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Es werden Posts vom November, 2012 angezeigt.

Für Skate-Aid mit Continents und mehr in Stuttgart den Nikolaus tanzen lassen.

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6. Dezember, andere nennen das auch den Nikolaus-Tag. Warum auch immer. Vielleicht weil es übermäßig Schokolade gibt, und ein Kerl namens Nikolaus davon mal zu viel gefuttert hat, und an jenem Tag diesem Dicken gedacht wird. Kommenden Nikolaus-Tag, nächste Woche spielen dafür ein paar ganz schön laute Metal- und Hardcore-Bands in Stuttgart im Zwölfzehn. Dabei geht es nicht in erster Linie um den dicken Nikolaus, sondern um einen guten Zweck. Denn das Konzert kostet so gesehen keinen Eintritt, am Eingang wird jedoch auf den netten Besucher eine Spendenbüchse warten.

Die gesammelten Spenden werden dann komplett an Titus Dittmanns wohltätige Organisation Skate-Aid weiter gegeben. Dittmann sorgt dabei nicht nur für die Verbreitung des Skateboards, sondern darüberhinaus für Gleichberechtigung, und Entwicklungshilfe in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Am Abend des 6. Dezembers 2012 locken im Zwöflzehn in Stuttgart Bands wie Continents aus Süd-Wales, deren Album am 22. Januar via Victory…

Deutschsprachiger Emo-Pop-Punk ausm Pott? Nora Yeux sind das.

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Leichtfüßiger Pop-Punk, mit gar typischem Gesang von eventuellem 90er-/Anfang-Tausender-Emo, nur diesmal in deutscher Sprache. Mit ein bisschen Ruhrpott-Romantik in der "Oberhausenzeit" werden die nachdenklichen Texte in den Spaß justiert, nicht zu traurig und mal so gar nicht triste.

Nora Yeux sind die gleichen Herrschaften, die sonst noch etwas lauter unter dem Namen Kosslowski unterwegs sind. David Frings, Daniel Senzek, Julian JansenFlorian Uteschil machen offensichtlich nämlich gerne Musik, da ist eine Band lange nicht genug. Früher waren die Nordrhein-Westfalen auch noch zu Teilen in Bands namens Thoughts Paint The Sky und Longing For Tomorrow beschäftigt. Gerade jenen die Thoughts Paint The Sky so arg vermissen sollte die Existenz von Nora Yeux eine frohe Botschaft sein. Das neue Material ist jetzt zwar nicht so akustisch aber mindestens genau so Pop-affin.

Die erste EP von Nora Yeux macht halt gute Laune, erinnert an Sternstunden von US-Bands á la Taking Back Sunda…

Chrono. Ziemlich technischer Metal(core), frisch aufs Brot aus Stuttgart. "Dead Ocean"-EP und Tour.

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Es ist schon ganz amtlich was die neu formierte Band Chrono da abliefert. Hoch technisierter Metal, man möchte es gar Metalcore nennen, aber das macht man ja heute nicht mehr. Ist auch eine gute Schippe Tech- oder Math-Metal drin, könnte man meinen. Auf jeden Fall faucht und keift es gut. Dazu gibt es noch halb-cleanen Grölgesang. Also ist alles dabei, ein paar syntetische, digital-elektrische Nuancen hier und da und eine gute Ladung Pathos.

Die Debüt-EP "Dead Ocean" ist gut gemacht, und es scheint auch viel Herzblut geflossen zu sein. Ist schon klar, dass hier niemand was neu erfindet, wollte sicherlich auch niemand. Die Band Chrono feiert die Musik ab, die sie gerne hört und gerne macht, und da ist auch nichts falsch dran. Kann sich ja durchaus hören lassen. Dass noch Luft nach oben ist, ist auch klar, das ist immer. Oder meistens. Stuttgart hat ja eine ganze Wagenladung guter Bands am Start, da kann sich diese Band gerne dazu gesellen.

Die EP "Dead Ocean" kann …

Geoff Rickly solo gehört. Thursday Front-Philosoph auf kostenlosem Mixtape.

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Immerhin ist uns die charismatische Stimme der Screamo-Pioniere Thursday erhalten geblieben. Nachdem sich die Band aus New Brunswick, New Jersey auf unbestimmte Zeit verabschiedet hat ist der Front-Philosoph Geoff (mit ganzem Namen Geoffrey William Rickly) solo unterwegs. Sein erstes Mini-Album welches er schlicht Mixtape 1 nennt kann darüberhinaus überall im Internet kostenlos herunter geladen werden.

Das Kompendium strahlt die gleiche verträumte Melancholie aus, die Rickly schon mit seiner großen Band hat erzeugen können. Die Einzelwerke erinnern glücklicherweise arg an ruhige Stücke von Thursday, oder etwaige Zwischenspiele wie "This Song Brought to You By a Falling Bomb" Ab und an wird das Ganze ein wenig elektronischer, was einige spannende Nuancen in Ricklys neuem Schaffen weckt. Alles kann direkt hier angehört und herunter geladen werden.

Mixtape 1 by Geoff Rickly
Download von geoffrickly.com.

Drei Platten zum Einmummeln im Kokon, bis wieder Frühling ist.

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Es ist kalt. Das hat diese Zeit im Jahr an sich. Da kommt man schon mal auf tiefsinnige und abseitige Gedanken. MY INDIE MIND will jetzt dafür sorgen, dass ihr diese Gedanken ganz schnell wieder vergesst euch in warme Decken einmummelt und eine Heiße Schokolade mit Schuss mit den Patschehändchen umschlingt und euch einfach mal treiben lasst.

Ryan Francesconi and Mirabai Peart verfolgen mit "Road To Palios" folkloristische Motive. Die Künstler umschlingen den Hörer dabei mit einem Klanggewand das ausschließlich aus klassischen Instrumenten besteht.

VÖ: 30.11.2012
via: Cooperative Music
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Mit "Young Hunger" bringt Chad Valley das krasse Gegenstück. Seine Musik wirkt synthetisch elektronisch und ist gefüllt von sehnsüchtigen Gesangspassagen. Manchem Hörer ist das zu Plastic-Pop, manchen geht das in der düsteren Jahreszeit ganz gut  rein.

VÖ: 23.11.2012
via: Cooperative Music
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"Instrumental Tourist" von Tim Hecker & Daniel Lopatin ist e…

Hannover hat Musik am Start, das wissen wir. Neues aus der Leine-Metropole von Selmore DriveBy mit Song und Video.

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"Such Thin Walls" ist ein brandneuer Song von Selmore DriveBy aus Hannover. Die Band hatten wir damals sogar auf unserem hauseigenen Musiksampler, klar verfolgen wir dann wie sich die Band weiter entwickelt. Mit neuem Gitaristen wird der Post-Hardcore und Screamo-Sound weiter ausgebaut. Das kann sich hören lassen. Den Song bekommt ihr von der Band mit Studioaufnahmen bebildert. Außerdem dürft ihr auch die Vornahmen der Jungens auswendig lernen, auch wenn diese Einblendungen vielleicht ein wenig cheesy daher kommen. Viel Spaß und schönes Wochenende.

Fjørt - "Demontage". Aachener Band mit tiefsinnigem Debüt.

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Drei harte Typen malen schöne lyrische Bilder, einer schreit sie über Hardcore, mit Post-Rock-Melodien und urplötzlich stehen die Nackenhaare zu Berge. Fjørt können ganz schön (schlechte) Laune verbreiten. Ihre Musik klingt böse, wütend und von ganzem Herzen anklagend. Doch unter der harten Klangschale liegt wieder mal mindestens ein nachdenklicher Kopf, der diese entlarvend gesellschaftskritischen Texte so kryptisch formuliert, dass die Hälfte im Anschluss bestimmt blanke Eigeninterpretation vom Hörer ist.

Die Band Fjørt gibt es wohl erst seit Februar dieses Jahres, und mit "Demontage" kommt nun ihr Debüt auf Twelve-Inch raus. Auf der Platte befinden sich über etwa 26 Minuten Spielzeit sechs Titel, die ab und an ganz schön nach Vorne peitschen, meistens ziemlich böse klingen, und doch über diese momentan fast allgegenwärtigen Post-Rock-Passagen eine gewisse verträumte Nachdenklichkeit und vielleicht sogar den Schimmer von Hoffnung aufkommen lassen.

Musikalisch erfindet die…

Von Nerdtum und Querdenkerei. Einblick in die Köpfe von Indie-Spielemachern.

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Dies ist ein nettes kleines Filmchen über die Welt der Indie-Spiele-Entwickler, das ich euch nicht vorenthalten wollte. Eine eigene Subkultur mit all ihrer Verrücktheit, Simplizität, Kreativität und Freigeistigkeit. Ein Beitrag von dder IndieCade 2012, einer Indie-Spiele-Messe in den USA.

Das war Metal Meets Artcore Nummer VI.

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Es war wieder ein bunter Samstagabend in Stuttgart. Wie ein guter Freund auf den Verlass ist, sorgt das kleine und feine Metal-Meets-Artcore-Fest nun schon seit sechs Jahren zu Einbruch der Winterzeit für eine aufheiternde Konzert-Party im Gespann einer schillernden Kunst-Ausstellung.

Vergangenes Wochenende wurde die sechste Runde mit der jungen Stuttgarter Tech-Metal-Hardcore-Band Chrono eingeleitet, und gab die generelle Marsch-Route vor. Es sollte laut werden. Unter all den brachial agierenden Akteuren war nur die dreiköpfige Band aus Brighton, Gnarwolves, ein gewisses Pop-Punk-Kleinod. Musikalisch war aber durch die Bank großes Party-Potential auf der Bühne, und die Meute zeigte sich bewegungsfreudig.

Mit Empires Fade, Counterparts und Last Witness war der Abend außerdem mit hochklassigem modernen Hardcore-Futter gefüllt. Bis zu guter Letzt endlich Every Time I Die jegliche überschüssige Energie in einem wahren Southern-Hardcore-Feuerwerk abfackelten. Die Band war quasi das Kolle…

Mindead mit Videoclip zu "Dark Places", produziert von Schwarze Katze.

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Die schwäbische Nu-Metal-(sagt man jetzt schon -Revival?)-Band Mindead hat ein filmisches Video zu ihrem Dauerbrenner "Dark Places" veröffentlicht. Dabei sind sämtliche Rollen von Band-Mitgliedern gespielt. Verantwortlich für das Musik-Video zeichnet sich Joemisch und der Schwarze-Katze-Filmklub aus Stuttgart. Schwarze Katze wird am Samstag außerdem einen Stand beim Metal-Meets-Artcore-Fest im Jugendhaus West haben. Dort können dann sämtliche Werke der Film-Truppe begutachtet werden.

Es wird empfohlen den Clip bei Youtube in HD zu streamen, zwar ist das auch bloß Youtube-HD, aber immerhin ist das schon mal ein gutes Stück besser als der SD-Pixel-Matsch.

Mehr:
mindead.de
schwarzekatzeklub.de

Vorschau zu Metal Meets Artcore VI. Veranstaltung am Samstag 10.11.12 im JuHa-West, Stuttgart.

A Loss For Words brachten am Donnerstag die Party nach Stuttgart, und das ganze Zwölfzehn feierte mit.

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Donnerstagabend wurde das kleine Wochenende schon fast zum richtigen. Mit A Loss For Words aus Boston war eine super Stimmung die in einer mords Sause mündete.

Zwei europäische Support-Bands hatten die Amerikaner im Gepäck. Opener und härteste Band am Abend waren The Convois aus Trier, die Screamo der alten Schule spielten. Ein bisschen wie Silverstein, nur vielleicht nicht ganz so überzeugend. Die zweite Vorband waren Cancer aus Basel. Die Schweizer spielten fast lupenreinen Melodic-Punk, der ganz gut was konnte. So passte alles in allem gut ins Vorprogramm von A Loss For Words.

Mit ihrem Pop-Punk mir der beiläufigen Hardcore-Kante machten die Amerikaner einfach richtig Laune. Dem großartigen Auftritt wurde mit dem hauseigenen "I Want You Back"-Jackson-Five-Cover zu guter Letzt noch die Spaß-Krone aufgesetzt. Fazit: Immer wieder gerne.

Wer frühzeitig in der Innenstadt war hatte zuvor die Möglichkeit ein Akustik-Set von A Loss For Words im ortsansässigen Titus-Skate-Store m…

Feierabend-Musik: "Fuck your religion...", Bielefelder Hardcore-Band Souls For Sale mit Album-Vorbote.

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Löbliche Ideologie-Wochen bei MY INDIE MIND. Nach der weiter unten abgefeierten Punk-Band aus der Rostocker Umgebung, gehen wir diesmal ein bisschen weiter süd-westlich von dort, nicht zu weit, aber immerhin. Die Bielefelder Hardcore-Band Souls For Sale hat ein Lyric-Video veröffentlicht, mit dem sie arg gegen die institutionelle Religion wettern. Wie sagte ich? Ja, löblich. Der Song ist ein Vorbote für das Debütalbum "Scavengers", welches früh in 2013 erscheinen soll.

3, 2, 1, "fuck your religion".


Feine Sahne Fischfilet. Punk gegen Rechts. Neues Album: "Scheitern und Verstehen".

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Feine Sahne Fischfilet hatten wir vor Kurzem im Interview, da Sprachen wir über vieles Neben der Musik, was einen Punk im Nord-Osten der Republik halt so um treibt. Wie der Gossenpunk vom Bahnhof schauen die fünf Musiker allerdings sowieso schon mal nicht aus, und genau so wenig hört sich ihre Musik wie das Durchschnitts-Proleten-Gegröle an.

Zwar haben die Songs auf "Scheitern und Verstehen" jede zutreffende Zutat für öde Ska-Punk-Nummern, Punk-Schlagwerk, Gitarren, Bass und Bläser und... aber halt stopp, vielleicht eben doch jede außer eine - die verblendete, sonnige Alles-Ist-Gut-Parole bleibt aus, und das ist verdammt gut so. Feine Sahne Fisch Filet erzählen von Dorffesten, dem Nazi-Pack, und haben immer wieder treffsichere, musikalische als auch verbale Argumente, warum man der Punk-Rock-Band glauben sollte.

Die Einstellung der Truppe ist löblich, denn wie im Interview deutlich wurde, hat Mecklenburg-Vorpommern, auf dem Land um Rostock herum ein gewaltiges Neo-Nazi-Probl…

Veranstaltungs-Tipp: Künstler-Keile in Stuttgart. Every Time I Die und mehr beim sechsten Metal Meets Artcore im Jugendhaus-West.

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"Wanderlust" von Every Time I Die auf Vimeo.

Das letzte Album von Every Time I Die liegt mit "Ex Lives" schon drei Jahre zurück. Ohne wenn und aber stellte man damals fest, dass es die Band schaffte ihre ursprüngliche Klasse nochmals zu toppen, mehr Schmiss, aber immer noch genug Chaos um nicht weichgespült daher zu kommen. Die Band aus Buffalo im State New York ist kommenden Samstag der populäre Headliner bei der sechsten Auflage des mittlerweile gar traditionsreichen Metal Meets Artcore-Fests im JuHa-West in Stuttgart.

Metal Meets Artcore bedeutet schon seit seinen Anfangstagen das Aufeinandertreffen lauter, brutaler und Metal- und Hardcore-Musik mit zeitgenössischer, lokaler und überregionaler Sub-Kunst, Urban-Art, Querdenker-Mode, Fotografie, Tattoo-Kunst und neuerdings immer häufiger auch Filmerei. Die Veranstaltung bietet als Schmelztiegel der alternativen Subkulturen eine der wichtigsten Plattformen für junge Künste und Künstler in Stuttgart. Als Sahnehäubche…

Seltsame Zielsetzung. Time & Energy, "Strange Kind of Focus".

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Time & Energy sind ein Indie-Duo aus Kalifornien, das mit eigenwilliger Instrumentalisierung viel Zeit und Energie (schlechtes Wortspiel beabsichtigt) aufbringt um abstrakte, bis kaputte Klangwelten zu erschaffen. Die Kaputtheit des Ganzen macht das dabei so hörenswert. Musikalische Kaputtheit ist dabei sicherlich erstmal eine seltsame Zielsetzung, ich weiß, wegen Musik und Harmonie und so.

Eigentlich ist das Ganze aber eine ganz schön ausgeklügelte Sache. Zwischen all der Noise kommen nämlich begleitet von mal spanischen, mal englischen Gesangstexten schöne Melodien aus dem windschief wirkenden Noten-Konstrukt heraus. Die zwei Künstler, Jorge Rios und Brennan Roach, bemühen auf ihrer Platte "Strange Kind Of Focus" zu zweit ein halbes Orchester an Instrumenten - mit Keyboard, Gitarren, Bass, Klarinette, Drums und den unterschiedlichsten Percussion-Instrumenten und dazugeschraubten Synthys entstehen die bunten, Groove-Monster.

Wer Genre-Leitplanken benötigt stellt sich v…