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Es werden Posts vom September, 2010 angezeigt.

Unglaubliche Bilder aus Stuttgart.

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Demonstrationen gegen das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 eskalieren.






Seit einigen Monaten ist Stuttgart 21, das Bahnprojekt zur Tieferlegung des Bahnhofs in der Schwaben-Metropole ein wahrer Spalter der baden-württembergischen Landeshauptstadt, und nun kann auch die Restrepublik nicht mehr wegsehen. Wie mehrere Nachrichtenportale berichten, und die Stuttgarter am eigenen Leib erfahren mussten, sind die bislang friedlichen Demonstrationen gegen das Milliarden-Projekt gestern aus allen Rudern gelaufen. Es wird von überzogener Polizeigewalt berichtet. Mit Wasserwerfern und Pfefferspray wurde gegen die mehreren Tausend Demonstranten vorgegangen. Ein Augenzeuge berichtet er habe so etwas seit den 68er Jahren nicht mehr erlebt.

Unglaubliche Szenen, aus einer sonst so friedlichen Großstadt, die einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Man bekommt Sorgen um die Intaktheit der Demokratie, die von der Politik der sogenannten Mitte schon seit geraumer Zeit nicht bewusst wahrgenommen sche…

Taproot: "Plead The Fifth"

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Der Finger geht auf "Play", die ersten Paar Töne knallen durch die Resonanzkörper; ein breites Grinsen stellt sich auf meiner Visage ein. Das sind Taproot wie ich sie anno dazumal kennen gelernt habe, wird begeistert festgestellt.

"Plead The Fifth" VÖ: 14.05.2010
1. Now Rise
2. Game Over
3. Fractured (Everything I Said Was True)
4. Release Me
5. Stolage
6. 911ost
7. Trophy WiFi
8. Words Don't Mean A Thing
9. Left Behind
10. No Vie Is True
11. Stares

Nu Metal ist tot? Klar, und meine Oma hört Metalcore. In den jüngst vergangenen Dekaden wurden schon so einige Musik-Sparten als tot erklärt. Nu Metal bestimmt am häufigsten von allen. Kurz nachdem Metalcore quasi vom Deathcore totgewalzt und vom Bollo-Hardcore ins Lächerliche gezogen wurde, besinnen sich viele Bands zurück auf das eigentliche: Coole Grooves und vermeintlich einfache Melodien mit markanter Gesangsstimme versehen. So klingen Bands wie Bury Your Dead oder Bring Me The Horizon mit jedem Album mehr nach Nu Metal als …

MacGuyver ist tot. Lang lebe MacGruber.

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Die amerikanische Filmwelt liebt es seit geraumer Zeit sich selbst und vor allem ihre Vergangenheit gewaltig auf die Schippe zu nehmen. Neuster Wurf: eine schreiende, perverse aber urkomische Vergewaltigung des MacGuyver-Charakters. 
MacGruber, gespielt von Will Forte, ist in erster Linie ein unsympathischer Idiot. Mit veralteter Haar-Tolle und der Vorliebe unnötig und auf bescheuerte Art und Weise vermeintliche Gadgets zu bauen. Im großen Ganzen ist er bemüht Rache am deutschen Bösewicht Dieter Von Cunth (Val Kilmer) zu verüben. Denn jener hat MacGrubers ehemalige Geliebte während der Hochzeitszeremonie ermordet.
So erstellt Gruber zunächst ein Team aus seinen alten Kriegs-Veteranen-Kumpels, welches er dummerweise relativ schnell selbstverschuldet wieder verliert. Nur um sich mit seiner neuen Flamme (Kirsten Wiig) und Lt. Dixon Piper (Ryan Phillippe) zu verbünden. Dummerweise ist Piper nicht sehr gut auf Gruber zu sprechen, denn der hatte ihm beim ersten Aufeinandertreffen kurzerhand d…

Neue Schöpfung des Resident Evil 4 Machers: Shadows of the Damned

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Super Mario auf cool: In Shadows of the Damned muss diese holde blonde Schönheit aus den Fängen der Dämonen gerettet werden. 



Der obligatorische Draufgänger muss in diesem japanischen Latino-Horror-Action-Psycho-Trip seine holde Blondine vor dem Bösen retten. Klingt ein wenig wie die Super-Mario-Bowser-Prinzessinnen-Story, sieht dabei aber wesentlich abgefahrener aus.

Im, auf der Tokyo Game Show gezeigten, Trailer bekommt man von Shadows of the Damned, dem neuen Werk vom Mann hinter Resident Evil 4, Shinji Mikami, einen doch recht wohligen ersten Eindruck spendiert. Das Ganze wirkt als würde man Tarantinos From Dusk Till Dawn auf LSD betrachten, und zusammen mit der Gedankensuppe mit dem Fernsehgerät verschmelzen. Die abgefahrene Action macht auf ein launisches Horror-Gemetzel Lust und Laune. Das gute Stück soll Anfang 2011 bei uns erscheinen. Bis dahin begnügen wir uns doch erst einmal mit dem Effekt-Gewitter, das uns der kürzlich veröffentlichte Trailer zu bieten hat.

Noch mehr Vorfreude auf Wahnsinn: Alice: Madness Returns.

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Unschwer zu erkennen: Diese junge Dame hat ein Problem.








Nachdem sie im Alter eines Kleinkindes in einem schrecklichen Hausbrand ihre Eltern verloren hatte, wurde sie in eine Irrenanstalt eingewiesen, um ihre inneren Dämonen zu besiegen. Jene äußerten sich in ungeheuren Wesen, die offensichtlich einem Albtraum entsprungen waren. Zehn Jahre lang war sie in der Anstalt, um zu verarbeiten was ihr widerfahren war. Den Schlüssel zu ihrer Genesung suchte sie in ihrem Kopf, in dem sie möglicherweise das Wunderland erschaffen hatte, in welches sie sich nach dem tragischen Unfall zurück gezogen hatte. Nach nun zehn Jahren, soll sie in eine offene Anstalt nach London verlegt werden. Keine gute Idee, denn dort holt sie der Wahnsinn erneut, und verstärkt ein. So, oder so ähnlich, beschreibt der Entwickler McGee die Vorgeschichte zum kommenden Videospiel, welches Alice erneut in das Wunderland entführt. Zum Glück hat alles gar nichts mit der aktuellen Disney-Verfilmung zu tun. Denn hier ist der Hor…

Mon dieu, c'est Vera Cruz.

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Neue Musik am Horizont. Auf der Hell On Earth Tour mischt dieses Jahr eine ganz neue Band mit. Vera Cruz ruft sie sich. Sie klingen als kämen sie aus Kanada. Irgendwo neben den Cancer Bats und Every Time I Die (auch bei Hell On Earth dabei) setzen sie sich auf das immer größer werdende Southern-Hardcore Regal. Ohne dabei wie ein langweiliges Plagiat zu klingen. Denn irgendwie tönt irgendwo immer ein wenig mehr Old-School-Rock-N-Roll durch, als bei den Genre-Vorreitern. Aber wo kommen die vier Musiker her? Na, aus Paris, nicht Texas - Frankreich. Wahnsinn, dass die dort auch so Musik machen. Aber vielmehr als die Frage woher sie kommen, interessiert: Wo wollen die noch hin? Die US-Tour wartet, in den kommenden Wochen soll schon mal Europa erobert werden... und das alles mit nur einer EP? Irre, denn es gibt, wie wir sehen, sogar schon ein Video zur Single "The Game". Ein wahrer Kick-Start einer Band. Die EP gibt es außerdem zum kostenlosen Download. 

Vera Cruz
"Surviving Fa…

Tschüs, Crime In Stereo

Was anfangs als Tour-Doku der Europa-Tournee von Crime In Stereo gedacht war, wurde nun zu einem Abschieds-Video zusammen gebaut. Wir wissen ja, Crime In Stereo haben vor kurzen urplötzlich das Handtuch geworfen. Dieses Video, zur letzten Single "I Am Everything I Am Not" ist nun quasi ein letzter Nachhall dieser fantastischen Band. Echt jetzt, man ist ja schon fast so traurig, als wäre jemand gestorben (mit der Musik vom oben eingeklinkten Video im Ohr, vor allem)...

An dieser Stelle (klicke hier)  erklärt Alex Dunne außerdem das Aus der Band.

Bürger gegen Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken.

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Unter enormem Druck der Atomlobby will die Bundesregierung, angeführt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Laufzeiten von Atomkraftwerken in der Bundesrepublik Deutschland verlängern.

Merkel nennt es eine "Energie-Revolution", doch in Wahrheit sei es ein gewaltiger Erfolg für die Profite der Atomkonzerne und ein riesiger Rückschlag für erneuerbare Energielösungen, die dringende Investitionen benötigen. Von internen Machtkämpfen gebeutelt, gleiten die Umfragewerte der Regierung in die Tiefe - jene könne es sich nicht leisten, die Öffentlichkeit zu ignorieren, heißt es in einem Aufruf von Avaaz.org um eine Petition gegen die Laufzeitverlängerung mit zu schreiben. 
Die Petition für einen verantwortungsvollen Ausstieg und sofortige Investitionen in erneuerbare Energien soll direkt an Merkels Kabinett übergeben und durch ganzseitige Inserate in wichtigen deutschen Zeitungen veröffentlicht werden, bevor der endgültige Plan zur Laufzeitverlängerung am 28. September enthüllt we…

Circa Survive, live.

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Am vergangenen Montag spielten Circa Survive ihr erstes Konzert in Hamburg, seit Bandbestehen. Ein Einstand, der so schnell nicht mehr aus den Hirnwindungen verschwinden wird. Denn über die Hörmuscheln fand die unglaubliche Livemusik mit all ihrer Präsens und Spielfreude den Weg, mit Abstecher in die Herzen.

Emocore, Indie, oder wie auch immer die Genre sind, die man auf Circa Survive zuschustern möchte. Sie passen nicht so richtig rein, auch nicht in die Klischees. Anthony Greens liebliche, variable und bewegliche Stimme hätte man sich kaum auf knackigem Post Hardcore vorstellen können. Aber wenn man durch die verschachtelten Strukturen ihrer Musik hindurchblickt, ist das groovende Kunstwerk, das übrig bleibt, genau das: Post Hardcore, mit der Energie um Berge zu versetzen.

Die heimische Vorgruppe Average Engines aus Hamburg wusste zudem die kleine versammelte Gemeinde, im intimen Molotow einzufeiern. Circa Survive bewiesen mit ihrer unglaublichen Leichtigkeit wie man Nähe zu den Fan…

Thrice, Parkway Drive, Comeback Kid & Co im Fernsehen

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Der WDR Rockpalast macht es möglich. Wo man eigentlich MTV für Musik niemals einschalten sollte, bietet der WDR nun schon seit einigen Jahren großartiges, musikalisches Programm. Zwar leider immer recht spät, aber dieses Mal lohnt sich das Wachbleiben auf jeden Fall.

Das unten eingebettete Video von Thrice' "Helter Skelter" (Beatles-Cover), das ein Mitschnitt von EinsFestival ist wird am 27. September nochmals auf WDR ausgestrahlt, zusammen mit Live-Mitschnitten von anderen Songs wie beispielsweise "Of Dust and Nations" und dem Auftritt von The Gaslight Anthem. Beide haben auf dem Area4-Festival in Lüdinghausen gespielt. Alle weiteren Top-Acts wie Parkway Drive und Comeback Kid schaffen es über diesen Weg auch ins deutsche Fernsehen. Die Sendetermine, sowie Video-Vorgeschmäcker, findet ihr unter dieser Adresse.

Stuttgart-21-Player wollen ihren Ruf retten. Oder Müll-Video des Todes #6

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Es sieht fast so aus als würde gerade die ganze Republik in die Schwaben-Metropole schauen. Die Heute-Show widmet fast die halbe Sendung dem K-21-S-21-Clinch, sogar die Nordlichter von Extra3 machen sich nicht zum ersten Mal über den (im Sinne) verbuddelten Kopfbahnhof lustig, nicht einmal der Raab kommt aus der Sommerpause ohne einen Witz über die Stuttgarter zurück. So nehme ich mir die Freiheit das Müll-Video des Todes diesem YouTube-Klassiker zu widmen (und das Layout schlicht einfach mal zu verdrehen). Denn Stuttgart 21 steht momentan unter keinem guten Stern und könnte ein wenig virales Marketing vertragen.