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Es werden Posts vom Februar, 2013 angezeigt.

Where have we lost each other? Minutes From Memory mit neuer EP namens "Life Portrait".

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Minutes From Memory sind in Ludwigsburg eine fest gesetzte Nummer wenn es um alternative Musik geht. Seit 2004 bringen sie stets neue Werke unter die geneigten Hörer. Immer in Eigenregie, und stetig mit zunehmender Qualität.

"Life Portrait" ist die neue EP der Band um Frontfrau Marta. Im laufe der Zeit haben Minutes From Memory ihr Klangspektrum verfeinert und erweitert. Von früheren Nu-Metal-Einflüssen ist nichts mehr zu spüren. Nun steht starker Screamo und Emocore seit einiger Zeit im Vordergrund. Mit ihrer neuen Platte erweitern sie das Bild trotzdem erneut und finden über beeindruckende Post-Rock-Elemente zu neuer Tiefe, und packenden Einbrüchen zwischen den mitreisenden Gesangspassagen. Stimmlich gesinnt sich zum emotionalen Gesang eine fiese fauchende Schreistimme, die alles Unrecht in diesem Leben an den Pranger stellen will. Mächtigstes Werk der Bandgeschichte ist das geniale "Nothing In This Wold", das zwischen Brutalität, purer Energie und verhaltener Na…

Großes Release-Feschtle in der Stuttgarter Hardcore-Szene. Freitag ist Mahlstrom Release im JuHa West. Mit dabei Reznik Syndrom, Amber und French Nails.

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Am Freitag, 1. März, veröffentlichen Mahlstrom ihre zweite EP "Nach dem Stillstand". Dazu gibt es am selben Tag eine schöne Release-Show im Stuttgarter JuHa-West. Die Hardcore-Band mit ihrer emotionalen Arschtritt-Kante hat dann die neue Platte auf Vinyl und reichlich Merch im Gepäck.

Mit dabei sind die befreundeten Reznik Syndrom, die live darüberhinaus ausschließlich neue Songs von deren kommenden Platte präsentieren wollen. Weitere Supports sind die großartigen Amber und French Nails.

Die Bands werden in dieser Reihenfolge auftreten: 20:30 Uhr: French Nails - 21:15 Uhr: Amber - 22 Uhr: Reznik Syndrom - 23 Uhr: Mahlstrom

Weitere Info: Facebook-Event.

Der Abend Beginnt um 20 Uhr. Eintritt kostet schlappe 5 Euro.

Nach dem Stillstand by Mahlstrom

Lust auf eine illustre Höhlenerkundung? Diese Höhle spricht sogar mit euch. Game-Tipp: The Cave.

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Für Fans alter Abenteuer-Spiele wie Monkey Island und Maniac Mansion ist Ron Gilbert, der Schöpfer besagter Point-And-Click-Knobeleien quasi ein Gott. The Cave ist sein jüngstes Werk. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein klassisches Adventure-Spiel. Das spiel wird eher wie ein zur Seite scrollendes Hüpfspiel á la Mario gesteuert. Im Herzen pocht jedoch das typische Spielgefühl eines  Monkey Island, mit seinen seltsamen Charakteren und den teilweise recht kniffeligen Rätseln.

Das Spiel wurde bei Double Fine Productions erstellt und liebevoll designt. Die in San Francisco ansässige Indie-Game-Schmiede zeichnete sich unter der Leitung von Kreativkopf Tim Schafer in der Vergangenheit immer wieder durch abwechslungsreiche und charaktervolle Spiele aus. Bekannte Titel sind Psychonauts und Brütal Legend mit Jack Black in der Hauptrolle.

Im Vergleich zu den eben genannten Titeln ist The Cave sicherlich wieder eher ein kleineres Spiel. Aber dabei ist es mit so viel Charme und Wieders…

Neuigkeiten aus und für Stuttgart. Weggehen!

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MY INDIE MIND hat an diesem eisigkalten Freitagabend ein kleines Sammelsurium davon, was dieses Wochenende möglicherweise Spaß bereiten könnte.

Im Württembergischen Kunstverein startet heute um 19 Uhr mit dem Grand Opening eine Ausstellung von Werken des Stuttgarter Künstlers Platino. "Die Ausstellung Platino. Flechtwerke und Fliehkräfte beleuchtet die widerständigen Potenziale, die Platinos Werk [...] im Hinblick auf seine institutionskritische Haltung [...]. Es geht um die von ihm erschlossenen, gleichermaßen ästhetischen wie politischen Handlungs- und Ereignisräume, die zwischen Kunst und Leben, Privatem und Öffentlichem, Bild und Raum angesiedelt sind und die einen permanenten Prozess der Neubestimmung und Neuverortung von Kunst und Nicht-Kunst, Werk und Betrachter, dem Gewissen und Ungewissen in Gang setzen."

Weitere Informationen: Württembergischer Kunstverein Stuttgart
Vom 23. Februar bis 5. Mai 2013. Eintrittspreise: 5€ und 3€ ermäßigt. Offen: Di, Do - So: 11:00 - 18…

Steht ihr auf dieses "Unterwegs"-Gefühl? The Hunters kündigen große Europatour an.

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Wenn euch der bloße Gedanke ans Unterwegssein, Losfahren, einfach raus von hier, schon das Wasser im Mund zusammen laufen lässt, solltet ihr euch The Hunters live anschauen. Diese Band aus Quebec atmet dieses Gefühl förmlich. Das verspürt man im Song "Van Party Forever" richtiggehend.

Die Tourdaten lauten wie folgt:

Ein paar Briten tun wie echte real raw american Rocker. Fights And Fires mit "We Could All Be Dead Tomorrow" auf Tour.

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Immer schön den Rock-N-Roll am Gashahn der imaginären Harley. Fights And Fires machen ziemlich auf dicke Hose. Machen ziemlich amerikanischen Southern-Rock-N-Roll inspirierten Hardcore-Punk. Mit "We Could All Be Dead Tomorrow" toben die Briten aus Worcester sich zwischen Cancer Bats, Every Time I Die und Maylene And The Sons Of Disaster aus. Aber alles nur Fassade? Und billige Kopie?

Alles was die vier Briten auf ihrem im Februar erschienenen Album anbieten ist ein Spiel zwischen gedrosseltem Rock-N-Roll und dampfhämmerndem Southern-Hardcore. Mit rasselnder Stimme im Anschlag der Kehle, und immer wieder einem coolen Hook walzen die vier mit ihrer illustren Ansammlung aus Bärten im Gesicht und ihren quasi durchgeladenen Instrumenten gerne mal einen Highway runter. Einen Highway im Kopf. Ein fettes Motorrad unterm Hintern. Wieder nur im Kopf. Das Kopfkino geht ganz schnell los, wenn man Musik wie jene von Fights And Fires hört. Da kommt sich gleich der letzte Loser wie der gr…

Käfer K - "zu verwerfende Pläne". Deutsch-Emo in Bestform.

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Wenn man einen Song um die Bauanleitung eines Lego-Monstertrucks spinnt, kann man entweder sehr lustig sein, oder ein Meister in Sachen Metaphorik und der Analogie. In erster Linie unterstelle ich der Band Käfer K aus Münster nun erst einmal einen gesunden Sinn für Humor.

Der Opener ihrer zweiten und neuen Platte "zu verwerfende Pläne" schildert in gewitzter und gar dramatischer Weise das zusammenstecken eines Lego-Baukastens. "Der feste Stein ein Griff, die Hände sind zu schwach. / Der feste Stein ein Biss, auf den Kiefer ist verlass." Und schon erinnere ich mich auch meine Lego-Steine mit den Zahnabdrücken. Diese Zeilen werden zudem in feinstem 90er-Jahre-Emo der Vereinigten Staaten und logischerweise auf deutscher Sprache vorgetragen. Gesanglich gehen beide Stimmen angenehm chaotisch mit der deutschen Sprache um. Oft sind deutsche Texte zu akkurat ausgesprochen, und passen sich nicht richtig in die Musik ein. Bei Käfer K klappt das. Musikalisch erinnert die Ban…

Bedfellows? Interview mit Jamie McDonald, Gitarrist der britischen Band Bastions.

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Depression, Wut und Hass? Ich habe mich zur Veröffentlichung der neuen EP "Bedfellows: The Bastard Son" mit Jamie McDonald, dem Gitarristen der britischen Modern-Hardcore-Band Bastions unterhalten. Im kurzen Interview spricht Jamie darüber, wie Bastions ihre Songs schreiben, und wo sie den Stoff ihrer Geschichten her bekommen. Denn die Songs auf Platten wie "Hospital Corners" und "Bedfellows" erzählen allesamt unterschiedliche Episoden, und Eindrücke des Lebens.


Abseitige Orte, mitten in Stuttgart. Photoausstellung von Helmut Hirler in der VHS, noch vier Tage.

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Der Photograph Helmut Hirler sammelte eine Reihe spannender Impressionen von den abseitigsten Orten der Welt. Bilder die von vergangenen Zivilisationen erzählen und einem über das Schmunzeln und Staunen hinweg zum Nachdenken bringen. Die Photos sind auf Hirlers Reisen um die Welt entstanden, beispielsweise in Chile wo er 1995 ein ausgemustertes Flugzeug fand und ablichtete.

 Die wirklich sehenswerte Ausstellung läuft in der VHS in Stuttgart aktuell zum ersten Mal in Deutschland. Noch bis zum 24.2.2013 können die Motive dort betrachtet werden. Ein Besuch lohnt sich.

vhs-photogalerie Stuttgart.

(TREFFPUNKT Rotebühlplatz, Rotebühlplatz 28, 3. und 4. OG)

Geöffnet: Montag - Samstag von 08.00 - 23.00 Uhr. Sonntags von  09.00 - 18.00 Uhr.

Weitere InformationenKunst in der VHS Stuttgart.

I Am Heresy. Dieser niemals-alternde Nathan Gray.

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Von I Am Heresy hat man ja vor allem brutalsten und simpelsten Grind-angehauchten, metallischen Hardcore erwartet. Das daraus entstandene Debütalbum hat nun aber doch eine ganze Schippe Punk mit an Bord.

Nathan Gray, seines Zeichens Charakterkopf der fast schon legendären Emocore- und Post-Hardcore-Band Boysetsfire, hatte wie so oft mal wieder Lust eine Band zu Gründen. Nachdem sein Ersatz-Vehikel The Casting Out wieder einschlief, als Boysetsfire offensichtlich aus dem Koma erwachen sollte war dem niemals alternden Vater ein Brainchild namens I Am Heresy schon so lieb geworden, dass er kurzerhand seinen Sohn Simon Gray mit in die Idee einspannte. Grund dafür war dessen Riffing bei der Band The May 4th Massacre. Dazu nahm er zum Songwriting noch den Sohn von Boysetsfire-Kollegen Joshua Latshaw, nämlich Jonah zur Hand. Und so entwickelte sich die eigenartige Generationen-Kooperation. Mit den Brüdern Jay and Crumbs Konieko von The Dead And Gone in der Rhythmus-Sektion standen schnell di…

Die neue EP von Bastions genau gehört. "Bedfellows: The Bastard Son".

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Nach zwei hierzulande eher unbemerkten EP-Veröffentlichungen brachte, das Debütalbum "Hospital CornersBastions auch auf dem europäischen Kontinent die zustehende Aufmerksamkeit. Neben unendlichen Meilen im Tourbus haben die Waliser seit dem aber auch ihre Lebenszeit im Letzten Jahr intensiv im Proberaum genutzt und neue Songs einstudiert. Den ersten Teil der neuen Ausgeburten veröffentlichen sie nun auf der Twelve Inch "Bedfellows: The Bastard Son". Die EP ist der erste Teil von zweien. Darauf bekommen wir die von Bastions angezettelte verquere Hardcore-Kost in vier beeindruckenden Stücken serviert.

Der Opener, "Pallor", der auch ein Intro sein könnte bauscht sich über zwei Minuten auf und ebnet den Weg für die zwei folgenden Titel. "With Love" und "Life Less Lived" gehen beide unmittelbar ohne großes Geplänkel los, preschen nach vorne, ohne Kompromisse. Dabei gehen Bastions nun ein wenig eingängiger vor als noch beim Vorgänger. Jed…

Disembarked. Neue Musik aus Stockholm. Schweden und ihre Meisterschaft im Screamo.

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Schweden und Screamo scheint einfach immer noch zusammen zu passen. Nach den Genre-Pionieren Refused kommen immer mal wieder erstaunliche Künstler aus dem skandinavischen Land. Disembarked schlagen mit ihrem Post-Hardcore zwischen Emocore und Screamo ungefähr in die Kerbe von US-Kollegen Pianos Become The Teeth und könnten ganz gut auf der aktuellen Welle mitreiten. Und das ganz weit oben.

Natürlich ist das kein neuer Sound, aber gerade der Fakt, dass Emocore heute wieder so klingen kann wie er einst aufkam, fühlt sich schön heimelig an. Disembarked spritzen darüberhinaus ein paar moderne Post-Rock Nuancen in den Klangteppich. Alles gängige Zutaten, gut verrührt in einer schicken Produktion.

Der Song "Bewildered" gilt als Vorbote zur kommenden EP "I Do Nothing but Regret the Fact That I Left". Die EP erscheint am 22. April 2013 via Dog Knights Productions als Seven Inch Vinyl. Freunde von ehrlichem Screamo und Emocore können sich mit dem folgenden Musikvideo schon…

News aus Stuttgart mit Minutes From Memory und One Billion Rising.

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Diese Woche fanden wir bei MY INDIE MIND, wenn wir es genau nehmen, zwei in sich verschiedene Dinge erwähnenswert. Zunächst einmal war gestern an diesem V-Tag die große weltweite Flash-Mob-Aktion One Billion Rising zu Gange. Die eine Milliarde steht für jede Frau die weltweit in ihrem Leben  Gewalt erfahren muss, oder leider sogar misshandelt wurde. Laut dem Aktionsbündnis One Billion Rising erfährt jede dritte Frau in ihrem Leben mindestens einmal Gewalt, oder wird Opfer eines Gewaltverbrechens am eigenen Leibe. So war gestern der vermeintliche Tag der Liebe gezeichnet vom friedlichen Protest der Frauen gegen die Gewalt am vermeintlich schwächeren Geschlecht. In Stuttgart versammelten sich daher eine ganze Menge Menschen, Weiblein und Männlein um friedlich zu demonstrieren. ->Hier habe ich ein paar Fotos zur Aktion am Marienplatz gefunden.

Das zweite durchaus erwähnenswerte Thema sind die neuen Songs der Ludwigsburger Post-Rock und Emocore Band Minutes From Memory. Die Band umwir…

Fernsehen, schaff dich ab. Von On-Demand-Geglotze und der stillen Renaissance des Musik-Fernsehens.

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Das Internet hat so einiges möglich gemacht. Dabei war die Technik der konservativen Industrie bisher immer einige Schritte voraus. Nur durch clevere Hacker, beziehungsweise private Programmierer konnten Medieninhalte fast in Echtzeit auf der ganzen Welt verteilt werden. Über sogenannte illegale Tauschbörsen verbreitete sich seit Ende der Neunziger so ziemlich alles global im Internet. Von Seiten der Wirtschaft und Großindustrie wurde immer wieder versucht da ein Keil vor zu schieben. Seit noch nicht all zu langer Zeit versucht die alteingesessene Medienlandschaft das Internet nun doch endlich als große Chance aufzufassen. Dank dieser Entwicklung kann nun immer mehr Fernsehprogramm und darüberhinaus, zeitunabhängig, anschlussunabhängig von überall aus genossen werden.

Smart-Fernseher, TV-Apps und Konsorten.

So gehört es mittlerweile dazu Endgeräte an den Mann zu bringen, die Internet-Fernsehen unterstützen. Smart-TVs heißen nur Smart, weil sie eben internetfähig sind, und durch instal…

Gallops. Instrumental zwischen tanzbarem Elektro und Post Rock. "Yours Sincerely, Dr. Hardcore".

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Gallops sind eine experimentierfreudige Insturmental-Band aus einem Ort namens Wrexham in Wales. Nach zwei hierzulande mehr oder weniger unbemerkten EPs kommen sie vom Math-Rock mit ihrem ersten Album "Yours Sincerely, Dr. Hardcore" immer tiefer in die Gefilde elektronischer Spielereien.

Persönlich bevorzuge ich ja eigentlich Bands mit Gesang, beziehungsweise Songs mit Texten über die ich mir Gedanken machen kann oder über die ich mich auslassen kann. Gallops sind da wieder mal so Kandidaten, die einfach nur ihre Musik sprechen lassen. Diese spricht nicht gerade Bände, aber sie ist durchaus ansprechend. Sie schlagen in gewisser Natur in eine ähnliche Kerbe wie 65daysofstatic, sind aber nicht annähernd so treibend oder peitschend, besinnen sich eher auf einen coolen Groove, der über einprägsame Melodien getragen wird.

Ihre Musik strotzt da eben vor Rhythmik und Gitarrenmelodien die man schon mal morgens unter der Dusche nachsummen kann. Ein cooles Schlagzeugspiel taucht dann …

Stuttgart wie es friert und lacht. Neuigkeiten aus und für die Region.

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Ich werd' närrisch! Es schneit, es regnet, dann schneit's wieder die liebe lange Zeit. Draußen laufen komische Leute mit Glocken und bunten Klamotten rum, und es ist einfach ein Sauwetter. Und trotzdem hat Stuttgart Neuigkeiten für uns. MY INDIE MIND hat mal wieder sondiert.

Neues aus der Musik.

Gestern hab ich sie besprochen, heute könnt ihr sie im Netz hören. Ist jetzt kein illegaler Leak, den ich zu verantworten hab. "Nach dem Stillstand" die neue EP unserer lieben Zeitgenossen von Mahlstrom steht ->hier im kostenlosen, legalen und artgerecht gehaltenen Stream bereit.

Seit einer kurzen Woche sind Mindead, die unendlichen Nu-Metal-Verfechter aus Ludwigsburg und so, wieder eine ganze Band. Zwei Gitarren, ein Bass, ein Schlagzeug, ein Mic. Die zweite Gitarre ist neu. Davor war diese Position lange unbesetzt, nachdem die Band sich vom ehemaligen zweiten Gitaristen verabschiedet hatte. Und ->so freut sich die Band. Schlagzeuger Benjamin Hölle und Frontmann Timo F…

Der Mahlstrom dreht sich weiter. So klingt die zweite EP der Schwaben. "Nach dem Stillstand".

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Mahlstrom sind eine vierköpfige Band aus dem schwäbischen Strohgäu. Mit ihrem Sound müssen sie sich vor den Großen der Republik aber kaum verstecken. Außerdem lernt Frontmann Jakob in Lüneburg beim Studieren im hohen Norden sicherlich astreines "Hochdeutsch". In ein bisschen weniger als einem Monat veröffentlichen die vier Kumpeltypen ihre zweite EP. Diese heißt "Nach dem Stillstand".

Innerhalb von nur einem Jahr zwischen der Veröffentlichung ihres Debüts "Heimwärts" und ihrem zweiten Wurf hat die Band offensichtlich eine ganze Latte Erfahrungen sammeln können. So klingt die neue EP selbstbewusster, verspielter und gleichzeitig metallischer aber auch getragener als der sehr ungestüme Vorgänger. So hat die Platte einige der unterschiedlichsten, gängigen Facetten zu bieten. Mahlstrom schaffen es trotzdem in ihrem Sound das gewisse Alleinstellungsmerkmal unter zu bringen. Wie, ist schwer zu sagen. Neben dem Faktum, dass "Im Übrigen bin ich der Meinung, …

Kleine Unterhaltung mit Alive At Last. Die Norddeutsche Post-Hardcore-Band spricht über Album, Freunde und Musik.

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Alive At Last sind eine Norddeutsche Post-Hardcore-Band, die kürzlich auf eigene Faust, in bester diy-Art, ihr erstes Album mit voller Länge veröffentlichte. Weil uns die Platte, die nur den Band-Namen trägt, so gut gefällt haben wir uns mit den netten Kerlen mal unterhalten. Dabei bekommt ihr einen guten Einblick in das, was hinter so einem Musikwerk steckt, wenn man keinen großen Geldgeber im Rücken hat.

Alive At Last sind Seb beim Gesang, Marv an der Gitarre, Hans an seiner Gitarre, Breuni am Schlagzeug und Viktor am Bass.

"Monochrome". Die zweite von Back At Sea. Sinnsuche als Konzept.

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Wenn die Welt um einen herum ständig ins Wanken gerät, zusammenbricht und man sich dabei ertappt in den Trümmern einen Sinn zu finden, kann die gefundene Erkenntnis im schlechtesten Falle ein zerfetzendes Erlebnis sein. "Monochrome" von den Gießenern Back At Sea ist eine Konzept-EP mit vier Songs, die sich mit dem Phänomen der Sinnsuche, wider der inneren und äußeren Dämonen befasst.

Mit "Monochrome" beschreiten die fünf Hessen neue Pfade. War ihre Debüt-EP noch ziemlich eindeutig eine Post-Hardcore-Platte, spielt jetzt moderner Hardcore eine wesentliche Rolle im Sound von Back At Sea. So gibt es keinen Emo-Gesang mehr, und werden die Vocals von schrillem, teils quiekendem Geschrei dominiert. Man kennt solche Screams in der Hardcore-Landschaft durchaus, doch sind sie immer ein wenig abseitig. Sie zerreißen manchmal dem Hörer fast die Ohren, dem Schreihals wohl die Lungen und haben die Eigenart die Nackenhaare stramm stehen zu lassen. Letzterer Effekt tritt im Fall…

Konzert-Ausblick für Stuttgart im Februar.

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Am Ende eines Monats im langsam anlaufenden Jahr gibt es nun Grund genug zu schauen, was im nächsten Monat in Stuttgart an Konzerten so geboten wird. Hier ein leicht ausgewählter, kleiner Überblick an möglichen Schmankerln.


03.02.2013 - TV Noir Konzert: Enno Bunger & Me And My Drummer, Wagenhallen
06.02.2013 - Sechs Jahre Keller Klub: The Jerks, Keller Klub
15.02.2013 - Talco, Loaded und Support, Universum
15.02.2013 - Dead Harts, Wasted Bullet, Choking On Illusions, Loner, JuHa-West
16.02.2013 - Ich Kann Fliegen, SofaRock, Luis und Laserpower, Club Zentral
20.02.2013 - Tusq, Goldmarks
21.02.2013 - Hurricane Dean, Zwölfzehn
21.02.2013 - Glasperlenspiel, Universum
23.02.2013 - Coppelius, Club Zentral
25.02.2013 - Dacia Bridges, Barcode
26.02.2013 - Harmful mit Flo von Sportfreunde Stiller, Zwölfzehn
28.02.2013 - Eko Fresh und Massiv, Universum

Verlosung:
Zur Show von Hurricane Dean am 21. Februar kann ->hier ein(e) Glückliche(r) noch bis Mitte der kommenden Woche einmal für zwei …

Light Years mit Lower Lands und Life.Story zu Gast in Stuttgart. Definiere kleine Show.

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Es sind so Tage da kann einem ein gutherziger Veranstalter irgendwie leid tun. Vergangenen Donnerstag stand im JuHa-West eine nette kleine Punk-Rock-Show an. Doch irgendwie wurde sie ein bisschen kleiner, als erhofft. Als Light Years, Lower Lands und Life.Story in Stuttgarts Westen spielten  schauten so grob geschätzt 25 Leute zu. Das lag definitiv nicht an der Qualität der Location, oder der Bands. So definiere man mal kleine Show neu.

Es kann schon mal schwer sein an einem Donnerstagabend in Stuttgart, die manchmal verwöhnte Szene zu bewegen. Shows gibt es im Ländle sicherlich nicht zu wenige. Gerade der Faktor kam am Donnerstag eben dazu. Knapp einen Kilometer Stadteinwärts fand ein weiteres Konzert statt, für freien Eintritt, in einen momentan ganz schön angesagten Club. Das sorgte dann wahrscheinlich dafür, dass sich nur vier PKW-Ladungen Menschen ins Jugendhaus-West verirrt hatten. Die Stimmung war trotzdem irgendwie gut. Man nahm es halt mit Humor, Bands wie Besucher. Light Ye…

Johnnie Rook. Female-Fronted-Deutsch-Punk mit vermeintlichem Witz namens "Stimmungsgerät".

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Warum Female-Fronted und dann Deutsch-Punk? Das kann ich euch so erklären. Irgendwie klingen Johnnie Rook nicht unbedingt deutsch. Außer eben die gesungene Sprache. Die Musik könnte auch von der anderen Seite des Atlantiks kommen, nur das dann vor einigen Jahren schon. Dieses Album namens "Stimmungsgerät" klingt so irgendwie wie eine Mische aus Sum 41 und Luxuslärm, und okay, noch ein bisschen ältere Schule. Luxuslärm, ja, dieses nervige Gutmenschennümmerchen aus Hannover. Á la Du bist okay, ich bin okay, zusammen sind wir okayer.

Man möchte da jetzt nicht unbedingt einen falschen Eindruck vermitteln. Schlecht ist diese Punk-Scheibe aus Berlin zu Beginn eigentlich gar nicht. Und Titel wie "Kanonenfutter" gehen schon irgendwie gut klar. Aber auf die gesamte Länge, über die die Band immer mehr versucht lustig zu sein, und mal sowat von Berlin-Pankow raushängen lässt, nervt das Ding irgendwie. Die selten komische Kurzgeschichte gegen Ende des runden Silberlings setzt…