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Es werden Posts vom April, 2015 angezeigt.

Tourauftakt in Stuttgart. The Love Bülow Ende April im clubCANN. Ein Gehhintipp.

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Für Leute, die eine Vorliebe für Indie-Musik mit poetischem Sprech-Gesang haben, sind The Love Bülow ein ganz angenehmes Schmankerl. Wem das Video oben gut reinläuft, und nicht zu viel Pop ist, der sollte die Berliner am Donnerstag den 30. April im clubCANN in Stuttgart-Bad Cannstatt anschauen gehen. Als Support kommen The Emma Projekt mit. Mehr Infos zur Show gibt's ->hier, bei der Seite des CANN.

Weitere Termine der Deutschland-Tour gibt's nach dem Knick.

Ein dunkler Sturm zieht auf: Wiegedood mit ihren Erstlingswerk De Doden Hebben Het Goed.

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Oathbreaker! Amenra! Rise and Fall! Alles geil, alles belgisch und jetzt mit einem neuen Nebenprojekt. Drei Musiker der genannten Bands haben zusammengefunden und ein weiteres Projekt am Start. Nein, nicht Church of Ra, sondern Wiegedood. Das Albumcover lässt schon mal auf die schönen satanischen Holzbasteleien aus True Detective hoffen und in der Tat geht es im Erstlingswerk ganz schön böse zu. Wie "De Doden Hebben Het Goed" sich so anhört, haben wir schon mal ausgekostet.

Mit Wiegedood rückt eine harte Kante im Black Metal an Auf ihrer ersten Platte haben sie vier Songs, die knapp 40 Minuten Spielzeit einnehmen. Musikalisch lässt sich das am ehesten mit Oathbreaker vergleichen, geht aber noch weiter in Richtung Black Metal. Geboten werden harte Blast Beats und Riffs, die sich über mehrere Minuten ziehen und zum Exzess wiederholt werden. Auf einen Bassisten hat das Trio verzichtet, was an mancher Stelle doch etwas schade ist. Aber auch so wird ein sattes Klangbild geliefer…

Wie der Post-Millenium-Sound sein Revival feiert und immer noch die Spät-Teens begeistert. Man Overboard, Moose Blood und Roam. Live im JuHa-West, STGT.

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Es ist witzig. Es sind die selben Bewegungen auf der Bühne, so auch vor der Bühne, die selben Klänge, die selben Inhalte, das selbe Publikum. Nur  ungefähr 15 Jahre später. Moose Blood, Man Overboard und Roam, drei Bands die aktuell zusammen touren und Emo-Punk spielen.

Die Drei waren am Sonntag zusammen in Stuttgart zu Gast.

Allesamt junge Bands. Weit nach dem Millenium gegründet. Alle spielen heute einen Sound, der vor gut 15 Jahren einmal seinen Zenith erreicht hatte. Bands wie Taking Back Sunday verschwanden von den großen Bühnen in der Niesche. Aus der jetzt die jungen Bands entspringen. Vorwiegend aus England kommt diese Gangart nun. Ein Post-Millenium-Revival.

Man Overboard aus den USA, irgendwo New Jersey, Headliner der Tour spielen dann eher Blink 182 nach. Okay bisschen Sunny Day Real Estate ist da auch dabei. Gleiche Zeit. Gleiche Musik, die wir damals als Mid- und End-Teenager selbst gehört haben.

Vieles davon langweilt heut zu tage doch schnell. Alles schon mal gehört. …

Fünf Jahre nach dem schönen "Auftakt" kommt der Schluss. Reznik Syndrom kündigen Abschied an.

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Jetzt ist's auch mal offiziell raus. Insgeheim munkelte es ja schon ein paar Wochen um nicht zu sagen Monate. reznik syndrom geben am 14.5. (sicherlich irgendwo im Raum Stuttgart / Ludwigsburg) ihr allerletztes Konzert. Nach fünf Jahren ist somit Schluss. Dass wir aber alle nicht nur traurig drüber sind, wird das dann mit argos., We Had A Deal und Mahlstrom als Quasi-Familienfete gefeiert.

Retrospektiv betrachtet war das eine schöne Zeit mit dieser Band.

reznik syndrom - "Auftakt" 2011
"Die Musik auf dem facettenreichen Debüt erzählt von der persönlichen Suche, nach Sinn und Lebenswertem. Die starke, emotional getragene Struktur des Gesamtwerks hinterlässt den Hörer, nach leichtem Grübeln, immer mit einer positiven Einstellung. Ausdrucksvolle lyrische Bilder werden kraftvoll vom Sound zwischen Post-Rock und Hardcore unterstützt und tragen viel zur Stimmung der Platte bei.

...und gerade deshalb sprechen Reznik Syndrom eine ganz menschliche Seite an…

Red Apollo lassen mit ihrer Platte "Altruist" ganz tief ins Dunkel gaffen.

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Wer in den letzten Jahren ein wenig auf Hardcorekonzerten unterwegs war, dürfte den Namen Red Apollo schon öfter gehört haben. So waren die Herren aus Dortmund beispielsweise mit unseren Stuttgarter Freunden von Mahlstrom auf Tour und haben sich seit ihrer Gründung im Jahr 2011 durchaus einen Namen gemacht. Nach der ersten Platte vor drei Jahren und einer Reihe von Splits mit Gottesmorder, Sundowning und Withers kommt jetzt endlich wieder neues Material.
"Altruist" nennt sich die Platte und bietet mit den insgesamt zehn Songs fast eine Stunde lang frisches Material. Geboten werden schöne, langgezogene Melodien, die durch brachiale Parts mit Black-Metal-Anlehnen unterbrochen werden. Musikalisch und gerade im Gesang könnte man die Band gut mit Alaskan oder Light Bearer vergleichen, wobei Red Apollo ihren ganz eigenen Kniff einbringen.
Da gehen die Songs gerne mal acht Minuten und leiten fünf Minuten lang auf ein grandioses Finale hin. In unserem Lieblingssong Heaven’s Street …

Grüße von der schwedischen Hardcore-Elite: No Omega mit neuer EP Occupants

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Nachdem No Omega ihre dritte Platte "Shame" im Jahr 2013 veröffentlicht haben, ging es für sie steil bergauf. Es folgte eine große Europatour mit Touche Amore und Birds in Row, in wenigen Wochen geht es zudem wieder auf Tour. Das Album war gut, keine Frage. Aber dennoch hat man der Band angemerkt, dass sie noch ein wenig Zeit benötigen, bis sie den eigenen Stil vollends gefunden und perfektioniert haben. Mit ihrer aktuellen EP "Occupants" drehen sie den Spieß gehörig um: Man könnte fast meinen, dass die Bands in den letzten zwei Jahren nur noch diese Songs ausgetüftelt hat, dermaßen reif und durchdacht erscheint die neue Musik.

"Occupants" umfasst fünf Songs, die eine Spielzeit von knapp 17 Minuten ausmachen. Dabei geht es mit einem der besten Lieder direkt los: Passing. Ohne uns groß auf die neue EP einstellen zu können, werden uns mit einem ungeheuren Druck und Tempo die Ohren weggedonnert. Kurz darauf setzt der kraftvoll-kehlige Gesang des Sängers ein…

Phantom Winter und ihr Erstlingswerk Cvlt: Imposanter Genremix mit mächtig Wumms

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Vespern wir die Sache direkt mal zu Beginn ab: Phantom Winter ist aus einigen Überbleibseln von Omega Massif entstanden. Ja, Omega Massif waren wirklich klasse. Trotzdem: neue Band, neue Songs, neuer Sound. Zeit für frischen Wind also und der wird mit Phantom Winters erstem Album "Cvlt" wahrlich geboten. Eiskalter Wind sozusagen, damit wir den ersten Wortwitz auf den Bandnamen schon untergebracht haben.

Wie klingt die Musik denn nun? Fies. Ganz schön fies und bitterböse. Phantom Winter liefern einen Mix aus Sludge, Doom, Hardcore und einer harten Kante Black Metal. Ziemlich viele Genre also, mit denen die Herren da um sich werfen, aber das machen sie mit Geschick. Während andere Bands in dieser Richtung zumindest noch ein klein wenig Hoffnung einstreuen, ist "Cvlt" aber durch und durch böse. Ein gutes Beispiel dafür findet sich im vierten und gleichzeitig einem der besten Songs der Platte: Avalanche Cities. Fast dreißig Sekunden lang werden wir mit harmonischen Me…

Eine Split von Orbit The Earth & Tidal Sleep: Altbekannt und doch enttäuschend

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Wenn eine deutsche Band seit ihrer Gründung im Jahr 2011 in aller Munde ist, dann ja wohl Tidal Sleep. Die Band ist zusammengesetzt aus Mitgliedern von Bands wie Man The Change und Trainwreck und zog zuletzt beispielsweise mit Funeral For A Friend, Boysetsfire oder den Screamo-Göttern von The Saddest Landscapes durch Europa. Mit den Kollegen von Orbit The Earth haben sie über This Charming Man nun eine Split-EP veröffentlicht, die satte acht Songs umfasst. Jeweils drei neue Songs pro Band und als besonderes Schmankerl je eine Coverversion der anderen Band. Klingt gut! Geht nur nicht so ganz auf.

Die erste Hälfte nehmen dabei die Songs von Orbit The Earth ein. Und was sollen wir sagen: Das sind Orbit The Earth, wie man sie nun einmal kennt. Einigermaßen sphärische Klänge, Riffs, die einem doch irgendwie bekannt vorkommen und der Singsang, den man von vorhergehenden Releases der Band kennt. Insbesondere der Coversong hat es schließlich in sich. Die Band hat sich für einen der ersten So…

...ich glaube heute nichts.