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Es werden Posts vom September, 2018 angezeigt.

Kalter Zigarettenrauch und tschechischer Dialekt. Hawelka - "Liebe oder Hass" //Album-Rezension.

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Hawelka. Die Band aus Stuttgart hat ihr Erkennungsmerkmal vor allem in der charmanten Artikulation von Frontmann Petr Novak. In gerauchtem tschechischen Dialekt erzählt er Bettgeschichten, zwischenmenschliche Ausnahmesituationen, und von eigenem Übermut. "Liebe oder Hass" ist mittlerweile das vierte Album, der drei Herrschaften aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Ungewöhnlich ist, neben der Sprachfärbung, auch der Einsatz von Orgel oder Tastenbass anstatt einer Bassgitarre. Anders als auf den früheren Veröffentlichungen werden, neben Psychedelic und Blues, auch härtere Töne angeschlagen. Man bekommt hier nun schon gar tanzbaren Indie-Rock, raubeinig und speziell. Ein bisschen so wie kalter Zigarettenrauch riecht. Unangenehm, erzählt aber meistens von einer guten Nacht. Eine Mischung konträrer Gefühle. Wie ein zu starker Kaffee im namensgebenden Wiener Kaffeehaus Hawelka, garniert mit einer Stange Kippen und einem guten Schluck Whiskey. Sicherlich nicht jederman…

Düsterer als zuvor und sich streckend ins Ungewisse. Thrice - "Palms" //Album-Rezension.

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Thrice. Eine Band aus Kalifornien, die immer auf der Suche ist. Kein Album klingt wie das Nächste. So auch "Palms". Das neue Werk von Dustin Kensrue, Riley Breckenridge, Teppei Teranishi und Eddie Breckenridge. Lyrisch liegen die Stärken von "Palms" in dem erstaunlich verständlichen Konzept: Alle Wege sind offen, wir sind alle gleich, zusammen sind wir stärker, wir sind vereint in unserer Verschiedenheit. Mit diesen Ideen lässt sich jeder der zehn Songs einordnen, und debattieren. Die offene Hand, zu sehen unter anderem im Video zu "Only Us", passt da als Symbol perfekt, sowie die vielen Fingerabdrücke auf dem Cover von "Palms". Musikalisch bekommen wir auf dem neusten Album von Thrice, tiefe Gitarrenriffs, intensives Schlagzeug, mystischer Synth-Einsatz, verträumte klare Gitarren und ein breites Spektrum von Dissonanzen, Harmonien, Arschtritt und zurückgezogener Reflexion. Jeder Song kann für sich selbst stehen. Viele stechen heraus. "The …

Progressives Mega-Line-Up: Euroblast mit Monuments, Rolo Tomassi, Vola, Long Distance Calling, Crippled Black Phoenix vom 5. bis 7. Oktober in Köln.

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Wenn euch bei Bands wie Meshuggah, Devin Townsend, Animals As Leaders, Textures, Sikth die Alarmglocken im Kopf losgehn, dann solltet ihr auf jeden Fall Anfang Oktober nach Köln fahren. Denn dort findet zum 14. Mal das Euroblast Festival statt. Die oben genannten Bands spielen dieses Jahr zwar nicht da (hah, gecatcht!), dafür 42 andere bekannte sowie noch unbekannte Gruppen. Wer den Banner hier nicht entziffern mag, der kann unten schauen, da haben wir eine alphabetische Liste der Bands.



Los geht's sogar schon am Donnerstag, mit der Ignite Night im Club Volta. Ab 19:30 spielen dort die ersten Bands. Der offizielle Startschuss ist dann am Freitag in der Essigfabrig. Um 13:30 Uhr spielen dort Unprocessed und es geht dann im Wechsel zwischen Main- und Sidestage mit 5 Minutenpausen, jedoch ohne Überschneidungen bis um 1 Uhr nachts durch. Ebenso Samstag und Sonntag, Sonntags gibts ausserdem noch die (hab ich mir erzählen lassen) legendäre Aftershow Party. 

Noch ca. 3 Wochen, dann finde…