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Architects - "For Those That Wish To Exist". Ein Neuanfang mit einer für diese Band sehr untypischen Zutat. //Album-Review.

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  Architects - "For Those That Wish To Exist" VÖ: 26.2.2021 via: Epitaph Records // Architects . Die Band aus Brighton bedarf eigentlich keiner Vorstellung mehr. Bestimmt hat sie sich mittlerweile aus dem Schatten anderer britischer Metalcore-Ikonen gespielt, über Alben hinweg zig nachkommende Bands mit ähnlichem Sound herangezogen, beeinflusst, eine Metalcore-Generation nahezu geprägt. Für mich persönlich war die Band an sich immer interessant, auch vor allem wegen ihrer tragischen Geschichte, dem Tod eines Bandmitglieds, der musikalischen Verarbeitung dessen und dem ungebrochenen Geist und Willen weiterzumachen. All das beiseite haben mich Architects die letzten vier bis fünf Alben allerdings musikalisch nicht mehr richtig gekriegt. Ultraprofessionell wurde da eine Formel über Jahre abgefeiert. Für den jungen Musiknachwuchs war das der Inbegriff von Musik, für mich bedeutete das Langeweile. Vom technischen Math-Metalcore des Debüts "Nightmares" von 2006 war logisc

Cartograverse. Spoken-Word Poetry mit deepen Lo-Fi-Tunes. Pärchen Wolfmumma und Jamie Nodoubt mit dunklen Gedanken für hellere Zeiten. //EP-Review.

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  Cartograverse - "Self Titled" VÖ: 27.1.2021 via: diy // Cartograverse . Aus Nord-Wales kommt düstere Musik, bisher war das im Myindiemind-Universum meistens Post Hardcore oder ähnliches, bis jetzt. Das Pärchen Wolfmumma und Jamie Nodoubt verbinden düstere Lofi-Musik mit nachdenklichen, rhythmisch gesprochenen Gedichten. Wer wenig mit Spoken-Word-Musik anfangen kann, oder wem das meistens irgendwie zu stressig ist, der sollte Cartograverse trotzdem eine Chance geben. Es wird hier nicht so offensiv wie bei Listener und auch nicht so anstrengend wie bei Kate Tempest. Hinter Cartograverse und Jamie Nodoubt steckt der ehemalige Sänger der Post-Hardcore-Screamo-Band Bastions , der nach seinem Düster-Rap-Projekt Sleep Beggar nun auch mit Cartograverse und seiner Partnerin Wolfmumma moderne zeitgenössische Poetry vertont. Musikalisch werden die nachdenklichen Zwiegespräche der weiblichen und der männlichen Perspektive untermalt von Lo-Fi und Trip-Hop inspirierten Tönen. Die "

Ein Debütalbum von einer Band aus dem Süd-Westen, das wir so nicht haben kommen sehen. Sperling - "Zweifel". //Album-Review.

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  Sperling - "Zweifel" VÖ: 22.1.2021 via: Uncle M // Sperling . Eine Band mit einem Albumdebüt namens "Zweifel". Aus Mannheim und dem Hunsrück, da im Südwesten zwischen der Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg kommt neue Musik, die wir nur auf den Schirm gespielt bekommen haben, dank des vertrauenswürdigen Labels, zwischen Münster und Norddeutschland, Uncle M. Im Pressetext steht der Sperling als einer der wenigen Vögel beschrieben, der überwintert, ausharrt bis alles wieder besser, schön und warm wird. Deshalb der Name der Band. Man merkt schon, da steckt in jedem Wort ein Gedanke und eine Geschichte. Sperling sind fünf junge Herrschaften, die Post-Hardcore mit Sprechgesang und Deutschrap vermischen. Musikalisch und gesanglich rangiert das zwischen Heisskalt, La Dispute, Casper. Rein musikalisch, blendet man die Vocals aus, finde ich in den härteren Ecken des Albums sogar Passagen, die mich an Versus The Mirror erinnern. Nehmen wir all das und den Zusatz eines Cello

Von komplexem Innenleben und dem Mut zu Raum in der Musik. Seahaven - "Halo of Hurt". //Album-Review.

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  Seahaven - "Halo of Hurt" VÖ: 20.11.2020 via: Pure Noise // Seahaven . Die vier Musiker aus Los Angeles hatten die vergangenen sechs Jahre immer mal wieder Zweifel hinterlassen, ob die Post-Hardcore-Band jemals wieder neue Musik veröffentlichen würde. Dann kam im Oktober vergangenen Jahres die Single "Moon" und die Neugierde auf mehr war geweckt. Jetzt sprechen wir über das gesamte neue Werk, das Album dazu. "Halo of Hurt". Mit einem leeren Brummen bahnt sich das Album gemächlich den Weg. Düster, mit viel Raum für Stille, finstere Gedanken und getragene Rhythmik, die einen fallen lässt und immer wieder aufnimmt. Vocals, die sich einschmeicheln können und einen ebenso verzweifeln lassen können. Hier ist ganz viel da, vor allem was über den Mut entsteht, der Musik Raum zu lassen. "I don't belong here", "Void", "Living hell",  allein die Songtitel sprechen Bände, dass das hier kein positives Album ist, und genau das macht e

Wir stellen vor: Devin Heat mit der Video-Premiere zu "Teenage Grief". Zum Jahresstart neue traurig-schöne Songwriter-Musik zwischen Indie und Folk.

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  Devin Heat aus Bremen. Foto: Henk Otte // Wir haben zum Release seiner Video-Single " Teenage Grief"  mit  Devin Heat ein paar Worte gewechselt. Er erzählt uns kurz warum es den Song gibt und warum er ihn nun unbedingt dem geneigten Hörer zeigen möchte. Ein Indie-Folk-Song zwischen Verlust, Trauer und Neugierde.