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Es werden Posts vom Juni, 2017 angezeigt.

Sonnenbrand geleckt, und rekapituliert. So war das Mannheimer Maifeld Derby im verflixten siebten Jahr. Jeder hat seine Highlights: hier sind die unseres Autoren.

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Nach so einem Wochenende ist es oft schwierig alles zu erinnern - das Erlebte in Worte zu fassen. Das Maifeld Derby hat auch im verflixten siebten Jahr ordentlich zur Schau gestellt worum es bei einem Musik-Festival geht. Nämlich um Musik. Mit dieser Prämisse hat Timo Kumpf, der selbst Musiker in der Band Get Well Soon ist, das Open-Air-Event in Mannheim vor sieben Jahren gestartet. So war auch das Wochenende vom 16. bis 18. Juni in diesem Jahr kuratiert mit feinster Musik. Da kann man schon einmal satt werden, und  auch sogar vergessen dass da am Anfang ein großartiger J. Bernardt die Palastzeltbühne eröffnete.


Eine der umtriebigsten deutschen Bands im modernen Hardcore: The Tidal Sleep mit ihrem aktuellen Album "Be Water".

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In ganz Deutschland verstreut, Mannheim, Karlsruhe, München, Berlin und Leipzig, schaffen es diese fünf Herrschaften trotz allem regelmäßig zu touren, und neue Musik zu veröffentlichen. So auch kürzlich die Platte "Be Water".

Das Album zeigt die Band nochmals reifer, und auch reicher an Facetten. Mehr Mut zur ruhigen Sekunde, als früher. Flächigere Gitarren mit schön Reverb und zeitweise sogar cleane Vocals bringen The Tidal Sleep mit diesem Album wieder weiter weg vom Hau-Ruck-Hardcore in Richtung Emocore. Besonders bemerkenswert sind schon im vierten Song "Sogas" der Gast-Gesang von Cándido von der spanischen Band Viva Belgrado aus Córdoba. Der Song kommt mit ungewohnten spanischen und englischen Vocals daher.

Elf Songs haben The Tidal Sleep zusammen geschnürt auf diesem Album "Be Water". Das Gesamtwerk fließt geradezu durch die Boxen. Ungefähr das Beste was Post Hardcore in Deutschland in letzter Zeit hervor gebracht hat. Unbedingte Empfehlung.




The Tid…

Hohlräume im Seelenleben? Minus The Bear füllen die mit Musik. Das neue Album "Voids" ist da. Das sechste Album der Band. Das erste seit fünf Jahren.

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Die vier Nordamerikaner sind Meister ihres Faches. So weit man Meister eines Fachs sein kann, das sich so schwer definieren lässt. Indie-Rock. Mit Emo- und Math-Rock-Anleihen. Der zurückgelehnte Sound von Minus The Bear aus dem Staate Washington, aus der Stadt mit dem lustigen Namen und der Space Needle, ist seit 16 Jahren ein ganz eigener unverkennbarer. Auch wenn dieser im steten Wandel steht, die Grundfarbe bleibt diese kalte Gelassenheit. Zwischenmenschliche Lehren und Hohlräume, Verarbeitet in Hymnen auf das soziale Scheitern. "Ooohoooo let me forget your name".


Letzteres Zitat stammt aus "Where Is The Boat?", dem fünften Titel auf der eben erschienenen neuen Platte "Voids". Musikalisch möchte ich die irgendwo zwischen "Planet Of Ice" und "Omni" einordnen. Griffige Rock-Riffs treffen auf Synth und Rhythmen, die fast hypnotisch in Wiederholung um die klare Stimme von Frontmann Jake Snider surren, und jeden Moment dramatisch ausbre…

#mimtival - wir posten am Wochenende direkt vom siebten Maifeld Derby in Mannheim - #maifeld17

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Auf unseren Kanälen: fb.com/myindiemind und twitter.com/myindiemind und auf Matthias' Instagram-Profil: instagram.com/matthiasromanschneider posten wir dieses Wochenende direkt vom siebten Maifeld Derby in Mannheim. Hauptsächlich Fotos und lustige Annekdötchen zu ein paar der Bands, die wir dort erhaschen.

Wir freuen uns auf Bands wie: MINUS THE BEAR + THE TIDAL SLEEP + AMERICAN FOOTBALL + DEAR READER + MODERAT + SLOWDIVE + BILDERBUCH + KATE TEMPEST + J BERNARD + SOMETREE + PARCELS + PRIMAL SCREAM + + +

Also checkt auf allen Plattformen regelmäßig den Hashtag: #mimtival


Gelungener Auftakt. Touché Amoré mit Swain unterwegs. Wir waren in Stuttgart Bad Cannstatt dabei. Hier sind die Bilder

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Die Herrschaften um Frontmann Jeremy Bolm sind hier in der Stadt, ach hierzulande, gerne gesehene Gäste. So war auch der Tour-Auftakt im Cannstatter Club-Cann recht gut besucht. Zwar gab's noch Tickets an der Abendkasse, aber der mittelgroße Jugendhaus-Komplex war dann doch gut ausgelastet. Die kleine Konzerthalle war recht voll am Abend.

Eröffnet wurde das Ganze schon um 20 Uhr von den Niederländern Swain. Griffiger Grunge-Revival mit einer guten Ladung 90er-Nostalgie. Das war schon sehr gut, was die Wahl-Berliner da auf's Bühnenbrett brachten. Musikalisch irgendwo zwischen Nirwana und Make Do And Mend. Vom Look her, der Sänger zumindest, irgendwo zwischen Kurt Cobain und Chad Kroeger (nicht böse gemeint, Herr Jesus).

War die Crowd bei der Supportband noch zurückhaltend, kamen die Mid-Zwanziger und Anfang-Dreißiger im Raum bei Touché Amoré recht schnell auf Betriebstemperatur. So wurde fleißig getanzt, gemosht, gestagedivt und (um den Anglizismus zu vermeiden:) mitgesungen.