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Es werden Posts vom Oktober, 2013 angezeigt.

Funeral For A Friend am Sonntag in Stuttgart. The Tidal Sleep und Gnarwolves waren dabei.

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Es ist immer ungewohnt eines Sonntags die müden Knochen, zum letzten Ende der Woche, noch einmal vor die Tür zu schleppen. So muss es jedem Stuttgarter vergangenen Sonntagabend ergangen sein. Denn die Menschen, die wegen der Waliser Funeral For A Friend ins Universum am Charlottenplatz gepilgert waren, schienen allesamt müde und erschöpft von Arbeitswoche und Wochenende.

Wahrscheinlich bekiffte Gnarwolves schafften es da als Opener um kurz nach acht Uhr abends nicht so wirklich das Publikum aufzuwecken. Da halfen auch keine Antiwitze. Ein schlapperiges "untight" gespieltes Set brachte kaum Bewegung in den Laden an der U-Bahn-Halte. Dabei sind die Engländer doch fast schon heimisch in Stuttgart, bedenkt man die Häufigkeit ihrer Auftritte hier in der Stadt am Neckar. Aber selbst ihre Freunde in der ersten Reihe bekamen die Beine nicht von der Stelle. Da drohte der Abend schon ein langweiliger zu werden. Die netten Skater-Typen hatten schon mal bessere Shows abgeliefert.

Die e…

Im dunklen Wald mit kleinem Orchester: das neue Album von So Hideous

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Vor etwa einem Jahr bin ich auf der Suche nach neuer Musik auf die vier New Yorker von So Hideous, My Love gestoßen. Das klingt zumindest vom Namen her nach kitschigem Emocore aus dem Jahre 2005, musikalisch waren die ersten beiden EPs aber eher mit Devil Sold His Soul ohne den klaren Gesang zu vergleichen. Konkret heißt das hohe, kratzige Schreie mit viel Melodie und Orchesteranleihen.
Ende 2012 ließ die Band das "My Love" fallen und rief als So Hideous ein Kickstarter-Projekt ins Leben. Für das neue Album "Last Poem/First Light" sollte ein echtes Orchester angekarrt werden, dazu wurden knapp 5.000 Dollar gesammelt. Die Fans finanzierten freudig und am 22. Oktober 2013 wird das Werk schließlich erscheinen.
Wie klingt die neue Scheibe nun? Definitiv anders, irgendwie größer und gleichermaßen auch besser. Die Songs sind nicht mehr so zimperlich wie auf den Vorgängern, sondern gereift und rabiat. Da braucht es keine minutenlangen Intros, nach einigen Takten geht es dir…

Vergangene Klänge und aktuelle Bilder. Funeral For A Friend mit wiederveröffentlichtem Debüt. "Juno" neu bebildet.

"Juno" in dieser Version von der Debüt-EP, der Waliser Funeral For A Friend. Ihre erste Platte "Between Order And Model" nahmen die Briten 2001 auf. Darauf waren schon eine ganze Ladung späterer Hits der Band in ihrem ursprünglichen Soundgewand zu hören. "Juno" ist einer davon. Den bekommen wir nun frisch bebildert mit Live-Aufnahmen aus Berlin. Die vor circa einer Woche gedreht wurden. Verrückt diese schnelle Welt.

Der Grund: die anhaltende Tour, und der anstehende Re-Release von "Between Order And Model", in Deutschland am 15. November, durch Uncle M, die das Boysetsfire-eigene Label End Hits Records dabei unterstützen.

Live spielen Funeral For A Friend am Sonntag mit Gnarwolves und The Tidal Sleep im Universum in Stuttgart.

Weitere Termine:

Neues aus der Emo-Ecke: Brooks Was Here aus Warschau. "High Violence".

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Als die vier Freunde 2011 in Warschau ihre Band gründeten, hatten sie wohl gerade zuvor mal wieder The Shawshank Redemption gesehen. In dem Knast-Drama, das auf einer Geschichte von Stephen King basiert kratzt James Whitmore alias Brooks Hatlen "Brooks Was Here" in einen Holzbalken.

Unter diesem Namen haben die vier Herren aus der polnischen Hauptstadt vor kurzem ihre zweite EP veröffentlicht. Brooks Was Here spielen kratzbürstigen Emocore. So wie man ihn Anfang der Neunziger pflegte. Damit liegen sie lustiger Weise heute wieder total am Zahn der Zeit. Die EP namens "High Violence" beinhaltet sechs dieser wunderbar nölenden Emo-Songs.

In teils brüchigem Englisch fauchen die Lyrics über verträumte und treibende Indie-Punk-Rhythmen hinweg. Inhaltlich wird sich über Ungerechtigkeit und Kapitalistenschweine aufgeregt und zum Aufruhr gepeitscht. Musikalisch erinnert das sehr schön an Crime In Stereo und gesanglich an Glassjaw. Damit könnten Brooks Was Here heute gerne …

Kleines Video Potpourri. Mit folgenden Zutaten: Scarred By Beauty, Captain Capa, Vitja, Martin Gallop und Fettes Brot.

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Bevor wir heute das Wochenende einfeiern, lassen wir uns doch zunächst audiovisuell berieseln. Mit dabei: Scarred By Beauty aus Kopenhagen, mit "Ikaros".  Captain Capa aus Bad Frankenhausen mit "Foxes". Aus Münster und Köln Vitja mit "Sleeping in Snow". Martin Gallop mit "Missing Trains" aus Berlin. Aus Hamburg Fettes Brot mit "Echo". Achtung könnte bisweilen metallisch schmecken. Und im Abgang wird es poppen. Auf eine gewisse Art und Weise. Schöne Freitagnacht!

Boysetsfire vor ausverkauftem Haus. Mit Fights & Fires und Neaera in den Wagenhallen in Stuttgart-Nord.

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Erst kürzlich haben sich Boysetsfire mit ihrem neuen Album "While a nation sleeps" fulminant zurück gemeldet. Als dann eine Deutschland-Tour angekündigt wurde, war die Freude bei der treuen Fangemeinde perfekt. Vor zwanzig Jahren gründete Frontmann Nathan Gray mit seinen Bandkollegen diese Boysetsfire, die heute zu einem der wichtigsten Bestandteilen der Melodic Hardcore und Post Hardcore Welt werden sollte.

Innerhalb weniger Wochen war die Show in Stuttgart ausverkauft. Nicht einmal die übergroße Venue der Wagenhallen in der Nordstadt konnte dem Andrang der Massen gerecht werden. Ein Schauspiel, das sich Herr Gray nicht im Traum hätte ausmalen können. Acht Jahre ohne neues Album, dann plötzlich zurück mit Vollgas und verdammt guten neuen Songs. So sind Boysetsfire heute keinen deut zahmer geworden.

Samstagnacht schöpften sie aus allen ihrer Facetten. Brutale Hardcore-Songs prallten perfekt auf die melodischen Rock-Hymnen. Songs wie "Until Nothing Remains" auf &qu…