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Es werden Posts vom März, 2013 angezeigt.

I Am Heresy. Ketzerei an Ostern. Wunderbare letzte Show ihrer Europatour im Stuttgarter Zwölfzehn.

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Nicht, dass ich I Am Heresy Ketzerei unterstellen würde, aber Heresy heißt nun mal Ketzerei, und an christlichen Feiertagen will man doch provozieren, oder nicht? Nathan Gray, Frontmann von I Am Heresy provoziert und konfrontiert gerne. Deshalb war das auch ein sehr unterhaltsamer Abend. Musikalisch ging das auch wunderschön auf die Fresse, wie man so schön sagt.

Dass I Am Heresy mehr als nur eine Zweitband neben Boysetsfire ist, erklärt uns Nathan morgen noch ausführlich im Interview. Gestern bei der Show brauchte er dafür aber keine Worte. Seine drei Gitarristen, Bassist und Drummer, Jay Sin, Simon Gray, Gregg Kautz, Matt Balog und Crumbs ließen da keinerlei Zweifel aufkommen. Da haben sechs Männer einfach herrlich viel Lust auf laute, garstige Musik zwischen Metal, Hardcore und Post Hardcore. Inhaltlich setzt sich die neue Band um Herrn Gray mit offensiver Religion und satanischen Symbolismen auseinander. Am Samstagabend zwischen Karfreitag und Ostersonntag machte der charismatisc…

Luther, Featuring Yourself und Mom's Day. Kostenlos im Kap Tormentoso, Stuttgart.

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Gründonnerstag, bevor es Freitags still werden sollte waren die US-Amerikaner Luther zusammen mit zweien deutschen Bands, Mom's Day und Featuring Yourself im Kap zu Stuttgart zu Gast.

Mom's Day aus Albstadt eröffneten den Donnerstagabend mit Deutschpunk á la Die Ärzte. Wem das gefällt, dem gefiel das sicher. Wem das nicht gefiel, der hatte auch keinen Grund zu mosern, denn es kostete ja nichts. Die Band heizte den Laden gut ein, und sorgte für Stimmung unter der anwesenden Junggesellen-Verabschiedung. Das war aber auch schon alles. Viele Wiederholungen und ein zu langes Set sorgten für Langeweile unter den Stippvisiten.

Featuring Yourself aus Kiel, Hamburg und Berlin, die momentan mit den Amerikanern Luther auf Tour sind, machten da schon mehr her. Musikalisch gesehen bewegen die Herren aus Norddeutschland sich im New Wave- und Post-Punk -Revival. Da liegt es nahe, dass bald eine Split-EP mit den Amerikanern The Static Age veröffentlicht wird. Davon spielten sie auch einen Song…

John Grant ist der "Greatest mother fucker that you're ever gonna meet." Oder? "Pale Green Ghosts" genau gehört.

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Musikalische Ambivalenz umschreibt das neue Album "Pale Green Ghosts" des Exzentrikers und Weltenbummlers John Grant am schnellsten. Eine schnelle Nummer, ist das Gesamtwerk allerdings keineswegs. Der gebürtige Amerikaner aus Michigan ist in allen hippen Metropolen der westlichen Welt zuhause, London, Berlin, New York, und dann wäre da noch Island um die Ambivalenz der Person zu perfektionieren. Der Mann hat einige musikalische Stationen hinter sich, hat in Deutschland mal Sprachen studiert und tobt sich nun mit seinem neuen Album musikalisch exzentrisch und eben ambivalent aus.

Getragen durch 80er-Dance und Club-Musik mit Singer-Songwriter-Stücken, die trotz all dem Stampfbass ruhige Akustik-Songs werden können. Mit einer angenehmen Gesangsstimme, die an gehörter Gleichgültigkeit nicht zu übertreffen zu sein scheint. Mal erinnert der Stilmix an Soulwax, mal an Depeche Mode, mal sind es schlicht Klangwelten, die aus Spielfilm-Scores der 80er Jahre stammen müssten. Tun sie a…

Fights and Fires, Continents, An Early Cascade, Isolated und Hieroglyphs an einem Abend im JuHa-West, Stuttgart, und so war es.

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Was jede Dorfdisco als bunten Strauß aus unterschiedlichster Musik umschrieben hätte, war uns vergangenen Donnerstagabend im städtlichen JuHa-West in Stuttgart geboten. Fights And Fires als Rock-N-Roll getriebener Hardcore-Punk-Dampfer über illustren Gesellen aus An Early Cascade, Continents, Hieroglyphs und Isolated.

Gut, Hieroglyphs, Isolated und Continents hätten da schon ganz gut in ein Boot gepasst. Zur frühen Stunde eröffneten die Hieroglyphen aus Aschaffenburg und machten ihren Job als Opener ganz gut. Sie spielten dabei gängigen modernen Hardcore. Zweite am Abend waren Isolated aus dem süd-englischen St Albans. Die machten fast nahtlos dort weiter wo die Vorspieler aufgehört hatten. Schlicht der Sänger war noch ein Stockwerk größer geworden. Musik und Klamotten allesamt mehr oder weniger identisch. Natürlich sehr gut und auch ein bisschen austauschbar.

Dann kamen An Early Cascade. Die einstigen Lokalhelden. Mit ihrem wahrscheinlich ersten Auftritt im gar heimsichen JuHa-West …

Neuer Song von The Static Age von Split mit Featuring Yourself + Tourdaten.

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Am 19. April veröffentlichen The Static Age zusammen mit Featuring Yourself eine Split-Seven-Inch via Flix Records und Highwires. Daraus können wir heute schon einen Song namens "Mistakes Worth Making" der Chicagoer The Static Age hören.



Außerdem kommt die Band zusammen mit ihren EP-Freunden Featuring Yourself auf Tour durch Europa. Nach dem Knick findet ihr alle Tourdaten.

Thinner. Berlin's finest in Hardcore-Punk? "Say It" mindestens zwei mal gehört.

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Thinner sind schnell und kommen gleich zur Sache. Wenn der längste Song 2 Minuten, 26 Sekunden und der kürzeste 50 Sekunden füllt, kommt man mit starken 15 Titeln schon mal  auf eine Spieldauer von 24 Minuten. Wer sich beim Skaten von Minor Threat, Dead Kennedys und Black Flag beschallen lässt, klingt wenn er selbst musiziert einfach so, wie Thinner heute auf ihrem Debütalbum.

Die Berliner haben genau so viel Punk im Gebein wie man ihn gerne im Straßen-Hardcore der alten Schule hört. In ihren Songs wird aber weniger politisch angeprangert als dass von lustigen Gesellen wie Aussteigern, Junkies, Masochisten, Spinnern und Egoisten erzählt wird. Diese Storys versteht man eh kaum, aber die schrill keifende Stimme von Frontmann Adrian Theiner bringt im Zusammenspiel mit dem treibenden Hardcore seiner Rhythmus-Sektion, Alberto Carpanelli Quezada und Philipp Kopp, das passende Gefühl eines leicht kaputten Nachmittags auf der Straße ganz gut rüber. Man rennt im Kopf einfach los, mit Sonnenstr…

Wochenende. Zeit für "Zechen"? Favorit Parker tun uns den Gefallen.

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Spätestens seit Katzenstreik wissen wir, dass Emo aus Deutschland auch funktioniert. Vor allem auch wenn man mit der deutschen Sprache spielt. Favorit Parker veröffentlichten ihre ersten beiden Platten englischsprachig, mit der dritten Veröffentlichung legten sie nun im Januar ihr erstes komplettes Album in deutscher Sprache vor. "Zechen" heißt das Album, und wird von einem wunderschönen Cover geschmückt.

1997 importierten Katzenstreik über die linksautonome Göttinger Szene die Emo-Gangart als erste Band nach Deutschland. 2006 sprangen Favorit Parker auf den fahrenden Zug auf. Zu einem Zeitpunkt als Emo schon wieder als Fashioncore-Krankheit verschrien war. Mit ihrem Deutsch-Debüt haben sie möglicherweise einen besseren Zeitpunkt erwischt. In einem Jahr 2013, in dem in den ersten drei Monaten schon unmissverständlich fest steht, dass Emo ein großes Comeback feiert, passt "Zechen" wie ein von langer Hand geplanter Streich. Schon komisch, wie urplötzlich aus England…

Virtueller Vorbote. Love A mit Video zu "Windmühlen".

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"Windmühlen" ist die erste Single aus dem am 12. April erscheinenden neuen Album der Band Love A. Im Video läuft eine junge Frau vor unsichtbaren Mächten davon. Dabei rennt sie durch einen Wald. In vermeintlichen Grafikfehlern bricht eine ungreifbare virtuelle Komponente hindurch, in die Realität der Protagonistin. Diese manifestiert sich in vermeintlichen Grafikfehlern, die Computerspieler vielleicht aus vergangenen PC-Tagen kennen, an denen die Grafikkarte mal nicht ihren Dienst so leistete wie sie sollte. Im Musikvideo schaffen diese vermeintlichen Fehler eine gewisse Tiefe und lassen den Gedanken freien Spielraum für Interpretation.

Darüberhinaus ist "Windmühlen" aber auch einfach ein ziemlich guter Song. Wer nun auf deutschen Indie-Rock steht sollte sich den 12.4., und somit die Veröffentlichung des Langspielers "Irgendwie" merken. Wer nicht so lange Warten möchte kann sich schon mal die Single "Windmühlen" digital kaufen.

Stuttgart, dieses Wochenende haben wir wieder was gegen die Kälte. Und Neuigkeiten.

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Da ist dieses Wochenende ganz schön was los im schönen Stuttgart. So kann man mal sehen, dass die Stadt mehr als ein schlecht geplanter Bahnhofsumbau und ein vom Pech gebeutelter Fußballverein ist. MY INDIE MIND hat mal wieder subjektiv Interessantes gesammelt.

Musikalisches Stuttgart.

Fangen wir mit einem Hilfegesuch an. Die Stuttgarter Power-Violence-Hardcore-Band Wolfenstein würde doch gerne öfter spielen. Deshalb suchen sie in nächster Zeit Shows. Bestenfalls an Wochenenden. Wenn ihr lauter Musik weiterhelfen wollt, findet ihr den richtigen Kontakt unter dieser Adresse ->hier.

Marecutio, auch bekannt als Tausendsassa Martin Wehl (Deliver, Ex-An-Early-Cascade, Ex-Start-A-Fire, etc) hat Songs von seinem jungen musikalischen Solo-Projekt im Internet in Form von Demo-Tracks debütiert. Die Titel können ->hier bei Soundcloud angehört werden.

Es ist kalt, und trotzdem gehen wir weg.

Am Samstag, 16. März ist in Stuttgart die Lange Nacht Der Museen. Da kann in der ganzen Stadt von 19 …

Every Stranger Looks Like You mit "Cursed Soul / Golden Heart". Alternative Rock zwischen Sludge und Grunge.

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Wenn gerade etwas gut ankommt dann ist es ein Sound der irgendwie an die 1990er erinnert. Genau damit sollten Every Stranger Looks Like You gerade ganz gut fahren. Ihr 2013er-Album "Cursed Soul / Golden Heart" beherbergt viele Anleihen aus Grunge und Sludge. Rockspielarten, die schon eine ganze Weile unterwegs sind, und zur allgemeinen Rückbesinnung an die Wurzeln momentan passt, wie die besagte Faust aufs Auge und der Arsch auf Eimer.

Die zwei Herren plus Dame aus Belgien spielen ihr Ding meist schön gerade aus und lassen die Genre-Verwandschaft zum Hardcore auch nicht vergessen. Viele schöne Breaks, die sich einfach im Fluss ergeben, lassen den natürlichen Drive nie erstarren. Mit einer verrauchten Stimme eines Twenty-Somethings geht es Sänger Tim meist um sich selbst, falsche Lieben und halt das Leben. Dabei wird er in den Backings von Schlagzeuger Willem untermalt. Den Bass schwingt dazu Leila, jener darf auch ab und an schön Vordergründig Scheppern und Schlackern. Mehr…

Das Wort zum Sonntag. Make Do And Mend, Daylight und Apologies, I Have None waren zu Gast in Stuttgarts JuHa-West.

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Schön wenn ein Sonntagabend auch mal laut endet. Im vergangenen Endspurt des Wochenendes waren Make Do And Mend aus Connecticut, zu Gast im Jugendhaus-West in Stuttgart. Mit dabei waren die Londoner Briten Apologies, I Have None und Daylight aus Pennsylvania.

Letztere spielten den Opener. Und das machten sie sprachlos. Man sagt nicht zu unrecht über Daylight "die sprechen nicht, die spielen halt". Was sie spielen ist geerdeter Rock, mit Grunge- und eventuell Emo-Anleihen. War live gut, aber vielleicht auch ein bisschen träge. Die zweite Band am Abend, mit ihrem griffigen Namen Apologies, I Have None sind in Stuttgart offensichtlich schon gern gesehene Gesichter. Die vier Typen spielen etwas zwischen Emo, Indie und Pop-Punk, das ganz gut ankommt. Live macht das eigentlich immer Spaß. Im JuHa spielten sie vielleicht ein bisschen viel mit ausgedehnten Päuschen in und zwischen den Songs, dabei schlich sich auch der ein oder andere Verspieler ein, bei Laune hielten die Engländer…

Neuigkeiten aus Stuttgart, und Ausgehtipps für StuttgarterInnen.

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Während Stuttgarts jüngster Pop-Export Heisskalt sich im Schwarzwald haben einschneien lassen kam in der baden-württembergischen Hauptstadt die Sonne raus. Die Leute gingen in die Biergärten, genüsslich wurde Sonne getankt und MY INDIE MIND sammelte Informationen, darüber, wie das Wochenende verbracht werden kann. Bevor der Winter wieder kommt.

Die fast schon lauen Nächte des anstehenden Wochenendes könnt ihr folgendermaßen bestreiten:

Freitagabend (8.3.) ist im Zwölfzehn die Warm-Up-Party zum im April anstehenden Pirate Satellite Festival, das dann im LKA Longhorn stattfindet. Beim Warm-Up spielen auch schon nette Live-Bands wie Broadway Calls, Gnarwolves und Great Cynics. Beginn ist um 20 Uhr, Eintritt kostet 13 Euro. Die  Party nach dem Konzert kostet alleine 4 Euro.
(Zwölfzehn, Paulinenstraße 45, 70178 Stuttgart)

Samstagabend (9.3.) vielleicht ein bisschen Lust auf Hip-Hop? Da ist in der Schräglage "We ain't gettin' old, we're gettin' awesome" angesagt.

Deutsch Rock/Alternativ National zeigt Rückgrat. Kraftklub, die Ärzte und Mia boykottieren Echo-Nominierung wegen Freiwild. - Echo reagiert!

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Als die aktuellen Nominierungen zur Verleihung des Deutschen Pop-Musik-Preises Echo verkündet wurden, wurde es erst einmal laut. Kraftklub, die Chemnitzer Indie-Band mit dem Sprechgesang, empörte sich als erste. Via unterschiedlichen Internet-Kanälen verkündeten sie den Rücktritt von ihrer Nominierung in der Kategorie "Rock/Alternativ National". Grund dafür die gleichzeitige Nominierung der Südtiroler Gruppe Freiwild. Diese hat nämlich tatsächlich Wurzeln in der Nazi-Szene und zählt in Umkreisen der NPD und anderen Neo-Nazi-Gruppierungen als Zugpferd in der Jugendkultur, wenn es um rechtsradikale Gedanken geht.

Auch die gleichermaßen nominierten Pop-Punker Die Ärzte sowie die Band Mia zogen ihre Nominierungen im Laufe der vergangenen Stunden zurück. Die Ärzte gingen sowieso nicht zum Echo, und wenn Freiwild nominiert seien, dann erst recht nicht, kann man ihrer offiziellen Webseite entnehmen. Mia posteten gestern ein Statement in dem sie klar machten, wie zum Kotzen sie die…

"Emo is a gang". Moose Blood bringen Debüt mit Heimkehr-Charakter. "Moving Home".

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Das Beste kommt zuletzt. "Bukowski" ist ja so ein verdammt guter Song. Deshalb nenne ich ihn zu erst. Mach ich da was verkehrt? Denn auf der EP "Moving Home" kommt der beste Song ganz am Ende. Moose Blood sind wieder eine Band aus England, die Emo machen. Emo von damals. Und das ist vielleicht auch das erste Mal, dass ich etwas aus einer Bandbeschreibung von Facebook zitiere, und das gleich in der Überschrift. Dort steht nämlich bei Moose Blood "Emo is a gang", was ich sehr lustig und irgendwie zutreffend finde. Heute machen die coolen Kids Emo. Musik, die in den 90ern mal groß aufkam, in den 2000ern mal groß aufkam und jetzt gut zehn Jahre später schon wieder groß im kommen ist.

Genre-Typisch vereinen Moose Blood mit ihrer Debüt-EP "Moving Home" sonnige Pop-Punk-Melodien mit emotionalen Texten über das ganz einfache Leben halt. Zwischenmenschliches. Da waren wir alle schon einmal. Deshalb auch dieser Heimkehr-Charakter. Ein Sweat-Shirt spielt …

Willkommen in den 1980ern. Fiction mit "The Big Other".

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Die Londoner Fiction wollen einen wohl nach dem Winter noch mal ein bisschen einlullen. Mit den ersten Sonnenstrahlen kommt die erste Energie des Jahres. Leute lächeln auch auf deutschen Straßen vermehrt. Man möchte seinen Augen gar nicht trauen. Und dann kommen Fiction mit ihrer Debütplatte "The Big Other" daher, und man denkt schlussendlich vollkommen, man träume.

Wo die fünf Briten ihre nüchterne Nachdenklichkeit wohl her bekommen? Sicherlich nicht von der pulsieren, anstrengenden englischen Hauptstadtmetropole, die sie ihre Heimat nennen. Aber wie so oft ist so Musik, wie jene von Fiction eine angenehme Entschleunigung des rasenden Alltags. Mit verträumten Melodien und einem Hang zum bittersüßen 80er-Jahre-The-Cure-Kitsch bauen die Künstler um die zwei Barrett-Brüder eine eigentümliche Welt auf. Die harmonischen Indie-Pop-Klänge, mit dem obligatorischen Elektro-Touch passen nicht in diese Zeit. Sie sind so wunderbar getragen, und trotzdem sonnig. In den Frühling fügen s…

Rückschau auf die Veröffentlichungs-Schau von Mahlstrom mit Reznik Syndrom, Amber und French Nails.

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"Jede falsche Träne gibt uns Hoffnung." Nun ja, wollen wir mal nicht so finster anfangen. Diese Textzeile aus dem Mahlstrom-Song "Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss" sollte uns zu späterer Stunde vergangenen Freitagabend im JuHa-West aber noch eindringlich in die Gehörgänge gepfercht werden.

Der Abend fing durchaus tiefsinnig an. Oder was heißt tiefsinnig. Sagen wir mal musikalisch anspruchsvoll. French Nails aus Landau in der Pfalz eröffneten den Abend mit ihrem tiefer gelegten Heavy Rock, mit dem man nicht so leicht warm werden konnte. Ehrlich gesagt erging es mir, als gerade mal drei Songs gespielt waren so, dass ich mich fragte, wie lange das noch so weiter gehen müsse. Allerdings kam ich als Zuhörer in der gemütlich versammelten Menge dann immer mehr ins, nennen wir es mal, Mitwippen. Dann zündete der Stoff langsam. Sodass ich schließlich gerne noch mehr gehört hätte, als das Set dann zu Ende war.

Mit der zweiten Band, Amber au…

Stuttgart. Heute tanzen wir. Morgen lassen wir die Hunde raus. Neuigkeiten! Beziehungsweise Ausgehhinweise!

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Die größte aller Neuigkeiten ist die heutige Veröffentlichung der neuen EP "Nach dem Stillstand", der Stuttgarter Mahlstrom. Deshalb fangen wir gleich mal mit dem Veranstaltungshinweis an. Falls ihr es vergessen habt.

Heute, 20:00 Uhr Release-Show von Mahlstrom, zusammen mit Reznik Syndrom, French Nails und Amber im JuHa-West. Eintritt: 5 Euro. ->mehr?
(Jugendhaus West, Bebelstraße 26, 70193 Stuttgart)

Wer aus irgend einem Grund keine Live-Musik mag, der kann die neue Party-Reihe im guten alten Waldhaus in Ludwigsburg ausprobieren. Lubu-Calling ist das Thema und bietet der ca. 500 Meter entfernten Rock Fabrik Paroli. Denn hier gibt es auch Getränke-"Double Time" (zahl eins, bekomm zwei) und zwar bis 1 Uhr morgens. Musikalisch sorgen sich DJ Marc Radio alias Marc Balluff (Zwöllfzehn & Dinovis) und DJ DUSN (Keller Klub) um euch mit Indierock, Alternative und Punkrock. Offen ist ab 21 Uhr.  Eintritt: 5 Euro.
(Waldhaus, Im Osterholz 2, 71679 Ludwigsburg)

Ansonst…