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Es werden Posts vom April, 2017 angezeigt.

"Djent is not a genre!", sagt man. - Periphery auf Tour - am 2. Mai in Wiesbaden im Schlachthof.

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Periphery gehen auf Tour, und kommen gleich viermal nach Deutschland.

Die sechsköpfige Band fing als MySpace-Seite und Soloprojekt von Gitarrist Misha "Bulb" Mansoor an und hat mittlerweile ihr fünftes Album veröffentlicht. Es heißt Periphery III: Select Difficulty und ist ein einstündiger Ohrgasmus für alle Liebhaber technisch hochwertiger Metalmusik.

Mit drei Gitarristen mit bis zu jeweils acht Saiten, verschickter Polyrhythmik und engelsgleicher Gesangsstimme haben die Jungs eine überragende Klangvielfalt.

Nathan Gray Collective - vom Tod und nicht vergessen zu leben. "Nicht schlecht für ein paar alte Herrschaften auf Medikation".

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Dass Nathan Gray ein tiefsinniger Mensch ist, ist mittlerweile bekannt. Er regt sich gerne über Politik auf, das wissen wir von seiner Tätigkeit als Frontmann der Post-Hardcore-Band Boysetsfire - er regt sich gerne über die institutionelle Religion - die Kirche per se auf. Das wissen wir von seinem beigelegten Nebenprojekt I Am Heresy, und das spinnt sich dann so weiter in seine Tätigkeiten als Solokünstler.

Er bezeichnet sich nicht als Satanist, spielt allerdings gerne mit den Symboliken des Lichtbringers Luzifer und des Satanismus. Im Interview vor ein paar Jahren bezeichnete er sich mal als Antitheist. Jemanden, der nicht an Gott oder den Teufel glaubt. Einen strikten Realisten.


"Who wants to suck my fucking dick?" - Attila in Stuttgart.

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Jeder in der Szene hat wohl seine eigene Vorgeschichte und Einstellung zur Band Attila. Viele finden den Frontsänger total cool, während andere die ganze Band einfach nur daneben finden. Doch über das, was die vier Jungs aus den USA auf ihrer Momentanen "Chaos" Tour abliefern, sollte sich eigentlich keiner groß beklagen können.


Attila spielte letztes Wochenende im Club Cann mit The Word Alive (US) und Carcer City (UK).

Als draußen noch eine Schlange stand, die gefühlt bis zum Canstatter Bahnhof reichte, haben Carcer City den Abend eröffnet. Die Band aus England spielt modernen Metalcore, die Gitarren hören sich an wie neueres Architects Material und der Gesang wechselt zwischen Gesang und Shouts. Anscheinend genau das was man braucht um von den Stuttgarter Teenagern hinterm Bahnhof Zustimmung zu erfahren.


Schwedischer Screamo mit shoegazigen Gitarren und poppiger Melodie: Trachimbrod sind zurück!

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Fast fünf Jahre sind seit der Veröffentlichung des ersten Albums der Schweden von Trachimbrod inzwischen vergangen. Die Band aus den Städten Malmö und Stockholm veröffentlicht im April mit „Leda“ einen Nachfolger zum Erstlingswerk „A Collection of Hidden Sketches“, der dem bunten Genremix der vorhergehenden Songs zwar treu bleibt, dann aber doch ganz schön anders klingt. Liegt auch daran, dass die Lyrics jetzt auf der Muttersprache der Band, auf Schwedisch, und nicht mehr auf Englisch gesungen werden.

Ganz schön dissonant verstrahlt, häh. Lingua Nada auf ihrer neuen Split mit Paan. Emo-Gaze?

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Lingua Nada und Paan haben schon in Real Life und so gemeinsame Sache gemacht. Jetzt musste da auch mal eine Split-EP daraus geboren werden. Logisch. Das hat dann was von Punk, Emo und Hardcore. Oder auch nicht. Es klingt bei beiden Bands mal dissonant, mal schön, mal ganz schön dissonant. Letzteres trifft mehr auf Lingua Nada zu. Verstrahlt sind die auch ein bisschen mehr, glaube ich zu hören.

Beide Bands waren mal, vor knapp zwei Jahren zusammen drei Wochen in Großbritannien unterwegs auf Tour. Die verstehen sich halt. Passt ja auch. Auch musikalisch. Kommen ja auch beide aus Leipzig. Das passt dann schon, dass man das mal auf eine Split 12“ Vinyl zusammenbringt.


Hundredth. Sonnenbrillen, Bandanas, Feinripp, Shorts und so viel Charme wie ein schlecht gelaunter Farmer. Und trotzdem seltsam sympathisch. Erwischt auf Tour im Backstage München mit Silent Planet und Landscapes.

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Hundredth sind eine dieser harten Modern-Hardcore-Bands, mit dem weichen Kern. Die vier Typen aus South Carolina sehen zwar etwas schräg aus, sind aber durch ihre Art mit dem Publikum umzugehen, unglaublich sympathisch. Das passt zur Message: gegen Hass, Gewalt und Ausgrenzung. Und das dann mit gewaltiger Melodic Hardcore Musik.

Die Kids stehen drauf. Irgendwie. Attila kommen auf "Chaos"-Tour und spielen am 15. April im ClubCANN in Stuttgart.

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Wer letztes Jahr im Sommer keine Zeit hatte sie im Kellerklub zu sehen, der hat jetzt wieder die Chance: Am 15. April kommen Attila nach Stuttgart in den ClubCANN.

Die vier Deathcore-Typen kommen mit ihrem siebten Album nach Deutschland und sind fünf mal in Deutschland zu sehen. Ihr neuestes Album hört auf den Namen "Chaos" und erblickte am 4. November 2016 die ersten Schlafzimmer der Deathcore begeisterten Teenager. Laut Frontsänger Chris "Fronz" "Fronzilla" Fronzak sei die Band mit dem Album erwachsen geworden, dennoch "nichts für alte Säcke".

Ob die Jungs aus Atlanta erwachsen geworden sind darf man gerne noch anzweifeln bei Vorfällen wie: aus Kanada verbannt werden, zahlreiche Twitter-Kriege oder geklaute Gitarren Riffs. Aber egal wie viel Dramen die Band begleitet, live bringen sie immer gute Laune und guten Sound mit.