Posts

Es werden Posts vom Februar, 2014 angezeigt.

Berlin als Muse. Beim vierten Album konzentrierten sich Blood Red Shoes voll auf sich selbst.

Bild
Das Duo aus Brighton hatte genug vom Druck, genug des Zwangs neue Musik schreiben zu müssen. Anstatt ins naheliegende London zu fliehen, packten Blood Red Shoes ihre Sieben Sachen und fuhren nach Berlin. Dort mieteten sie sich über Monate in ein Studio in Kreuzberg ein. Erfuhren die Großstadt und sich selbst.

In einem Zement-Raum, mit nichts als ihren Insturmenten nahmen Laura-Mary Carter und Steven Ansell also ihre neuen Songs auf. Ohne dabei auf Label-Leute und Manager hören zu müssen entstanden zwölf neue Songs, die genau so klingen, wie die beiden Musiker sie haben wollten.

Roh, hart, und ausgestattet mit ziemlich viel Selbstvertrauen und Sex-Appeal. "Speech Coma" und Cigarettes in the Dark" sind dreckige Songs für dreckige Nächte. Beide Gesangsstimmen, die von Steven als auch die von Laura schlagen einen verrucht selbstbewussten Ton an. Begleitet von ihrem griffigen Indie-Rock zwischen Stoner und Post-Punk wird das selbst betitelte Album von Blood Red Shoes künfti…

Ach, diese schrecklich mutierende Jugend. Zu was verkommt sie denn? Vielleicht haben Kmpfsprt mit ihrem ersten Album "Jugend Mutiert" die Antwort.

Bild
„Und so wie jedes Mal ist das Wort zum Sonntag Schade! / war das Wort zum Freitag 'Bier', und das Wort zum Samstag Kater". Mit ulkigen Zeilen wie diesen, und aber auch ein paar schlauen Worten brüllen Kmpfsprt über ihre erste volle Albenlänge so einiges daher.

Das klingt dann musikalisch häufig wie deutschsprachiges Fire In the Attic (liegt auf der Hand, denn da kommen die Kollegen ja her), und Brüll-Pop-Punk in richtung Beatstakes. Aber weils eben deutsche Texte sind treffen die Kölner ganz gut die aktuelle Welle deutschsprachiger Handkanten-Musik zwischen breitbeinigem Punk und Emocore. Ähnlich wie Marathonmann, und auch ähnlich wie Start A Fire.

"Jugend Mutiert" ist ein schön daher walzendes Punk-Rock-Teil. Macht Spaß, und ist viel durchgänger super als die vorherige EP. Der Song "Musikdienstverweigerer", in dem Felix von Frau Potz die Zweitstimme leiht, ist ein wunderbares Stück Musik, voller selbstironie und Szene-Häme.

Es tut der Platte auch gut…

Dioramic aus Kaiserslautern haben noch sechs Tage für die Finanzierung ihres zweiten Albums.

Griffige Überschrift. Griffiges Video. Die 'Lauterer Metal und Artcore (Pun intended) Band Dioramic sammelt seit gut 54 Tagen eben genug Geld für das neue Album in neuester Besetzung. Das Ding wird "Supra" heißen und sieht bunt aus.

Vom alten dioramischen Trio ist nicht mehr viel übrig, eigentlich nur noch der Kopf. Arkadi Zaslavski. Sein Bruder und ehemaliger Drummer, Anton Zaslavski, dreht ja momentan als Elektro-Superstar Zedd in den USA durch. Eigentlich sind alle aus Dioramic weg gegangen. Und trotzdem hat die Band sich vermehrt. Wie fünf Musiker anstatt dreien, und vier Stimmen anstatt zweien dann schlussendlich auf dem neuen Album "Supra" klingen.. wird sich zeigen wenn die Platte fertig bezahlt ist.

Oder ihr schiebt bei Pledge-Music dem Projekt Geld zu, dann bekommt ihr vorher schon Höreindrücke und mehr. Ein bisschen neues Material gab es außerdem schon letztes Jahr zu hören.

Nebenprojekt von Bastions-Frontmann Jamie Burne. Sleep Beggar. Düster-Elektro im Song "Paid in Meat".

"Ich habe ein neues düsteres Elektro-Projekt gestartet. Es heißt Sleep Beggar. Als Möglichkeit meinen Frustrationen ein Ventil zu geben" Sagt Jamie Burne, der Frontmann der schon ziemlich düsteren Hardcore-Band Bastions. Der Song "Paid In Meat", der mit einem schlichten Studio-Video bebildert wurde, zeugt davon, dass das offensichtlich nicht nur ein Werbeslogan ist. Der Song stammt von der EP "Fertile Ground".

Adore Me Not. Durchgestyleter Pop-Rock aus Ingolstadt. Die neue EP "Cosmic" jetzt mal hier besprochen.

Bild
Die drei Herren und die eine Dame von Adore Me Not haben gegen Ende des letzten Jahres ihre neue EP "Cosmic" veröffentlicht. Musikalisch sprechen wir hier von Pop-Rock mit elektronischen Elementen und einer Frontfrau mit schön präsentem, lupenreinem Pop-Gesang - obendrein wirkt der fast schon amerikanisch.

Auf "Cosmic" sind vier Songs und ein Intro. Alle Titel haben in irgend einer Form eine Besonderheit. Vor allem Track drei. "Long Love. Lost" hat einen angenehmen Drive, und ist einfach ziemlich gut. Weiter heraus sticht auch der Letzte Titel auf der EP. Dieser ist quasi ein Rapsong von Deutschrapper Rafro. Adore Me Nots Sängerin Angelika bedient da gesanglich lediglich die dramatischen Backing-Vocals. Inhaltlich geht es soweit ich das verstehe meistens um Beziehungskisten und Zwischenmenschliches.

Was ein bisschen den Einstieg in die Platte erschwert: Der erste Song nach dem Intro - "Salvation Plan" - hat einen guten Auftakt. Hat aber irgend …