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Es werden Posts vom April, 2018 angezeigt.

Blacklisted zum letzten Mal in Europa unterwegs, erwischt im Juha-West in Stuttgart. Mit dabei: Minus Youth und Mass Worship.

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So vermisst Blacklisted keiner. Am Sonntagabend machten die US-Hardcore-Recken Blacklisted zum letzten Mal Halt in Stuttgart. Kurz vor ihrer  Europatournee kündigten die Herrschaften aus Philadelphia ihre Auflösung an. Beim Konzert in Stuttgart fragten wir Zuschauer uns, ob die Beendigung der Band nicht schon hätte vor der Tour stattfinden können. Sichtlich lustlos, und ohne richtigen Soundcheck daddelten die vier US-Amerikaner ihr 25-Minuten-Set durch. Samt Rückkopplung und müder Performance. 

Der Abend hatte sich glücklicherweise schon allein wegen den immer guten Locals Minus Youth und dem metallischen Brett Mass Worship gelohnt. Den Opener Hyenas hatten wir leider aus zeitlichen Gründen verpasst.

Hier gibt's Fotos von der Show im Juha-West.


Schlechte Laune in Dauerschleife. Die Nerven - "Fake" //Album-Rezension.

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Die Nerven. Eine Band aus Esslingen, vom Feuilleton über den grünen Klee gelobt und aus der fernen Sicht der Kunstpresse für den Mittelpunkt der Stuttgarter Szene gehalten. Die dreiköpfige Band bringt nun ein neues Album namens "Fake", wirkt damit erzwungen schlecht gelaunt - in Endlosschleife. Es mag vielleicht diese psychedelische Komponente in der Musik sein, die auf endlose Wiederholungen einiger Phrasen und Akkorde setzt - die bei vielen Kritikern zu zünden mag. Mich schläfert die ein, verstimmt mich sogar. Ein paar der Songs auf "Fake" haben den gewissen Biss, im Gegensatz dazu steht der Fakt, dass die anderen zu häufig dahinschwimmen und selten auf den Punkt kommen. "Niemals", der zweite Song auf der Platte und "Frei", der dritte im Bunde, haben Potential die Negativ-Hymnen des Jahres zu werden. Da trifft Sinnentleertheit auf Kante. Die bleiben hängen. Da ist was. An die anderen Songs erinnere ich mich jetzt, nach mehrmaligem Durchhören, …

Gefälliger, soulvoller EDM aus Stuttgart. Kwadi - "Lost In The Woods" //EP-Rezension.

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EDM, sprich Electronic Dance Music, ist jetzt nicht gerade der Fokus dieses Webzines. Aber wenn wir uns Musik mit Herz verschrieben haben, dann muss auch Kwadi gewürdigt werden. Seine Debüt-EP ist 22-Minuten-stark (fünf Songs, plus zwei Remixe),  beheimatet eingängige schöne Vocals über selbst-gebastelte Beats. Der Mensch mit Wurzeln in Accra, der Hauptstadt von Ghana und aufgewachsen in der Nähe von Stuttgart, hat irgendwo in seinem Blut dieses verdammte Rhythmusgefühl gefunden. Kwadi, der Autodidakt, hat seine Stimme vollends im Griff, setzt Beats und Effekte auf seiner EP "Lost In The Woods" bedacht und mit Feingefühl. Anspieltipp "No Regrets" und "Wrong Side Of My Head". Achtung: Ohrwurm, im positiven Sinne.
7/10 Punkte
Für Freunde von: Sohn, Kele, Alex Clare
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Mehr zum Künstler:
kwadi.de

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Kwadi Live:
14.7. - Sonnendeck Festival - Schwaikheim
26.7. - Kunscht 4.0 - Fernsehturm Stuttgart
28.7. - Kunscht 4.0 - Alte Kanzlei Stuttgart

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Ein schöner Abend mit Mahlstrom, Fights & Fires und Loose Suspense. Die Eindrücke vom "Mæander"-Tourauftakt in Stuttgart.

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Mahlstrom spielten am 11.4.2018 ihre erste Show zum neuen Album "Mæander" im Jugendhaus West in Stuttgart. Mit dabei waren die Stuttgarter Loose Suspense und die englischen Fights & Fires. Es war ein schöner Abend. Ein paar schwarz-weiße und bunte Lichtspiele gibt's ->hier in der Bildergalerie.

"WIE VIELE BILDER MÜSSEN HEUTE NOCH ENTSTEHEN? WENN ICH SELBST NICHT MERKE, WAS AN MIR VORÜBERGEHT?"

Deutsch-Emo mit Kante. Mahlstrom - "Mæander" //Album-Rezension.

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"Mæander". Lateinisch für Mäander. 1. ein Ornament oder 2. eine von vielen engen Schleifen eines Flusses. Ich weiß nicht was der Hintergedanke von Shammi, Jakob, Martin und Markus, der Band Mahlstrom, war - bei der Namensgebung ihres ersten Albums mit voller LP-Spielzeit. Ein Ornament ist allerdings so verwoben und vielschichtig in sich verschlungen wie das Leben selbst. Unüberschaubar-undurchsichtig. Undurchsichtig-unvorhersehbar ist auch das neue Album von Mahlstrom. Mit den Wurzeln im wirtschaftlich immer starken Großraum Stuttgart und den Fühlern in Hamburg, Norddeutschland und überall in der Welt, besticht der Sound von Mahlstrom durch eine nicht greifbare Eingängigkeit. Der Stimme von Frontmann Jakob gibt man mehr Raum als auf den vorgehenden EPs. Immer mal wieder nimmt einen eine Melodie mit. Sie trägt allerdings nicht durch. Man eckt an. Vor allem an den Lyrics, die durch Geschrei und Sing-Sang vorgetragen werden. Tiefsinnig, bemüht optimistisch - nicht unbedingt le…