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Svalbard - "When I die. Will I get better?" Zwischen zerbrechlicher Harmonie und brutalem Hardcore. //Album-Review.

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  Svalbard - "When I die. Will I get better?" VÖ: 25.9.2020 via: Holy Roar Records Svalbard sind eine dieser britischen Bands, der man die Kälte anmerkt - das schlechte Wetter, aber auch die gesellschaftlichen Herausforderungen und vor allem die soziale Kälte. Auf "When I die. Will I get better?" geht es um Gerechtigkeit, Gleichstellung von Unterschiedlichen, von Frau und Mann und der einfachen Erkenntnis: Frauen sind kein Lustobjekt. Themen, die in dieser Ecke des Hardcore, Screamo und vermeintlichem Post-Black-Metal, Crust-Punk und Power Violence gerne bearbeitet werden. Doch Svalbard haben den Vorteil dabei authentisch zu sein. Sängerin und Gitarristin Serena Cherry trägt da einen Großteil dazu bei. Eine Frau kann solche Themen logischerweise aus erster Hand bearbeiten. Da fällt das Mansplaining mal eben weg. Musikalisch verpackt Svalbard das in einen dynamischen Bastard aus brutalem Hardcore, der sich im Metal und Power Violence und Screamo bedient und federt d

Leitkegel - "Bis zum Ende". Drei Songs, drei Gefühlswelten, drei Gesichter einer Band. //EP-Rezension.

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Leitkgel - "Bis zum Ende" VÖ: 28.8.2020 (digital) 13.11.2020 (Vinyl) via: Broken Silence / Lala Schallplatten Leitkegel spielen Punk, Hardcore, Emo, Indie und Post Hardcore, singen deutschsprachig, mehrstimmig. "Bis zum Ende" ist eine eigenständige neue EP, die ganz gut als Fortsatz ihres letzten Albums "Wir sind für dich da" funktioniert. Allerdings funktioniert "Bis zum Ende" auch verdammt gut als Schaulaufen einer Band, die viele Genre kennt, sie nie benennt und treffsicher zwischen laut und leise, Kraft und Lethargie, Leichtsinn und Scharfsinnigkeit wechselt und deren Wechselwirkungen inszeniert. Wer Leitkegel noch nicht gehört hat, der findet mit "Bis zum Ende" den perfekten Einstieg. Denn jeder Song zeigt ein komplettes Gesicht dieser Band. Titel eins "Du Hörst mich nicht" startet ruhig, baut sich auf, bricht aus. Kein neues Rezept, aber mit dieser Fallhöhe und in dieser Tiefe selten erreicht. Titel zwei "Das darf m

Deftones - "Ohms". Diese alten Herrschaften wissen eben wie die Gratwanderung zwischen Modern Metal und Post-Something funktioniert. //Album-Rezension.

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  Deftones - "Ohms" VÖ: 25.9.2020 via: Reprise Records / Warner Records Deftones muss ich nicht erklären. Oder? Okay, der Vollständigkeit wegen. Die Band aus Sacramento, Kalifornien, um Stimme Chino Moreno, wurde in den Neunzigern immer dem Nu Metal zugeschoben. Dabei waren Deftones immer schon progressiver und unterschiedlicheren Genres offener, als viele Kollegen des Crossover-Genres Nu Metal. Klar, Crossover sagts schon: All over the Place und die Genregrenzen sind Journalistengemacht und lösen sich täglich weiter auf. Doch im Falle von Deftones möchte ich noch viel mehr von einem Band-typischen Sound sprechen als von einem Genre. Denn kaum eine Band prägt die aktuellen Modern-Metal- und Metalcore-Ausbrüche vermeintlich junger Bands mehr als das was diese Band um Chino Moreno. Dabei tut sie eben das was sie schon seit Anbeginn macht: sich neu erfinden, doch den eigenen Sound immer unverkennbar beibehalten. Einprägsam war das 2010 mit Deftones' Album "Diamond Eye

Wagenhalle wiedereröffnet, bzw. neu eröffnet. Die Kunst-Avantgarde vom Kunstverein Wagenhalle hat ihre Heimat wieder. Wir waren beim Eröffnungswochenende, coronakonform.

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Nach dreieinhalb Jahren ist es doch schon wieder soweit: Der Kunstverein Wagenhalle hat in seine Beheimatung im Stuttgarter Norden wieder, und auch die Container City lebt noch. Es sieht fast so aus als hätte Stuttgart seiner freien Kunstszene eine weitere Chance gegeben. Am zweiten Oktoberwochenende des verflixten Pandemiejahrs 2020 gab es die gute Neuigkeit mit einem Tag der offenen und neuen Ateliers zu feiern. Da gab's Eiblicke in das gelungene neue Konzept, den neuen Neubau und die altgewohnte große Kunst, die hier in dieser Keimzelle der Stuttgarter Avantgarde so gerne entsteht. Dundu , die die animierbaren Lichtriesen sind nur einer der weltweit bekanntesten Exporte hier aus der Halle. In die brandschutzbedingt kernsanierte Wagenhalle haben der Verein, seine Unterstützer und die Stadt Stuttgart gemeinsam ein neues Raumkonzept integriert. Holzwände bilden die neuen flexiblen Atelierräume, für freie Künstler aller Coulleur.  Zum hier entstandenen und gewachsenen und selbst au

Schönleben - "Übungen im positiven Denken". Stuttgarter Screamo und Emo-Hardcore-Bausteine neu zusammengesetzt von einer Band, die nicht mehr sein will als diese eine Platte. //Album-Rezension.

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Schönleben - "Übungen im positiven Denken" VÖ: 22.07.2020 via: Through Love Records Schönleben . Mit "Übungen im positiven Denken" ist die erste und wahrscheinlich einzige Platte dieser Band, die keine sein will, erschienen. Zusammengesetzt aus Micha und Jan, der ehemaligen Gitarrensektion, der Stuttgarter Emo-Postcore-Band Reznik Syndrom , Micha, dem Leadsänger, der Ludwigsburger 90s-Emo-Screamo-Band We Had A Deal , Martin, dem Schlagzeuger der Emo-Prog-Punk-Band Mahlstrom und Felix dem Bassisten der Hardcore-Band  Rêche ergibt sich ein Sound, den wir die letzten fast 10 Jahre in den lokalen linken Zentren und Jugendhäusern viel zu sehr vermisst haben. Die Melodieführung versetzt mich direkt wieder mit Gänsehaut, und in die Klangwelt von Reznik Syndrom. Die Vocals erinnern an We Had A Deal, doch auf Deutsch klingt das anders, ist auch anders intoniert. Kombiniert werden getragene Spoken-Word-Parts mit diesem gewissen Schlagzeugeballer, das das Ganze mit musikalisch

"How will I rest in peace if I'm buried by a highway?"- KennyHoopla mit einem Debüt zwischen Post Wave, Indie und Teenage Angst //EP-Rezension.

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KennyHoopla - "how will i rest in peace if i'm buried by a highway?//" VÖ: 4.2.20 via: Arista Records/Mogul Vision KennyHoopla ist ein Solokünstler aus Wisconsin, USA. Seine Musik klingt wie eine runtergebrochene Indie-Rock-Band, die sich darauf konzentriert Emotionen und Catchyness aus ihren verqueren Liedern zu destillieren und das Extrakt dann in diese wahnsinnigen Songs zu pressen. Irgendwie schwingt da diese amerikanische, alleingelassene Teenage Angst mit, eine Vorliebe für Post-Punk á la Bloc Party und ein ungemeines Fingerspitzengefühl, mit wenigen Mitteln ziemlich gute Songs zu schreiben und zu bauen. In einem Interview bei der britischen Musikseite NME spricht er genau auch darüber, dass er vor einem Jahr erst diese Art Musik für sich entdeckte, in früheren Stücken auf Spotify klingt das teilweise noch elektronischer. Auch im Opener "thinkingoutloud//" auf seiner Debüt-EP "how will i rest in peace if i'm buried by a highway?//" ist die

Quellen Galerie Im Wizemann. Viva Con Agua ist in der Quellenstraße in Stuttgart Bad-Cannstatt zu Gast. Art Creates Water als Leitmotiv.

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Der Viva Con Agua Mitbegründer Michael Fritz in der Quellen Galerie. Fotoquelle: Instagram @quellengalerie Ich muss euch nicht erzählen, dass die aktuelle Pandemie und die mitgebrachte Krise eine Katastrophe für die Menschheit ist, und ganz nebenbei auch ein riesiger Scheiß für die Kulturlandschaft. Veranstaltungsorte allerorts und auch wie das Im Wizemann in Stuttgart können gerade aus berechtigten Gesundheitsbedenken keine Großveranstaltungen bieten. Leere in den Clubs und Veranstaltungsorten bedeutet auch Leere in den Taschen und Leere auf den Konten der Kulturbetriebe und Künstler. Viva Con Agua, der freundliche Nonprofit aus Hamburg, mit Draht nach Stuttgart (durch Mitbegründer Michael Fritz), hat sich diese Leere nun geschnappt und mit einer temporären Kunstausstellung bestellt. Natürlich werden dabei sämtliche Hygieneregularien befolgt, und so kommt aktuell wenigstens wieder ein bisschen Kultur in die Halle des Im Wizemann.