Süd-Wales, deren Album am 22. Januar via Victory…

Deutschsprachiger Emo-Pop-Punk ausm Pott? Nora Yeux sind das.

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Leichtfüßiger Pop-Punk, mit gar typischem Gesang von eventuellem 90er-/Anfang-Tausender-Emo, nur diesmal in deutscher Sprache. Mit ein bisschen Ruhrpott-Romantik in der "Oberhausenzeit" werden die nachdenklichen Texte in den Spaß justiert, nicht zu traurig und mal so gar nicht triste.

Nora Yeux sind die gleichen Herrschaften, die sonst noch etwas lauter unter dem Namen Kosslowski unterwegs sind. David Frings, Daniel Senzek, Julian JansenFlorian Uteschil machen offensichtlich nämlich gerne Musik, da ist eine Band lange nicht genug. Früher waren die Nordrhein-Westfalen auch noch zu Teilen in Bands namens Thoughts Paint The Sky und Longing For Tomorrow beschäftigt. Gerade jenen die Thoughts Paint The Sky so arg vermissen sollte die Existenz von Nora Yeux eine frohe Botschaft sein. Das neue Material ist jetzt zwar nicht so akustisch aber mindestens genau so Pop-affin.

Die erste EP von Nora Yeux macht halt gute Laune, erinnert an Sternstunden von US-Bands á la Taking Back Sunda…

Chrono. Ziemlich technischer Metal(core), frisch aufs Brot aus Stuttgart. "Dead Ocean"-EP und Tour.

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Es ist schon ganz amtlich was die neu formierte Band Chrono da abliefert. Hoch technisierter Metal, man möchte es gar Metalcore nennen, aber das macht man ja heute nicht mehr. Ist auch eine gute Schippe Tech- oder Math-Metal drin, könnte man meinen. Auf jeden Fall faucht und keift es gut. Dazu gibt es noch halb-cleanen Grölgesang. Also ist alles dabei, ein paar syntetische, digital-elektrische Nuancen hier und da und eine gute Ladung Pathos.

Die Debüt-EP "Dead Ocean" ist gut gemacht, und es scheint auch viel Herzblut geflossen zu sein. Ist schon klar, dass hier niemand was neu erfindet, wollte sicherlich auch niemand. Die Band Chrono feiert die Musik ab, die sie gerne hört und gerne macht, und da ist auch nichts falsch dran. Kann sich ja durchaus hören lassen. Dass noch Luft nach oben ist, ist auch klar, das ist immer. Oder meistens. Stuttgart hat ja eine ganze Wagenladung guter Bands am Start, da kann sich diese Band gerne dazu gesellen.

Die EP "Dead Ocean" kann …

Geoff Rickly solo gehört. Thursday Front-Philosoph auf kostenlosem Mixtape.

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Immerhin ist uns die charismatische Stimme der Screamo-Pioniere Thursday erhalten geblieben. Nachdem sich die Band aus New Brunswick, New Jersey auf unbestimmte Zeit verabschiedet hat ist der Front-Philosoph Geoff (mit ganzem Namen Geoffrey William Rickly) solo unterwegs. Sein erstes Mini-Album welches er schlicht Mixtape 1 nennt kann darüberhinaus überall im Internet kostenlos herunter geladen werden.

Das Kompendium strahlt die gleiche verträumte Melancholie aus, die Rickly schon mit seiner großen Band hat erzeugen können. Die Einzelwerke erinnern glücklicherweise arg an ruhige Stücke von Thursday, oder etwaige Zwischenspiele wie "This Song Brought to You By a Falling Bomb" Ab und an wird das Ganze ein wenig elektronischer, was einige spannende Nuancen in Ricklys neuem Schaffen weckt. Alles kann direkt hier angehört und herunter geladen werden.

Mixtape 1 by Geoff Rickly
Download von geoffrickly.com.

Drei Platten zum Einmummeln im Kokon, bis wieder Frühling ist.

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Es ist kalt. Das hat diese Zeit im Jahr an sich. Da kommt man schon mal auf tiefsinnige und abseitige Gedanken. MY INDIE MIND will jetzt dafür sorgen, dass ihr diese Gedanken ganz schnell wieder vergesst euch in warme Decken einmummelt und eine Heiße Schokolade mit Schuss mit den Patschehändchen umschlingt und euch einfach mal treiben lasst.

Ryan Francesconi and Mirabai Peart verfolgen mit "Road To Palios" folkloristische Motive. Die Künstler umschlingen den Hörer dabei mit einem Klanggewand das ausschließlich aus klassischen Instrumenten besteht.

VÖ: 30.11.2012
via: Cooperative Music
Online kaufen.


Mit "Young Hunger" bringt Chad Valley das krasse Gegenstück. Seine Musik wirkt synthetisch elektronisch und ist gefüllt von sehnsüchtigen Gesangspassagen. Manchem Hörer ist das zu Plastic-Pop, manchen geht das in der düsteren Jahreszeit ganz gut  rein.

VÖ: 23.11.2012
via: Cooperative Music
Online kaufen.


"Instrumental Tourist" von Tim Hecker & Daniel Lopatin ist e…

Hannover hat Musik am Start, das wissen wir. Neues aus der Leine-Metropole von Selmore DriveBy mit Song und Video.

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"Such Thin Walls" ist ein brandneuer Song von Selmore DriveBy aus Hannover. Die Band hatten wir damals sogar auf unserem hauseigenen Musiksampler, klar verfolgen wir dann wie sich die Band weiter entwickelt. Mit neuem Gitaristen wird der Post-Hardcore und Screamo-Sound weiter ausgebaut. Das kann sich hören lassen. Den Song bekommt ihr von der Band mit Studioaufnahmen bebildert. Außerdem dürft ihr auch die Vornahmen der Jungens auswendig lernen, auch wenn diese Einblendungen vielleicht ein wenig cheesy daher kommen. Viel Spaß und schönes Wochenende.

Fjørt - "Demontage". Aachener Band mit tiefsinnigem Debüt.

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Drei harte Typen malen schöne lyrische Bilder, einer schreit sie über Hardcore, mit Post-Rock-Melodien und urplötzlich stehen die Nackenhaare zu Berge. Fjørt können ganz schön (schlechte) Laune verbreiten. Ihre Musik klingt böse, wütend und von ganzem Herzen anklagend. Doch unter der harten Klangschale liegt wieder mal mindestens ein nachdenklicher Kopf, der diese entlarvend gesellschaftskritischen Texte so kryptisch formuliert, dass die Hälfte im Anschluss bestimmt blanke Eigeninterpretation vom Hörer ist.

Die Band Fjørt gibt es wohl erst seit Februar dieses Jahres, und mit "Demontage" kommt nun ihr Debüt auf Twelve-Inch raus. Auf der Platte befinden sich über etwa 26 Minuten Spielzeit sechs Titel, die ab und an ganz schön nach Vorne peitschen, meistens ziemlich böse klingen, und doch über diese momentan fast allgegenwärtigen Post-Rock-Passagen eine gewisse verträumte Nachdenklichkeit und vielleicht sogar den Schimmer von Hoffnung aufkommen lassen.

Musikalisch erfindet die…

Von Nerdtum und Querdenkerei. Einblick in die Köpfe von Indie-Spielemachern.

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Dies ist ein nettes kleines Filmchen über die Welt der Indie-Spiele-Entwickler, das ich euch nicht vorenthalten wollte. Eine eigene Subkultur mit all ihrer Verrücktheit, Simplizität, Kreativität und Freigeistigkeit. Ein Beitrag von dder IndieCade 2012, einer Indie-Spiele-Messe in den USA.

Das war Metal Meets Artcore Nummer VI.

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Es war wieder ein bunter Samstagabend in Stuttgart. Wie ein guter Freund auf den Verlass ist, sorgt das kleine und feine Metal-Meets-Artcore-Fest nun schon seit sechs Jahren zu Einbruch der Winterzeit für eine aufheiternde Konzert-Party im Gespann einer schillernden Kunst-Ausstellung.

Vergangenes Wochenende wurde die sechste Runde mit der jungen Stuttgarter Tech-Metal-Hardcore-Band Chrono eingeleitet, und gab die generelle Marsch-Route vor. Es sollte laut werden. Unter all den brachial agierenden Akteuren war nur die dreiköpfige Band aus Brighton, Gnarwolves, ein gewisses Pop-Punk-Kleinod. Musikalisch war aber durch die Bank großes Party-Potential auf der Bühne, und die Meute zeigte sich bewegungsfreudig.

Mit Empires Fade, Counterparts und Last Witness war der Abend außerdem mit hochklassigem modernen Hardcore-Futter gefüllt. Bis zu guter Letzt endlich Every Time I Die jegliche überschüssige Energie in einem wahren Southern-Hardcore-Feuerwerk abfackelten. Die Band war quasi das Kolle…

Mindead mit Videoclip zu "Dark Places", produziert von Schwarze Katze.

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Die schwäbische Nu-Metal-(sagt man jetzt schon -Revival?)-Band Mindead hat ein filmisches Video zu ihrem Dauerbrenner "Dark Places" veröffentlicht. Dabei sind sämtliche Rollen von Band-Mitgliedern gespielt. Verantwortlich für das Musik-Video zeichnet sich Joemisch und der Schwarze-Katze-Filmklub aus Stuttgart. Schwarze Katze wird am Samstag außerdem einen Stand beim Metal-Meets-Artcore-Fest im Jugendhaus West haben. Dort können dann sämtliche Werke der Film-Truppe begutachtet werden.

Es wird empfohlen den Clip bei Youtube in HD zu streamen, zwar ist das auch bloß Youtube-HD, aber immerhin ist das schon mal ein gutes Stück besser als der SD-Pixel-Matsch.

Mehr:
mindead.de
schwarzekatzeklub.de

Vorschau zu Metal Meets Artcore VI. Veranstaltung am Samstag 10.11.12 im JuHa-West, Stuttgart.

A Loss For Words brachten am Donnerstag die Party nach Stuttgart, und das ganze Zwölfzehn feierte mit.

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Donnerstagabend wurde das kleine Wochenende schon fast zum richtigen. Mit A Loss For Words aus Boston war eine super Stimmung die in einer mords Sause mündete.

Zwei europäische Support-Bands hatten die Amerikaner im Gepäck. Opener und härteste Band am Abend waren The Convois aus Trier, die Screamo der alten Schule spielten. Ein bisschen wie Silverstein, nur vielleicht nicht ganz so überzeugend. Die zweite Vorband waren Cancer aus Basel. Die Schweizer spielten fast lupenreinen Melodic-Punk, der ganz gut was konnte. So passte alles in allem gut ins Vorprogramm von A Loss For Words.

Mit ihrem Pop-Punk mir der beiläufigen Hardcore-Kante machten die Amerikaner einfach richtig Laune. Dem großartigen Auftritt wurde mit dem hauseigenen "I Want You Back"-Jackson-Five-Cover zu guter Letzt noch die Spaß-Krone aufgesetzt. Fazit: Immer wieder gerne.

Wer frühzeitig in der Innenstadt war hatte zuvor die Möglichkeit ein Akustik-Set von A Loss For Words im ortsansässigen Titus-Skate-Store m…

Feierabend-Musik: "Fuck your religion...", Bielefelder Hardcore-Band Souls For Sale mit Album-Vorbote.

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Löbliche Ideologie-Wochen bei MY INDIE MIND. Nach der weiter unten abgefeierten Punk-Band aus der Rostocker Umgebung, gehen wir diesmal ein bisschen weiter süd-westlich von dort, nicht zu weit, aber immerhin. Die Bielefelder Hardcore-Band Souls For Sale hat ein Lyric-Video veröffentlicht, mit dem sie arg gegen die institutionelle Religion wettern. Wie sagte ich? Ja, löblich. Der Song ist ein Vorbote für das Debütalbum "Scavengers", welches früh in 2013 erscheinen soll.

3, 2, 1, "fuck your religion".


Feine Sahne Fischfilet. Punk gegen Rechts. Neues Album: "Scheitern und Verstehen".

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Feine Sahne Fischfilet hatten wir vor Kurzem im Interview, da Sprachen wir über vieles Neben der Musik, was einen Punk im Nord-Osten der Republik halt so um treibt. Wie der Gossenpunk vom Bahnhof schauen die fünf Musiker allerdings sowieso schon mal nicht aus, und genau so wenig hört sich ihre Musik wie das Durchschnitts-Proleten-Gegröle an.

Zwar haben die Songs auf "Scheitern und Verstehen" jede zutreffende Zutat für öde Ska-Punk-Nummern, Punk-Schlagwerk, Gitarren, Bass und Bläser und... aber halt stopp, vielleicht eben doch jede außer eine - die verblendete, sonnige Alles-Ist-Gut-Parole bleibt aus, und das ist verdammt gut so. Feine Sahne Fisch Filet erzählen von Dorffesten, dem Nazi-Pack, und haben immer wieder treffsichere, musikalische als auch verbale Argumente, warum man der Punk-Rock-Band glauben sollte.

Die Einstellung der Truppe ist löblich, denn wie im Interview deutlich wurde, hat Mecklenburg-Vorpommern, auf dem Land um Rostock herum ein gewaltiges Neo-Nazi-Probl…

Veranstaltungs-Tipp: Künstler-Keile in Stuttgart. Every Time I Die und mehr beim sechsten Metal Meets Artcore im Jugendhaus-West.

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"Wanderlust" von Every Time I Die auf Vimeo.

Das letzte Album von Every Time I Die liegt mit "Ex Lives" schon drei Jahre zurück. Ohne wenn und aber stellte man damals fest, dass es die Band schaffte ihre ursprüngliche Klasse nochmals zu toppen, mehr Schmiss, aber immer noch genug Chaos um nicht weichgespült daher zu kommen. Die Band aus Buffalo im State New York ist kommenden Samstag der populäre Headliner bei der sechsten Auflage des mittlerweile gar traditionsreichen Metal Meets Artcore-Fests im JuHa-West in Stuttgart.

Metal Meets Artcore bedeutet schon seit seinen Anfangstagen das Aufeinandertreffen lauter, brutaler und Metal- und Hardcore-Musik mit zeitgenössischer, lokaler und überregionaler Sub-Kunst, Urban-Art, Querdenker-Mode, Fotografie, Tattoo-Kunst und neuerdings immer häufiger auch Filmerei. Die Veranstaltung bietet als Schmelztiegel der alternativen Subkulturen eine der wichtigsten Plattformen für junge Künste und Künstler in Stuttgart. Als Sahnehäubche…

Seltsame Zielsetzung. Time & Energy, "Strange Kind of Focus".

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Time & Energy sind ein Indie-Duo aus Kalifornien, das mit eigenwilliger Instrumentalisierung viel Zeit und Energie (schlechtes Wortspiel beabsichtigt) aufbringt um abstrakte, bis kaputte Klangwelten zu erschaffen. Die Kaputtheit des Ganzen macht das dabei so hörenswert. Musikalische Kaputtheit ist dabei sicherlich erstmal eine seltsame Zielsetzung, ich weiß, wegen Musik und Harmonie und so.

Eigentlich ist das Ganze aber eine ganz schön ausgeklügelte Sache. Zwischen all der Noise kommen nämlich begleitet von mal spanischen, mal englischen Gesangstexten schöne Melodien aus dem windschief wirkenden Noten-Konstrukt heraus. Die zwei Künstler, Jorge Rios und Brennan Roach, bemühen auf ihrer Platte "Strange Kind Of Focus" zu zweit ein halbes Orchester an Instrumenten - mit Keyboard, Gitarren, Bass, Klarinette, Drums und den unterschiedlichsten Percussion-Instrumenten und dazugeschraubten Synthys entstehen die bunten, Groove-Monster.

Wer Genre-Leitplanken benötigt stellt sich v…

Halloween, Hell-O-Wheen? Hallo Wien? Hoho.

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Wir kommentieren mal einfach so das Zeitgeschehen, objektiv und total ohne eigene Meinung, genau, das ist möglich. Was die allgemeine Medienwelt simuliert wird hier geachtet, äh, geächtet.

Halloween ist viel schlimmer als Fasching, denn das kommt von den Amerikanern. Äh Briten! ...Äh Engländern.... Äh Kelten. Ach, ist doch egal wo das herkommt, es ist sowas von fremd in dieser sowas von fremdelnden Welt. Da kriegt man ja Angst - vor den Gestalten auf der Straße - vor den Gestalten im Schrank - vor den Gestalten im Fernsehen - vor den Gestalten in meinem Kopf.

Die sind nämlich nicht von hier, das passt mir nicht. Fremdes ist mir fremd. Ih, Kürbisse.

Nein mal im Ernst. Gehen wir auf die Straße, benehmen uns daneben, denn morgen ist Feiertag! Und wenn irgendein importierter Brauch es rechtfertigt sich noch kranker als sonst zu verkleiden - dann verkleiden wir uns! Man lebt nur einmal, und Dracula lebt ewig.

Ja ja und wir fahren auch nicht nach Österreich! Viel Spaß euch Monstern, kommt…

Frage-Antwort-Spielchen: Punk-Band Feine Sahne Fischfilet im Interview und im Visier des Verfassungsschutzes.

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Eigentlich sind Feine Sahne Fischfilet nur ein paar Typen die verspielte Punk-Rock-Musik machen, und eben links auf der Politik-Skala zu orten sind. Eigentlich ein ganz normales Ding, Punk und links, so wie es halt richtig ist. Bis dann der Verfassungsschutz die Werbetrommel rührte. Sie seien Linksextremisten, so der Verfassungsschutzbericht, laut der Tageszeitung taz. Dabei sind Feine Sahne Fischfilet, im rechtsradikal gebeutelten Mecklenburg-Vorpommern in einer Minderheit, die laut gegen Nazis aktiv wird. Im Interview stellt sich Sänger Monchi nun stumpfen Fragen und bringt so manch interessante Antwort.


Gedankenspiel: Fernsehen versus Museum.

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Wenn ich den Fernseher anmache ist alles alt. Also nicht ich, per se. Aber alles was mir der Flimmerkasten anbietet ist alt. Hab ich schon mal gesehen. Im englischen Original und ohne Werbe-Unterbrechung. Ich finde nichts im Fernsehen.

Wenn ich ins Museum gehe sehe ich eine ganze Menge alter Dinge von Leuten von denen ich behaupte sie zu kennen, weil ich ja doch gebildet bin. Bilde ich mir ein. Ich sehe allerdings Bilder die ich schon mal gesehen habe, oder so tue als hätte ich sie schon gesehen. Ich gehe sowieso nur in große Sammlungen, die kleinen bemerke ich gar nicht.

Es ist einfach vieles zu pauschalisieren.

Ich stelle fest mein Bild vom Fernsehen entspricht dem vom Museum eigentlich fast wie ein Ei dem anderen. Ich sehe dort nur Dinge die ich schon kenne, oder mir einbilde sie schon zu kennen. Aber warum ist das so?

Das Angebot ist schuld. Diese großen Ausstellungen sind Sammlungen von Antiquitäten. - Aber halt schere ich da gerade etwa Galerien und Ausstellungen, Sammlungen un…

Wochenendspielchen. Einfach mal die Freundin besuchen. The Visit.

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The Visit ist ein wirklich kleines Spielchen, in dem es ausschließlich darum geht von einem Haus in ein anderes zu laufen, um die Freundin zu besuchen. Aber ganz so einfach ist das dann doch nicht. Das Spiel fängt wie ein Side-Scroller Jump-&-Run á la Super Mario an - schnell hat man kapiert, dass man Dinge auslöschen kann, in dem man auf sie drauf springt. Aber dann kommt der Humor ins Spiel.

Eine Hand voll junger Entwickler haben das Browser-Spielchen beim Hackathon in Stuttgart entworfen und entwickelt. Die jetzt im Netz spielbare Version wurde dann noch eine kurze Woche aufpoliert und mit Sound versehen. Beim Hackathon Stuttgart haben mehrere ambitionierte Nachwuchs-Entwickler innerhalb von drei Tagen Spiele erdacht und entwickelt. So ist das Ganze quasi ein Kreativ-Marathon, dessen Ergebnisse sich sehen lassen  können.

Das Spiel The Visit kann ->hier direkt im Internet-Browser gespielt werden.

Mehr dazu?
Blog der Entwickler: majustuff.tumblr.com
Die Veranstaltung: hackathon…

Neues Melodic-Punk-Futter von The Swellers, "Running Out Of Places To Go".

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Eigentlich ist der Skatepunk von The Swellers, was für die sonnigen Tage. Was zum raus gehen und eine verdammt noch mal gute Zeit zu haben. Trotzdem bringt uns das in Münster ansässige Label Uncle M diesen Spätherbst eine neue EP der Swellers aus Fenton, MI.

So ein bisschen sonnige Aufbruchsstimmung kann ja nicht schaden. Vor allem wenn sie so überzeugend und mitnehmend wie auf "Running Out Of Places To Go" dargeboten ist. Mal ein bisschen dramatischer, mal ein bisschen direkter nach Vorne. Immer irgendwie mit guter Laune. Die neue EP ist eine Sammlung aus schönen, traurigen, aber keineswegs negativen oder aussichtslosen Songs.

"I'm tired of waiting for something better than this", und da ist sie, die zwingende Aufforderung etwas selbst in die Hand zu nehmen. So ist die neue EP von The Swellers ein kleines, antreibendes Ding, dass dem einen oder anderen Faulpelz die Herbstträgheit ausreden könnte.



The Swellers - "Running Out Of Places To Go"
VÖ: 19.10.2…

Holmes: Kostenlose Musik und Tourdaten. Mit B-Seite und niemals frei sein.

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Holmes aus Skandinavien veröffentlichen zu ihrer anstehenden, erneuten Tour die Single "I Will Never Be Free", im Gegensatz zum Songtitel kommt das Teil frei, ähm kostenlos. Wenn man denn so will, denn die Single kann nach dem "Name Your Price"-Verfahren bei ->hier Bandcamp digital erworben werden. Mit dabei ist die bisher unveröffentlichte B-Seite "Please".

Warum ich euch das sage? Na, weil Holmes toll sind, und bald wieder auf Tour. Und ihr die euch bei euch in der Nähe nicht entgehen lassen solltet.

Hier gibt es Musik, nach dem Knick alle Tourdaten.

I Will Never Be Free by Holmes

Pilot To Gunner, ziemlich "Guilty Guilty".

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"So tell me, who's gonna burn it down? / And when?". Pilot To Gunner haben einen komischen Humor. Anstatt eines Bandfotos liegen im Album-Papp-Falter die einzelnen Bandmitglieder ermordet als Leichen umher. Der Ironie bewusst spielen sie teilweise arg tanzbare Post-Punk-Nummern mit den eingängigsten Refrains, in denen sich Tanzaufforderungen und resignierte Revolution die Hand geben.

Man merkt recht schnell, dass die Band nicht erst seit der Facebook-Ära aktiv ist. 1998 hat die Band sich nämlich schon gefunden. Da sagen auch die rund 130 Facebook-Fans nichts über die Qualität von Pilot To Gunner aus. Sie atmen Erfahrung, klingen irgendwie ultra-lässig und doch zwingend. Aber die New-Yorker Herren klingen immer noch am besten wenn Frontmann Scott V. Padden mit voller Stimme dahersingt oder brüllt.

Zwischenzeitig lässt das Album namens "Guilty Guilty" zwar ein bisschen nach - da gehen sie ein bisschen zahmer vor, mit Unterstützung eines Frauenstimmchens (in &quo…

Crowdfunding bald Standard? Featurette über Crowdfunding (4/4).

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Alle Teile des Features ->hier nachlesen.

Crowdfunding wird in Deutschland sicherlich schwieriger zu etablieren sein als in den USA, da hierzulande „über 90 Prozent der direkten Finanzierung von Kultur die öffentlichen Hände tragen“, so Wolfgang Börnsen, kultur- und medienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Jenseits des Atlantiks hat allein kickstarter.com, der amerikanische Crowdfunding-Pionier bereits im ersten Jahr um die 80 Millionen US-Dollar umgesetzt. Davon ist man in Deutschland noch weit entfernt – dennoch sind sich die Pling-Gründer Heberling und Holetzeck sicher, dass die Schwarmfinanzierung „ähnlich einer Lokomotive langsam anfängt zu fahren, die aber – wenn sie erst einmal ins Rollen kommt – nichts mehr aufhalten kann.

Entscheidend für die Zukunft der deutschen Plattformen wird auch die Frage sein, wie die Unterstützungsleistung technisch abgewickelt wird: Um sich vor Betrügern zu schützen, fließt das Geld auf pling.de erst, wenn das Projekt in der vor…

Vom allein sein, vom nicht selbst sein, vom Ausbrechen. Captain Planet mit "Treibeis" und Poesie mit Punkdrive.

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"Zwischen Ausfahrt und Auffahrt / Gibt es wenig zu berichten / Und am Abend spiegelt sich dein Tag / Im Bankautomatenmonitor". Captain Planet aus Hamburg erzählen mit ihrem neuen Album "Treibeis" von der Normalität. Oder dem was wir als normal empfinden, und gar nicht mehr hinterfragen, warum wir das so tun, wie wir es tun. Mit dieser Selbstverständlichkeit, diesen Alltagstrott hinnehmen. "Hab dich schon oft gefragt / Ob du noch weißt / Wozu du jeden Morgen / An dieser Haltestelle stehst?" und da stellen wir fest, dass wir uns selbst das schon lange nicht mehr gefragt haben.

Das ist die große Stärke von Captain Planet. Beobachtungen aus dem tristen Alltag, werden hinterfragt, nachvollziehbar und ungestelzt. Poesie in Alltagssprache. Musikalisch Emocore mit Punkdrive. Die mittlerweile achte Veröffentlichung der norddeutschen Band rauscht beim ersten Hören ein bisschen, fast unbemerkt an einem vorbei. Man hört direkt, dass die Band nicht von Ungefähr kommt…

Hector Savage aus Köln! He, an den Boxer kann ich mich erinnern, äh, Ex-Boxer. Sein richtiger Name war "Joe Chicago"!

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"Wir hofften, dass dies eine Spur sei, die uns zu Hector Savage führen könnte. Und wenn nicht, könnte ich mir immernoch die Beine enthaaren lassen!" Dass dieses Zitat nichts mit der Band per se zu tun hat, könnte durchaus stimmen. Mit der Musik hat das nichts gemein. Auf der Platte ist davon auch nichts zu hören. Aber dieser Hector Savage, der ist namensgebend für die Kölner Hardcore-Metal-Band. Dies war einst der Bösewicht in die Nackte Kanone 2 1/2 und ward von Anthony James als direkten Gegenspieler zu Leslie Nielsen als Lieutenant Frank Trebin verkörpert. Kultfiguren aus Film und Fernsehen ergeben einfach immer die besten Namen für Hardcorebands.

Dass der Hector Savage aus der Überschrift im eigentlichen Zitat aus Detroit zu sein vermag, liegt daran, dass ich mir einen kleinen Scherz erlaubt habe, weil ich die Namensinspiration der Kölner Band so großartig finde. Großartig ist auch das Musikalische auf der EP von Hector Savage. Das Gitarrenspiel könnte dem ein oder ande…

Lebe dein Projekt oder lass es! Featurette über Crowdfunding (3/4).

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Das zweite Teil des Features über Crowdfunding nachlesen? ->Hier entlang.

In Deutschland setzen Plattformen wie startnext.de oder pling.de, die Projekte jeglicher Art fördern, auf die Schwarmfinanzierung. Sie rollen aber erst langsam an: Auf Pling wurden seit der Gründung im November 2010 etwa die Hälfte aller online gestellten Vorhaben umgesetzt, mit einem Gesamtwert von mehr als 50.000 Euro.

Die Geschäftsführer David Holetzeck und David Heberling erhalten sieben Prozent der investierten Summe eines erfolgreich finanzierten Projekts. Es findet eine Kooperation mit Hochschulen statt, um auf „die kreative Masse, die viel an Universitäten anzufinden ist, zurückgreifen zu können“, veranschaulicht David Heberling.

Auch hierzulande sollten einige Kriterien beachtet werden, um seine Idee verwirklichen zu können, räumt Roland Wirzbinna ein, der mittels pling.de gerade einen Dokumentarfilm über Geburtsmomente (Titel: Ozean der Emotionen) finanziert hat. „Wir haben jeden Tag beobachtet, wie…

Wenn Ohrwürmer zu Gänsehaut werden. Apologies, I Have None und Kmpfsprt in Stuttgarts Zwölfzehn.

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Der Samstagabend hatte in Stuttgart viel zu bieten. Die große Masse ging zu 0-8/15-Metalcore ins Zapata, die cleveren zu Apologies, I Have None und Kmpfsprt ins Zwölfzehn.

Die beiden Bands hatten Pop-Punk mit Emocore-Anschlag, der frühen Zweitausender zu bieten, und füllten das kleine Zwölfzehn gemütlich, mit ein paar Leuten und guter Stimmung. Die Kölner Kmpfsprt, die sich aus Mannen von einstigen Days In Grief und Fire In The Attic zusammen geschlossen hatten, spielten ihre kantige Pop-taugliche Gitarrenmusik, und machten damit nichts verkehrt. Nur das Publikum in Stuttgart braucht halt manchmal ein bisschen länger bis es auftaut. Lag sicher nicht an der Musik, denn der Applaus war groß.

Bei ihrer ersten Headlineshow spielen die Londoner Apologies, I Have None gar großartig auf. Wie ihr bei uns lesen konntet, ist deren Debütalbum "London" schon ziemlich gut, doch live zeugten sie von großer Klasse. Wenn Ohrwürmer sich zu Gänsehaut transformieren, dann machen die darbieten…

Redcraving mit Volllängen-Debüt: "Mirroring", zwischen Harmonie und Krach.

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Endlich mal wieder etwas Hartes mit Substanz, jauchzt das Herz der Musik-Journaille. Redcraving untermauern mit ihrem Debütalbum "Mirroring" die These, dass gehaltvoller, lauter Krach, der im Hardcore fußt und mit Englisch besungen wird, schon lange nicht mehr ausschließlich aus dem englischen Ausland, geschweige denn von Übersee kommen muss.

"Mirroring" ahmt nicht plump nach. Die Platte mag hier und da natürlich an Genre-Kollegen des (sagen wir mal grob) Post-Hardcore erinnern. Sobald wir das Stilgemisch nun schlussendlich als eigene Schublade festschreiben wollen. Aber das ist eine andere Baustelle.

Redcraving aus Berlin machen laute, mal brutal nach vorne preschende Musik, die durch stimmige Melodien und Harmonien aufklaren, wie ein wolkenbehangener Herbsttag, und die vereinzelten Sonnenstrahlen, die die Tristesse erhellen. All das ist mit sehr viel Herzblut und Gespür für dissonante atmosphärische Brüche geschrieben und inszeniert. Wie oft bei einem Debüt mit au…

Für jeden Euro eine Gegenleistung. Featurette über Crowdfunding (2/4).

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Crowdfunding, was ist das? Erstes Teil des Features ->hier nachlesen. Fortsetzung jetzt.

Juristisch gesehen schließen Projektgründer und Projektunterstützer einen Supportvertrag ab, für jeden Euro gibt es eine Gegenleistung, so genannte Incentives. Im Fall Hotel Desire waren das Streaming-Gutscheine für den fertigen Film, von den Schauspielern handsignierte DVDs oder Drehbücher, bis hin zur Erwähnung im Abspann oder einer prozentualen Gewinnbeteiligung (ab 10.000 Euro). Je höher die finanzielle Gabe, desto größer der zugesprochene Gegenwert.

Es handelt sich um Unterstützungen, nicht um Spenden. Pledge Music ist nach Richard Lyne auch keine Investment-Plattform, weil Fans „echte Gegenstände erwerben, die in der Regel versandt werden, nachdem eine Kampagne endet.“ „Als Vergütung für die Fans, die drei bis vier Monate warten, bis ihr Artikel ankommt, laden Bands Extra-Inhalte hoch“ – wöchentlich –, wie beispielsweise Video-Material von den Aufnahmen, Backstage-Fotos und Blogeinträge, …