Posts

Posts mit dem Label "Doom" werden angezeigt.

Phantom Winter krächzen auf „Sundown Pleasures“ von Hexen und dem großen Nichts. Noch dunkler ist nur statisches Rauschen.

Bild
Fast so düster wie das Album. Die Presseaufnahme von Phantom Winter . Foto:  Giulia (Instagram @hollow_roads)   Ein kurzer Schwank aus dem Leben. Zum vergangenen New Noise-Fest sind wir hauptsächlich wegen der japanischen Band COHOL und Phantom Winter gefahren. Das New Noise hat sich in den letzten Jahren immer stärker vom Hardcore verabschiedet, was auf der einen Seite ganz gut ist, immerhin hätten eben diese beiden Bands früher nicht ins Line-Up gepasst. Auf der anderen Seite wird es aber in einer der drei Locations ganz schön gruselig, wenn eine Pop-Punk-Band nach der anderen auftritt und zwischendurch GWLT spielen dürfen. Da ist es auch kaum verwunderlich, dass bei so manchen Bands plötzlich Leute im Publikum stehen, die zu langsamen, tiefen Parts in Songs die Hände in die Höhe strecken, am fiktiven Luft-Motorrad kräftig Gas geben. Oder eben ein Bier exen, während sie ihr Gesäß wenig sexy immer wieder nach vorne drücken. Wie gesagt, ganz schön gruselig. Besonders...

Perished Bodies: Planks verabschieden sich mit ihrem letzten Album ganz schön leise.

Bild
Planks. Eigentlich wollte ich das Review zur neuen und letzten Planks -Platte mit einem Schwenk der Abschiedsshow in Mannheim beginnen. So von wegen „vor drei Wochen stand ich noch trauernd im Mannheimer Jugendzentrum“. In der Tat ist das letzte Konzert inzwischen aber über neun Monate her – ganz schön lange und verdammt haben sich die Jungs Zeit gelassen, bis ihre Abschieds-LP veröffentlicht wurde. Ab dem 11. September 2015 ist „Perished Bodies“ dann endlich verfügbar und das letzte Kapitel der Band vollends abgeschlossen. Ein wahres Trauerspiel, gehörte die Band aus der Mannheimer Gegend doch zu den Urgesteinen der hiesigen, düsteren Musiklandschaft. Die Band war nie so richtig einzuordnen und mixte bunt Elemente aus Doom, Post-Rock, Hardcore und sogar Wave. Da gab es beispielsweise das grandiose Cover von The Cures „A Forest“, das die Stimmung des Originals perfekt aufgegriffen und auf eine eigenartig erfrischende Weise perfektioniert hat. Die genannten und bekannten Genre...

Phantom Winter und ihr Erstlingswerk Cvlt: Imposanter Genremix mit mächtig Wumms

Bild
Gehen bald mit Vollgas auf Tour: Phantom Winter Vespern wir die Sache direkt mal zu Beginn ab: Phantom Winter ist aus einigen Überbleibseln von Omega Massif entstanden. Ja, Omega Massif waren wirklich klasse. Trotzdem: neue Band, neue Songs, neuer Sound. Zeit für frischen Wind also und der wird mit Phantom Winter s erstem Album "Cvlt" wahrlich geboten. Eiskalter Wind sozusagen, damit wir den ersten Wortwitz auf den Bandnamen schon untergebracht haben. Wie klingt die Musik denn nun? Fies. Ganz schön fies und bitterböse. Phantom Winter liefern einen Mix aus Sludge, Doom, Hardcore und einer harten Kante Black Metal. Ziemlich viele Genre also, mit denen die Herren da um sich werfen, aber das machen sie mit Geschick. Während andere Bands in dieser Richtung zumindest noch ein klein wenig Hoffnung einstreuen, ist "Cvlt" aber durch und durch böse. Ein gutes Beispiel dafür findet sich im vierten und gleichzeitig einem der besten Songs der Platte: Avalanche Cities. Fa...