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Es werden Posts vom November, 2014 angezeigt.

Gnarwolves in der zweiten Heimat. Mit dabei die wunderbaren Prawn. So war das in Stuttgarts Juha West.

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Diese Gnarwolves aus Brighton sind in Stuttgart gern gesehene Gäste. Nicht nur über die hiesige Distro von Day By Day Rec hier beheimatet, sondern auch recht häufig auf den Bühnen der Stadt. Ihre erste Show auf dem europäischen Festland fand zudem vor gut zwei Jahren im Jugendhaus West in der Bebelstraße in Stuttgart-West statt. Für die drei Briten ein bisschen ein geschichtsträchtiger Ort, also. Danach ging es nämlich verdammt schnell für die unermüdlich tourende Truppe.

Mit drei EPs im Rücken und dem Debüt-Album vor der Schnauze kamen die ulkigen Engländer dann am Donnerstagabend für eine erneute Show ins Juha-West. Als Stopp ihrer ersten europäischen Headline-Tour. Und so wie die Herrschaften gefeiert wurden, nimmt der kleine Zug so langsam erneut Fahrt auf. Ihre Musik war typisch punkig schlackerig, als mal untight, aber immer voller Spielfreude und Energie und doch recht abwechslungsreich. Letzteres vergisst man immer mal wieder ganz gerne. Keine überlange-Show aber sogar eine M…

Prawn - "Kingfisher". Träumen im Geiste des 90er-Jahre-Emo.

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Nach einigen Releases (gleich zwei Split-EPs in diesem Jahr) veröffentlichten Prawn diesen Sommer nun ihr zweites Album. Was in der US-Presse als eine "hard-touring" Band beschrieben wird, ist hierzulande noch mehr oder weniger unter dem Radar geblieben. Momentan nehmen unser aller liebste Kiffer-Skate-Emo-Punks Gnarwolves die Band aus New Jersey mit, auf ihrer Tour durch Mittel-Europa. Grund genug, sich deren aktuelles Album "Kingfisher" genaustens zu Gemüte zu führen.

Prawn sind viel weniger eklig als ihr Name, erstmal: kein Krustentier. Denn ohne harte Schale, liegt da die meiste Zeit der schmackhafte zarte Kern gut zugänglich dar. In ihrem sanften Sound verbinden sie Indie und Post Rock. Im Stile von Emo, wie er in den späten neunziger Jahren vor allem in New Jersey gerne gespielt wurde. Ich denke da an die Band Lifetime, die es damals einzigartig schaffte dem Hardcore ihren emotionalen Touch zu verleihen. Prawn spielen mit weniger Kante, mit mehr Raum. Reihen …

Wir freuen uns euch zusammen mit Flix Records Andrew Paleys "Feeling Detroit" ans Herz legen zu dürfen. Hier ein exklusives Download für Euch!

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Am 05.12. veröffentlicht Andrew Paley von The Static Age eine Solo EP namens "Songs for Dorian Gray" auf Flix Records (Cargo). Viele Worte möchte ich nicht verlieren, denn der erste Song daraus spricht Bände. Ein wunderbares Stück Singer-Songwriter-Kunst. Ich hab jetzt schon einen freundlichen Ohrwurm davon. Was noch viel besser ist, wir dürfen euch den Song "Feeling Detroit" exklusiv als Download schenken!
EXKLUSIVES DOWNLOAD!Andrew Paley - Feeling Detroit (rechts Klick, speichern unter / laden unter.)






Andrew Paley ist im Dezember im Vorprogramm von Northcote sowie Garrett Klahn und Karl Larsson auf Tour. Unter anderem am 3. Dezember im Keller Klub in Stuttgart. Alle Termine findet ihr nach dem Knick.

Werbeunterbrechung für'n guten Zweck. PRO-ASYL-SAMPLER erhältlich ab 1. Dezember. Schenkt zu Nikolaus etwas Liebe.

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Die aktuelle Situation der Flüchtlinge, die tagtäglich über Lampedusa nach Europa kommen, ist verheerend und war es immer. Jeder weiß es, alle bedauern es, aber die Wenigsten setzen sich aktiv für eine Veränderung der Umstände ein. Vor allen Dingen fehlt es an Geld und angemessenen Unterkünften, so dass die Zustände in den Asylbewerberheimen sich zusehends verschlechtern. Organisationen wie PRO ASYL hingegen gehen gegen die Menschenrechtsverletzungen vor, die an der Tagesordnung der Schutzsuchenden stehen.

Den Denkanstoß für den Soli-Sampler gab zuletzt die Band Turbostaat. Zuschauer, die auf den Gästelisten der letzten Tour standen, also keinen Eintritt bezahlten, wurden angehalten, einen Betrag für PRO ASYL zu spenden. Dort möchte auch Pretty in Noise anknüpfen – ein Download Sampler, der nur über das hauseigene Netlabel erhältlich sein wird, soll einen Beitrag zum Erhalt der Menschenwürde leisten. Der Erlös soll zu hundert Prozent an PRO ASYL gespendet werden. Die teilnehmenden Ba…

Popnotpop: Eine Stadt zwischen Indie-Putzig, Hip Hop, Post-Rock und House-DJs. So feierte Stuttgart am Samstag. Mit u.a. Adam Tensta, The Majority Says, Eau Rouge..

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Eine Stadt feiert ihre Clubszene. Schon zum fünften Mal bespielte das Popnotpop Clubfestival am Samstag die gediegensten Innenstadtclubs. Neun Live-Acts teilten sich die unterschiedlichsten Bühnen und schallten gemeinsam durch eine Nacht, die sieben Clubs vereinen sollte. Zu den Locations zählte auch das jung eröffnete Cafe Boheme in der temporären Kunstmall Fluxus in der Calwer Passage, so schillerte das Nachtleben in diesem Jahr besonders vielfältig.

Art Brut, die Poprockbriten, spielten in letzerer Venue ein selten  eigenartiges Acoustic-Set, das aber vor allem dank der Anekdoten des Frontmanns Eddie Argos unterhielt. Musikalisch war das eher lauwarm, aber sein Talent als Alleinunterhalter sind nicht zu unterschätzen. Besonders die Geschichte, als er dank des einzigen Satzes Deutsch, den er kann in St Pauli in Hamburg sehr viele Bierfreunde machte. "Punkrock ist nicht tot", das gefällt nicht nur auf der Reeperbahn oder der Sternschanze.

Musikalisch wesentlich beeindrucken…

Ein Musikabend zwischen Postcore, Emo und müde. Balance And Composure mit Seahaven und Moose Blood.

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Zum Bergfest der vergangenen Woche waren Balance and Composure mit Seahaven und Moose Blood im Juha-West. Das war ein gern gesehener Besuch.

Eröffnen durften die Emo-Revival-Briten Moose Blood den Abend. Zwischen "Bukowski" und "Evening Coffee" hatten die hippen Engländer einen satten Sound und ihre i Emo-Hymnen zu bieten. Die Stimmung war super, der Raum von der ersten Minute an voll. An einem Mittwochabend. Hut ab, Stuttgart. Ich hatte noch die gesamte Restwoche einen Ohrwurm von "Evening Coffee" mit seinem hach so versauten Textchen. Ja er sagt Fuck. Ui. Nein, super Band. Erfrischend altertümlich. Wie Taking Back Sunday anno 2001. Fühlt man sich alt, wenn man als einziger Mensch im Raum das Gefühl hat eine Band zu sehen, mit einer Bike Scene, vor ihrem großen Mainstreamdurchbruch.

Zweite Band am Abend war Seahaven. Eine somewhat-Blues-Band, die für mich von Platte überhaupt nicht funktioniert. Aber, wie das eben im Leben so ist. Live musste ich zustim…

Die Zähne gezogen. Pianos Become The Teeth mit "Keep You".

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Die Emocore-Kante ist weg. Abgeschmirgelt, abgerundet und die Zähne gezogen. Pianos Become The Teeth haben keinen Biss mehr. Sie klingen resigniert. Nachdenklich. Traurig.

Die neue wutlose Tiefsinnigkeit bürgt aber eine gewisse Spannung. Das neue Album "Keep You" der einstigen Emocore-Hoffnung aus Baltimore, Maryland bringt uns eine ganz neue Seite der Band um Frontmann Kyle Durfey.

Es fällt schwer die Band jetzt noch in einem Atemzug mit La Dispute oder gar Touché Amoré zu nennen. Von der New Wave of Emotional Hardcore ist hier nichts mehr zu hören. Der Fokus des neuen Albums liegt auf tragischen Post-Indie-Rock-Klangwelten. Hardcore-Fans könnten damit verprellt werden, allerdings vielmehr neue Freunde, die sonst Dredg oder O'Brother genießen, könnten hiermit gewonnen werden.

Nebenbei erschließt sich die Tiefe von "Keep You" beim ersten Hören noch lange nicht. Ein paar annähernd harte Momente sorgen für Gänsehaut, viele ruhige Wogen für eine nachdenklich, her…