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Es werden Posts vom November, 2011 angezeigt.

Na dann kann der Winter ja kommen, Neues von Bon Iver.

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Bon hiver, guten Winter, wünsche ich. Ist jetzt nicht so, als würde ich zwanghaft eine besinnliche Stimmung verbreiten wollen. Dass die letzten Beiträge auf mim so ruhig daher kommen liegt einzig und allein an der Jahreszeit. Denn bald ist Winter, und wie wir alle wissen gibt es da Einkehr, Heimkehr und Beinschwer.

Dass die düstere Jahreszeit, die auf diesen sonnigen Spätherbst folgt, ganz schön gemütlich wird, dafür will der gute Bon Iver sorgen. Denn ab morgen gibt es digital die Deluxe Edition von seinem Album "Bon Iver" via iTunes. Darüberhinaus könnt ihr gleich jetzt mit dem unten stehenden Video einen kleinen Roadtrip begehen, natürlich musikalisch unterlegt von Bon Iver mit dem Song "Hinnom, TX". Texas, wie es singt und lacht.



Mehrfacebook.com/boniver

Weils nicht immer laut sein muss. Man höre Owl Paws.

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Owl Paws klingen, wenn man es einfach sagen will; wie eine schöne Mische aus Get Cape Wear Cape Fly, ohne Elektronik, und Say Anything, ohne fiesen Humor und mit wenig Strom. Aber was bleibt dann noch übrig? Na, wunderschöne, kleine Emo-Indie-Lieder mit Streichinstrument, viel Akustik, einer verträumten Stimme und einer sehr angenehmen Atmosphäre. Weils halt nicht immer laut sein muss.

Ihr kleines Album, mit seinen sieben Titeln stellen die vier Musiker aus San Francisco via Bandcamp zum freien Download zur Verfügung. Wer der schönen Musik halber etwas mehr als nichts abdrücken will und kann, der spendet einen persönlich justierten Preis, dank dem "name your price"-Verfahren. Hat man sich auf irgendeinem Weg den Download zugänglich gemacht, erwartet das selbstbetitelte Werk den Zuhörer mit offenen Armen, und Songs die sich ganz gerne in die geneigten Ohren hineinschmeicheln.

Owl Paws bieten gerade die Musik, die man Nachmittags an einem tristen Arbeitstag benötigt. Ein wenig …

Indie? Das gibt es nicht nur in der Musik. Auch im Film und sogar bei Videospielen. Alle Augen auf die Indie-Games.

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Indie ist ein Begriff der längst in der Pop-Kultur angekommen ist. Zuteilen wurde der Begriff durch diese auch geprägt und teilweise von seinem eigentlichen Hintergrund entfremdet. Spätestens seit in Großbritannien so ziemlich jede Form von Pop-Rock mit der Kennung Indie versehen wird weiß der Laie nichts mehr mit der Buchstabenkombination anzufangen. Diese Webseite trägt das Wort ja sogar in seinem Namen. Aber warum? Das klären wir eventuell wann anders.

Im Falle von Videospielen allerdings sind sogenannte Indie-Games, Schrägstrich, Independent-Produktionen mit der Zeit immer wichtiger geworden, fast schon so wichtig wie im Musik oder Film-Sektor. Einfach ausgedrückt heißt Indie im Falle von Videospielen schlicht, dass kleinere Firmen ohne große Gelder, in kleinen Teams, ihre Produkte anfertigen können und bestenfalls auch an den Mann bringen können. So hat sich neben dem Mainstream eine starke Subkultur gebildet, die es unter dem Decknamen Indie-Games kleinen, vermeintlich jungen u…

Circle Takes The Square kommen nach Deutschland!

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Das Jahr ist für den Post-Hardcore doch noch nicht vorzeitig gelaufen. Nee, 2012 ist sogar irgendwie sowas von gerettet. Vorausgesetzt man kann was mit den experimentellen Querköpfen Circle Takes The Square anfangen. Denn die guten Freigeister aus den USA kommen im Januar und Februar zusammen mit Kylesa nach Europa, und machen des öfteren in Deutschland halt.

Hier sind alle Termine im deutschsprachigen Europa:
13.01.12 - Oberhausen, Kraftwerk in der Turbinenhalle24.01.12 - Zürich, Abart25.01.12 - München, Feierwerk26.01.12 - Wien, Arena28.01.12 - Schweinfurt, Alter Stattbahnhof30.01.12 - Berlin, Magnet31.01.12 - Hamburg, Logo15.02.12 - Leipzig, Conne Island16.02.12 - Karlsruhe, Jubez

 Mehr: ritualofnames.blogspot.com

Bisschen Hawaii auf der Bühne. Zebrahead live in Hannover. Mit Kids In Glass Houses und Radio Havanna.

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Gummipalmen, "Aloha"-Pappe, Papiergras und eine kitschig hawaiianisch anmutende Strandbar. All das und natürlich Alkoholmische in Becher-Haltern an Mikro-Ständern, schmückten die Bühne der 60er-Jahre-Halle in Hannovers Faust. Der Grund: am Dienstagabend spielten dort die Rapcore-Pop-Punks Zebrahead, allesamt in Hawaii-Hemden. Ein bisschen Sommer im eiskalten Deutschland kann sowieso nicht schaden.

Die aus dem sonnigen Orange County, Kalifornien stammenden Punk-Rocker waren schon eine ganze Weile nicht mehr als Headliner auf unseren Bühnen zu sehen. Seit 1996 sind die fünf schon dabei, und zeugten live keineswegs von Altersschwäche. Matt Lewis, der erst seit 2004 an der Rhytmusgitarre und dem cleanen Gesang bei Zebrahead aufspielt hat sich nun auch schon über acht Jahre in die Kapelle hineinspielen können, und trotzdem wirkt all das noch wunderbar frisch, auch wenn die Herren mittlerweile zu guten Teilen gealtert dastehen.

Als Vorgruppen waren am Abend Radio Havanna aus Berl…

Was für ein Tag. Alle schlechten Dinge sind drei. Escapado sind auch nicht mehr.

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Okay jetzt ist es sicher. 2012 geht die Welt unter. Künstler und Musiker haben da sowas wie einen Riecher dafür. So wie Tiere eben. Nach Thrice und Thursday packen nun auch Escapado die Sachen und ziehen sich zurück an einen finsteren, leisen Ort. Mit folgendem Facebook-Post verabschieden sich die Flensburger Hardcorler:
"2002-2011.
Verdammt nochmal DANKE FÜR ALLES! Für all die schönen, verrückten und einzigartigen Momente, die wir mit dieser Band und vor allem mit Euch erleben durften! Wir würden alles genauso wieder machen. Es war uns eine Ehre! Habt es gut! 
Für immer, Eure Escapados." Dabei hatte die Band doch erst kürzlich mit neuem Frontmann den neuen Sound gefunden. Tja so ist es halt manchmal.

Mehrfacebook.com/escapado

And another one bites the dust. Oder: Tschüs, Thursday, war schön mit euch.

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Nach der gestrigen Hiobsbotschaft von den direkten Kollegen im Ein-Mal-Eins des Post Hardcore, Thrice, können wir uns erst gar nicht erholen. Thursday aus New Brunswick sind jetzt auch Geschichte. In einem gewohnt seriösen Statement (hier nachlesen) der Band, kündigen die fünf Musiker das Ende von Thursday an.

Es ist nicht das erste Mal, dass Thursday das Handtuch werfen wollen. Schon 2003, nach der Veröffentlichung von "War All The Time" sah es kurz so aus, als wollte Frontmann Geoff Rickly nicht mehr. Damals sprach der leidenschaftliche Mensch von musikalischer Stagnation, und sah sich ohnmächtig gegenüber ihrem Durchbruchswerk "Full Collapse", jemals wieder etwas annähernd so Bahnbrechendes veröffentlichen zu können. Heute liest man aus den Zeilen jedoch im Gegensatz dazu Glückseligkeit über all das was Thursday über 13 Jahre Bandgeschichte geschaffen haben. Jedoch scheinen sie als Kollektiv wieder an den Punkt gekommen zu sein, dass musikalisch nichts mehr zus…

Kids In Glass Houses. Mit neuem Album und Zebrahead live unterwegs.

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Mit ihrem mittlerweile dritten Album im Gepäck befinden sich die Briten momentan, seit Mitte November auf Tournee durch deutsche Clubs, im Vorprogramm von Zebrahead. Nächster Stopp für die "Get Nice or Die Trying"-Tour ist heute Abend Hannover, in der 60er-Jahre-Halle auf dem Faustgelände.

Seit 11. November ist das neue Album "In Gold Blood" von Kids In Glass Houses via Roadrunner-Records im freien Handel erhältlich. Das Motto könnte einem James-Bond-Klassiker entnommen sein, denn wie im Agenten-Streifen prangt eine Dame in Goldfarbe auf dem CD-Cover. Jedoch nicht all zu lasziv, eher eingesaut und wenig erkennbar.

Im aktuellen Video zur Single "Not In This World" bewerben Kids In Glass Houses ihren groß aufgefahrenen, im Punk fußenden Alternative-Rock. Wem das gefällt, der sollte heute Abend in Hannover auf jeden Fall rechtzeitig zur Zebrahead-Show antanzen. Die Türen öffnen um 19 Uhr.

Thrice melden Schaffenspause an.

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Nach der aktuellen US-Tour ist erst einmal Schluss, verkündet die Nachricht, die Frontmann Dustin Kensrue auf der Bandwebseite veröffentlichte. Allerdings gibt er sogleich Entwarnung. "Thrice is not breaking up.  If nothing has broken us up by now, I doubt anything ever could. However, we will be taking a break from being a full-time band, and the upcoming tour in the Spring will be the last one for the foreseeable future."

Thrice stellen im Weiteren klar, dass die nähere Zukunft der Bandmitglieder zunächst vom Familienleben dominiert wird. So nennt Dustin Kensrue als Hauptgrund seine drei Töchter die er beim weiteren Aufwachsen begleiten möchte.

Nach dreizehn Jahren Bandgeschichte, und dem famosen "Major/Minor" ist also nun erst einmal Ruhe angesagt. Die aktuelle Tour werden die Kalifornier in den USA noch beenden, um sich danach zunächst ihren Privatleben zu widmen. Wann wir Europäer die Thrice mal wieder zu Gesicht bekommen könnten, ist weiterhin erst einmal ung…

Matt Pryor gefällig? Neues Solo-Album vom Get-Up-Kids-Mann, angenehm.

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Einigen von uns ist Matt Pryor sicherlich ein Begriff als Sänger und Gitarrist bei der Indie-Emo-Band The Get Up Kids. Als Auftakt ins neue Jahr wird der Künstler nun erst einmal ein neues Soloalbum veröffentlichen.

Mit runtergeschraubten, kleinen Songs soll da etwas ganz Intimes kommen. So richtig für die dunkle Jahreszeit eben. Während Pryor, vergangenen Mai, sein Werk im eigenen Studio zusammengebaut hat, wurde das neue Album mit dem Namen "May Day" via des Crowdfunding-Portals Kickstarter durch seine Fans ermöglicht. Also ganz im Geiste des Do-It-Yourself-Ideals, ohne großartige Major-Deals.

So macht es sich auch gut, dass das kleine aber feine Indie-Label Arctic Rodeo den deutschen Vertrieb dafür übernehmen wird. Matt Pryors bis dato zweites Album wird am 27. Januar 2012 hierzulande als Vinyl, CD und Download veröffentlicht.

Viel zu hören gibt es vom neuen Album leider noch nicht, aber der dreißigsekündige Clip auf seiner Facebook-Seite macht schon mal Lust auf mehr.

Me…

Kostenlose Downloads von Frank Turner. Daytrotter Session mit vier Songs, live eingespielt.

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Die Daytrotter-Sessions haben in den USA schon eine gewisse Tradition. Sie werden meistens in einer kurzen Verschnaufspause während einer US-Tour bekannter Künstler aufgezeichnet. Innerhalb von zwei Stunden, in denen die Bands im Daytrotter-Studio "Horseshack" in Rock Island, Illinois vorbei schauen, werden drei bis vier bekannte Songs neu interpretiert. Die Idee dahinter ist dabei den müden Tagestrott einer sich auf Tour befindenden Band einzufangen. Mit minimalem Sound-Engineering entstehen dabei bekannte Songs neu und klingen genau so wie die anwesende Band oder der Künstler sich innerhalb der gegebenen zwei Stunden fühlte.

Nun liegt die Daytrotter-Session von Frank Turner online im Stream und zum kostenlosen Download bereit. Der Folk-Rock-Herzensbrecher aus England hat dabei vier Songs eingespielt. Namentlich: "One Foot Before The Other", "Balthazar, Impresario", "Sailor's Boots" und "You Can't Choose The One That You Love"…

Fieses nord-waliser Wetter. Oder warum die Platte von Bastions so gemein klingt.

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Bastions stammen aus der Einöde Anglesey, einer Insel, oben im nördlichen Teil von Wales. Wikipedia zufolge haben dort mal die Druiden gehaust und ihren Schabernack getrieben, bis sie von den Römern gemeuchelt wurden.

Anglesey wird auch Holy Island genannt, und davon singt auch Frontmann, Jamie Burne, vielmehr beschreit er die ländlich beeindruckende Insel gleich im zweiten Song "Visitant". Mit "Holy Island [...] the son you've betrayed has finally passed away" findet er nicht gerade die liebevollsten Worte für die Landschaft seiner Heimat.

Es müssen depressive und lange Winter sein, die dort in der Irischen See verlebt werden. 280 Kilometer von der Hauptstadt Cardiff entfernt, die nächste große Stadt das englische Liverpool. Dort in der ländlich geprägten, tristen Einöde schreiben sich starke, treibende Hardcore-Songs, die in "Hospital Corners" ein passendes Outfit gefunden haben.

Tobend, groovend, peitschend wuchtet das neue Album von Bastions den Z…

Fake Figures: Rotziger Rock-N-Roll-Punk zusammengebaut aus Atreyu, Hotwire, Scars of Tomorrow und Nightfall.

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Fake Figures besteht aus Sänger Russ Martin von unter anderem Hotwire, Gitarrist Travis Miguel von Atreyu, Gitarristin Heather Baker von The Iron Maidens, Drummer Justin Pointer von Nightfall und Bassisten Bob Bradley von Scars Of Tomorrow.

Zusammen machen die fünf Künstler griffigen, verrotzten Rock-N-Roll-Punk, der auch die ein oder anderen experimentelleren Momente zu bieten hat. Am Nikolaustag, (wer nicht weiß wann das nach christlicher Zeitrechnung ist) am 6. Dezember, soll die erste EP der vermeintlichen Supergroup digital veröffentlicht werden. Das Teil wird "Hail The Sycophants" heißen und ungefähr wie in folgendem Clip zum EP-Song "Something Deadly" klingen.


Mehr: facebook.com/fakefigures

Emocore lebt, ohne Kajal und lackierten Fingernägeln, echt jetzt. Pianos Become The Teeth. "The Lack Long After".

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Im Fotoalbum von Mark Zuckerbergs Gesichtersammlung beweisen die fünf Amerikaner auf jeden Fall schon mal, dass sie ungern ernste Bandfotos online stellen. Musikalisch sind Pianos Become The Teeth ein Trip in die End-Neunziger, bis frühen Zweitausender. Als Emocore noch kein Mascara trug und die komischen Frisuren einzig und allein in alten Hair-Metal-Video-Clips Verwendung fanden oder für Bill Kaulitz' in der Planungsphase waren.

Ähnlich wie die oft angesprochenen Title Fight gefällt bei Pianos Become The Teeth die raue, Schrei-Singerei, die so ganz einfach frei von der Seele zu kommen scheint. Musikalisch und von der emotionalen Intensität erinnert das oft wohlig auch an Thursday zu Full-Collapse-Zeiten. Inbrünstig schreit Frontmann Kyle Durfey sich über die ganze Länge von "The Lack Long After" die Seele aus dem Leib. Zu keiner Minute klingt dies gekünstelt, als würde ihm Jederzeit die Stimme versagen, als wäre keine Gesangstechnik vorhanden, nur der bloße Weltschmer…

Neues Video von Defeater. Na dann hau mal drauf, Haudrauf!

Im filmerisch wertvollen Videoclip zu "Empty Glasses" aus dem aktuellen Album "Empty Days & Sleepless Nights" von Defeater geht es in einer Kneipe volle Kanne zur Sache. Wer das in echt, noch diesen Dezember nachspielen will, kann das zu folgenden Terminen in den lokalen Rockstuben.
13.12. Antwerpen - Trix 14.12. Hamburg - Hafenklang 15.12. Berlin - Cassiopeia 16.12. Leipzig - Conne Island 17.12. Stuttgart - Juha West 18.12. Bochum - MatrixMehrbridge9.com/defeater

La Dispute umzingeln im Januar Deutschland. Tour nennt sich das auch.

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In den USA gelten sie ja schon quasi als Mitbegründer jener neuen, intelligenten, emotionalen Hardcore-Bewegung, die dann mal "The Wave" genannt wird. Auch wem jetzt das neue Album "Wildlife" nicht so kantig reinläuft wie sein langnamiger Vorgänger, so sollten La Dispute live doch genug Kante parat haben. Exempel werden im Januar statuiert.

Nun kommen sie auch doch endlich mal nach Deutschland. Nachdem sie die kleine Tour mit Envy kürzlich abgeblasen hatten. Im Januar, nämlich, kommen La Dispute für ganze vier Termine nach Deutschland. Mit diesen vier Daten umzingeln sie unser Land recht praktisch. So sollte in jeder Himmelsrichtung was dabei sein. Hier die doch recht überschaubaren Termine.
16.01. Köln - Underground17.01. Berlin - Magnet18.01. Hamburg - Hafenklang19.01. München - 59 to 1Mehr: ladisputemusic.com

Aus der Haut fahren mit Fingerspitzengefühl: Thoughts Paint The Sky. "Nicht Mal Mehr Wir Selbst".

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Man nehme zwei Akustikgitarren, presse sie durch Effektzwischenstufen, haue kräftiges Schlagzeug und einen Bass dazu, und fertig ist Thoughts Paint The Sky.

Doch so einfach ist es dann auch wieder nicht. Denn wie Hauptsänger Daniel in "Wunschkonzert" schon so treffsicher formuliert, wird hier "aus der Haut gefahren mit Fingerspitzengefühl". Mit ihrem dritten Album, dem ersten auf Midsummer-Records, "Nicht Mal Mehr Wir Selbst" spielen die Essener gar poptaugliche Songs, die sich zu guten Stücken dann aus dem deutschsprachigen Indie-Rock in kräftige Screamo-Passagen, Wort-wörtlich, hineinsteigern. Die gewitzten Liedtitel und die cleveren Texte sind dann viel mehr als nur bloßes Beiwerk. Die Lyriken verleihen der Band einen Charme und eine Seele, die man in solchen, fast sogar radiotauglichen Songs, selten findet.

Lustigerweise erinnert der Opener "Guten Appetit", neben seinen Rhythmikwechseln, zwischen Harmonie und Druck, auch vor allem wegen dem…

MNMNTS. On a top ten list of things I hate the most, your name appears twice. Ein Review.

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Man sagt ja immer Rheinländer hätten ein ruhiges Gemüt, und bevor es mal kracht wird jegliche Unzufriedenheit halt in Wein ertränkt. Monuments ohne Vokale haben dort ein anderes Vorgehen. Die Hardcore-Punk-Band MNMNTS kanalisieren ihren Hass und Weltschmerz in brutale musikalische Wutausbrüche.

Dabei bringen sie auf ihrer 2011er Platte alle Mittel mit um verdammt noch mal richtig die Sau fliegen zu lassen. "The Good Life" klingt wie eine unkalkulierte Spitze zwischen den Genre-Freunden Gallows aus England und den Italienern Gold Kids. Der Titel des Albums ist dabei mehr als nur sarkastisch aufzufassen. Im Opener "Cigarette Mouth" stimmt die kratzbürstige Stimme des Frontmanns mit folgenden Worten auf das wütend, brodelnde Machwerk ein: "On a top ten list of things I hate the most, your fucking name appears twice". Über das gesamte Album hinweg agiert die Band musikalisch und stimmlich auf unglaublich hohem Niveau. Vergleiche mit internationalen Szene-Grö…

Aus Tokio nach Stuttgart. Envy live mit herzlicher Unterstützung von Reznik Syndrom.

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Sphärische Töne erklingen aus dem verspiegelten Saal des JuHa-West in Stuttgarts Westen, schon früh bevor die ersten Gäste anwesend waren. Allein der Soundcheck von Envy aus Tokio türmte die Haare im Nacken zu Bergen auf. Am Donnerstagabend waren die Japaner zum ersten Mal in Stuttgart zu Gast, und wurden bei einer intensiven Live-Show von den lokalen Reznik Syndrom dabei herzlichst unterstützt.

Die Musik von Envy setzt mit ihren verspielten Melodien, den vertrackten, daraus explodierenden Kraftakten eine Magie frei, die man so sehr selten erlebt. Durch die japanischen Texte entsteht zusätzlich ein komplett artifizielles musikalisches Erlebnis. So wirkt der Post-Rock trotz seiner Hardcore-Wurzeln stark atmosphärisch, wie man es sonst von Ambient-Bands gewohnt ist. Als europäischer Zuhörer konzentriert sich eben dabei alles auf die Musik und die Rhythmik und Harmonie, die über die Musik vermittelt wird, die einen Emotional berührt, ohne dass man auch nur ein einzelnes Wort der exotisc…

Geschichtsstunde: Sick Of It All mit alten Songs neu aufgenommen. "Nonstop".

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25 Jahre lang beliefern Sick Of It All aus New York die Welt mit Hardcore-Hymnen und gaben in einem aufstrebenden Genre von Anfang an den Ton an. Fans der jungen Stunde, die einfach zu spät geboren wurden um die Anfänge miterleben zu können, können das seit Kurzem mit der DVD "The Story So Far" nachholen. Zum 25. Jubiläum veröffentlichen die lebenden Hardcore-Legenden nun obendrauf ein 21-Titel-starkes Album namens "Nonstop".

Das Album ist keine plumpe "Best Off"-Sammlung, sondern beinhaltet die besten Songs der Bandgeschichte, die unter der Regie des dänischen Produzenten Tue Madsen komplett neu aufgenommen und abgemischt wurden. Der limitierten Edition liegt außerdem auch der Dokumentarfilm "The Story So Far" auf DVD bei.

Einige der neu eingespielten Klassiker können auf der Facebook-Seite von Sick Of It All gehört werden.




Sick Of It All - "Nonstop"
VÖ: 28.10.2011
via: Century Media (EMI)

Mehrfacebook.com/sickofitallny


"Wait For My Raccoon"-Video von Hundreds, zum Tour-Auftakt.

Hundreds - Wait For My Raccoon from Sinnbus on Vimeo.

Das Hamburger Electronica-Duo, Hundreds begibt sich ab heute auf ausgedehnte Europa-Tour. Dazu veröffentlichte die Band ein schickes Video zu "Wait For My Raccoon". Der zwischen Trip-Hop und Ambient rangierende Titel ist dem 2010er Debüt-Album entliehen.

Außerdem zur Europa-Tour veröffentlicht das Geschwister-Paar, Philipp und Eva Milner, gleich zwei CDs mit internationaler Schützenhilfe; einmal am 2. Dezember das Remix-Album "Variations" und am 11. November die EP zum "Grab The Sunset"-Remix, beide Male via Sinnbus Records. Zu letzerem gibt es aus der kommenden EP die geremixte Interpretation von Phon.o bei Soundcloud zum kostenlosen Download (klick).

Ohne Worte: Mogwai in Hannover mit künstlerischer Unterstützung von Gruff Rhys.

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Gemütlich tummelte sich eine für Capitol-Verhältnisse recht überschaubare, ausgewählte Meute Musikliebhaber in Hannovers Venue am Schwarzen Bären. Gelten Mogwai in Szene-Kreisen als gesetzte Größe, ist Post-Rock dieser künstlerischen Tiefe, doch eher eine Nischen-Erscheinung. Am Montagabend waren die Schotten zusammen mit spezieller, walisischer Unterstützung in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu Gast. Ein atmosphärisch dichter Abend sollte so seinen Lauf nehmen.

Die angesprochene künstlerische Unterstützung aus Wales war der Solokünstler Gruff Rhys, der den Abend für Mogwai eröffnete. Mit seinem sehr progressiven Concrete-Pop stimmte er auf den musikalisch höchst anspruchsvollen Abend verdammt noch-mal stimmig ein. Hinter einem Pult mit Plattenspieler, kleinem Keyboard, unzähligen Spielereien, drei Mikros, einer Gitarre und einer Rassel schuf er mithilfe Samples und anderen Tricksereien, Rhythmen und einen unglaublich dichten Klangteppich, der zusammen mit seinen zuteilen in …