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Es werden Posts vom Dezember, 2011 angezeigt.

Obligatorisch: die besten Alben des Jahres. Rein subjektiv, jetzt.

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Aufsteigend stelle ich meine ganz subjektiven, besten Alben des vergangenen Jahres zur Schau. Man kann das Ganze auch als Wiederverwertungsmaßnahme werten. Immerhin bringt es euch einen Überblick, wie man My Indie Mind auf seine Seite ködern kann. Und vielleicht sogar Input, welche Genialität ihr selbst noch nachholen solltet. Deshalb werde ich versuchen eine plausible Begründung, kurz in ein paar Buchstaben, dazuzuschreiben. Los gehts mit Nummer 10.

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Kurz vor dem Ende steht einmal im Jahr die Welt ein bisschen still. Egal was du dir dabei denkst. Gönn dir und deinen Lieben mal eine Pause.

Pirate Video Company. Vertrackter Indiecore, direkt aus dem Kanal gefischt.

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Wer gerne zu den drei Sonnenbrillen und ihrem müden Freund im Bild, musikalische Referenzen gesagt bekommen will, dem sei zuerst gesagt, dass das eigentlich gar nicht mal so einfach ist. Die vier Herren, von der englischen Kanal-Insel Jersey, bedienen sich in jeder erdenklichen Ecke, wo scheppernde Gitarren herkommen können. So ist das was Pirate Video Company auf die Ohren loslassen irgendwo auf einer Reise zwischen Brit-Indie-Rock und europäischem Hardcore und Post Hardcore von Welt entstanden. So fallen Vergleiche mit Refused, Biffy Clyro, Reuben, Pulled Apart By Horses oder Glassjaw gleichermaßen leicht als auch schwer.

Die vier Typen fabrizieren auf ihrer aktuellen EP, die nebenbei halt mal acht Titel stark ist, einen dichten und vor allem ruhelos, tosenden Sound, den man nicht alle Tage hört. Ungestüm mehrstimmig, und vor allem schön kantig und ungebügelt.

Zwischen all dem Getose, dem hyperaktiven Geschrammel und dem teils hymenartigem Geschrei kommen ganz wie von selbst tanzba…

Pencilcase tanzen den "Kansas City Shuffle", wir überlegen uns noch ob wir da mittanzen wollen.

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Der titelgebende "Kansas City Shuffle" erklärt sich durch den Film Lucky Number Slevin, indem Bruce Willis Charakter irgendetwas von wegen "when everybody looks right, you go left" erzählt. Jenes rezitiert wiederum, einen Jazzsong, der als Cover ebenso auf dem Soundtrack des Films zu finden ist. Die Aachener Band Pencilcase hat sich dieses Täuschungsmanöver für ihr neues Album auf die Fahne geschrieben.

Eines steht unmissverständlich fest, die vier Herren in Pencilcase wären gerne Amerikaner, zumindest klingt ihre Musik so. Quasi wie ein Soundtrack zu einem Roadmovie, selbstverständlich durch den amerikanischen Mittleren Westen. Das Cover ziert dann zusätzlich jener "Parental Advisory"-Sticker, den wir ansonsten nur von US-Veröffentlichungen kennen.

Irgendwie wackeln sich Pencilcase aber selbst aus. Man hat die meiste Zeit das Gefühl hier würde eher nachgespielt, als der eigenen Nase nach musiziert. Auf ihrem Trip durch die amerikanische Rock-N-Roll-Land…

"V.E.N.O.M". Vorbote auf das Zweitwerk von Pulled Apart By Horses im Video.

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Wer The Blood Brothers und The Fall Of Troy auch so sehnlichst vermisst, der dürfte sich darüber freuen, dass die Briten Pulled Apart By Horses wenigstens schon ihr zweites Album angekündigt haben. Denn der Sound kommt einem mit chaotischer Veranlagung doch sehr gelegen. Das mittlerweile zweite Album wird "Tough Love" heißen und am 23. Januar 2012 via Transgressive Records veröffentlicht.

Mit der ersten Single und dem ersten Video zum kommenden Album, koppeln die Engländer den Song "V.E.N.O.M." bebildert aus.

P.S.: böse Stinkefinger werden samt Hand abgehackt.



Mehr: facebook.com/pulledapartbyhorses

Lights. Elektro-Pop von einer Frau mit Sturmfrisur. Geht in Kanada gut ab. Wir hören jetzt erst mal hin.

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In Kanada wird sie geradezu als neue Hoffnung des Elektro-Pop gehandelt. Lights hat kürzlich ihre neue Single "Siberia" mit Video veröffentlicht, da hören wir doch nun auch mal genauer hin, was sich dort im Staate Kanada so tut.

Das Ganze klingt wie ein guter Mix aus The Postal Service, Owl City, und den lieben Hundreds, die wir da in Hamburg unser eigen nennen dürfen. Die Solokünstlerin Lights besteht außerdem darauf, dass sie all ihren Kram selbst schreibt und komponiert. Live mit ihrer Band im Rücken scheint sie in ihrer Heimat schon ganz schön was her machen zu können. Schauen wir doch mal wie lange das dauert, bis sie hierzulande ankommt, und ob sie dann immer noch so interessant fremdartig ist.


Mehr: facebook.com/lights

Komm mal runter, es ist Advent. "Between The Concrete & Clouds" von Kevin Devine hilft.

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Wenn man persönlich keinen Draht zur traditionell, meist christlich geprägten, mitteleuropäischen Kultur hat, aber trotz der bunten Lichter überall nicht in die kommerzialisierte Weihnachtsstimmung kommt - dann hilft das aktuelle Album von Kevin Devine sicherlich dabei mit der müden Endjahresstimmung anders fertig zu werden.

Man muss eigentlich nicht lang um den heißen Brei herummanövrieren. Wer Indie-Emo-Pop wie Dashboard for Cutie oder Straylight Confessional mag, der kennt den guten Kevin Devine aus Brooklyn sicherlich seit seinem "Circle Gets The Square"-Album. Der weiß aber auch genau so gut, dass Begriffe wie Indie, Emo und Pop genau so dehnbar sind, wie der Sound von Herrn Devine. Zwischen Folk und sonstigem melodiösen, vermeintlichem Gedudel, findet der Musiker auch auf "Between The Concrete & Clouds" die richtige Mixtur um die Luft mit einer Wärme zu füllen, die man sich gerne in den eigenen vier Wänden wünscht - vor allem wenn es draußen kalt ist.

Ge…

Fünf Bands in einem Keller unter der Uni. Das Resultat Elchgeballer. Mit dabei die großartigen Jet Market.

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Freitagabend, bis tief in die Nacht, wurden in Hannovers Nordstadt fünf Bands im Elchkeller eingesperrt. Zwischen Hardcore-Punk und Deathmetal war einiges an Geballer dabei - hieß ja auch Elchgeballer, die Schose.

Die Freunde von Mighty Vision Entertainment haben kurzfristig die Italiener Jet Market ins Lineup gebucht, und so wurde aus dem Abend gewissermaßen ein Geheimtipp, für schlappe drei Euro Eintritt. Bis die Gäste aus Rom die Bühnenfläche bespielen durften, vergingen einige Stunden, in günstigem Bier getränkt und von lauter Musik erschüttert. Die Stimmung war trotz des vermeintlichen Lärms, doch recht gemütlich. Auf dem Programm standen außerdem Mordigan, Jigglin For Justice, Day Of The Tentacle und Devolution Inc, allesamt aus Hannover.

Dabei handelte es sich um hauptsächlich noch recht junge Bands, Jigglin For Justice machten beispielsweise netten Hardcore-Metal. Musikalisch, vor allem gesangstechnisch wurde es danach mit den italienischen Gästen allerdings zum ersten Mal ho…

Vs.Antelope. Erfahrungen aus Texas Is The Reason, Big Collapse und Rival Schools zusammengetragen.

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Vs.Antelope ist eine noch recht junge Band. Erst seit 2009 besteht sie auf dem Blatt. Allerdings haben die vier Musiker, Jim Kimball, Christopher Daly, Matt Kane und Spanky Van Dyke schon so einiges zusammen erlebt. Deshalb klingt die neue gemeinsame Band aus New York so komplett und rund.

Aus der gemeinsamen Vergangenheit, mit unter anderen Bands wie Texas Is The Reason, Retisonic, Big Collapse und Jets To Brazil, schöpfen die vier Künstler ihr Harmonie- und Melodie-Gespür. Die Songs von Vs.Antelope klingen zwar oft ein wenig anklagend, leiden aber nicht zu viel um immer wieder zur ausgewachsenen Indie-Pop-Hymne zu avancieren. Dabei bleibt es Musik aus der Zeit, bevor "Indie" "Emo" genannt wurde um cooler zu sein, und sich "Emo" wieder "Indie" nannte um nicht zu weinerlich zu wirken. So werden Freunde von Jimmy Eat World, Pixxies oder Nada Surf vom eingängig getragenen, trotz allem eigenständigen Sound von Vs.Antelope mit offenen Armen in Empfa…

Melodischer Skate-Punk mit viel Gefrickel. "Has Already Past" von 1000 Degrees.

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Mit einer Menge Hektik im Hintern gehen 1000 Degrees live, als auch von Platte zu Werke. Die Italiener aus Genua spielen vertrackten, verfrickelten Melodic-Hardcore, vermengt mit dem Idiotismus von poppigem Skate-Punk und gegebenenfalls zeitweise Anleihen von Screamo und Metal.

Ihr Debütalbum "Has Already Past" bietet gut zehn Titel des technisch aufwendigen Punk-Outfits. Die vier Typen machen damit auch ziemlich viel Laune. Songs wie "Orso Gringen" und "Don't Waste Your Time" gehen dabei großartig direkt, ohne Umwege nach Vorne raus. Die Band verfällt währenddessen nie in ein stumpfes Punk-Gekloppe, sondern findet, in vertrackten Breaks und gekonnter Mehrstimmigkeit, immer wieder einen kurzen Exkurs aus dem Sonst stetig anziehenden Tempo.

Songs wie "Jack el Mackson" oder "My Ex-Girlfriend is so Hot" sind nur zwei Zeugen von vielen, die von einer guten Menge Unsinn auf der Platte erzählen. Aber ist bei letzterem jetzt ehrlich Auto…

Kostenloser Download-Sampler zu Nikolaus. Einmal hergehört, bitte. "a music compilation by MY INDIE MIND" ist online!

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zum Download hier entlang bitte!















Der Nikolaus hat dieses Jahr was ganz was Feines für euch aus seinem Sa... äh, Beutel geholt. Mit unter anderen, Bastions, An Early Cascade, Mnmnts, Reznik Syndrom, Steve From England und vielen mehr habe ich 16 Bands aus diy und Indie für euch zusammen getragen. Komplett kostenlos und komplett mit ohne Profit. Nur der netten Idee wegen.

Ladet euch den Sampler runter, genießt es. Denn dafür soll Musik da sein. Wenn euch die Bands gefallen, dann kauft deren Merch und Platten... und gebt wenn es denn so sein muss "like" bzw. "gefällt mir" bei facebook, auch für MY INDIE MIND, selbstverständlich.

Online anhören? Unter Soundcloud, bitte: Hier! Download, gleich hier!

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Back At Sea machen sich auf den Weg durch Europa.

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Die Gießener Post-Hardcore-Band Back At Sea macht sich auf die Straßen durch Europa. Nach einem kleinen Aufstellungswechsel, von Gitarrist und Bassisten sind die fünf Musiker jetzt gerüstet für ihre erste Europa-Tournee, die sie durch England, Schottland, Wales, Frankreich, die Niederlande und selbstverständlich Deutschland führt. Am 3. Januar ist als Tourauftakt ein Heimspiel im AK44 in Gießen (mit den Gästen von Business As Usual und United We Fall) angesetzt.

MY INDIE MIND ist froh euch die Tour von Back At Sea mit Sending Lights präsentieren zu dürfen. Zum Flyer und den restlichen Terminen gleich hier.