Loose Suspense. Anklagend, zwingend. Stuttgarter Melodic Hardcore mit neuer Luft. Die neue EP "Past Mistakes".

Loose Suspense. Foto: Promo
Loose Suspense klingen wie vier angepisste Typen von irgend 'nem eiskalten Meer. Vier Typen sind's. Ob diese angepisst sind? Wahrscheinlich schon von irgend etwas. Von einem Meer kommen sie nicht. Keiner See. Eiskalt ist es hier auch eher selten. Die vier Miesepeter kommen aus Stuttgart. Vor gut einem Jahr haben sie sich von ihrem damaligen Frontmann getrennt. Schnell wurde Ersatz gefunden.

Eine Hymne. Eine sehr deprimierende


Jörg, ehemals die Stimme von Reznik Syndrom sprang ein. Schaltete von Deutsch auf Englisch und gibt jetzt Loose Suspense neue Luft. Inhaltlich geht's um unsere kaputte Gesellschaft, und wie "wir" nie aus vergangenen Fehlern lernen. Stichwort: Homophobie, Fremdenhass etc. Dieses "Deutsch"-Sein das plötzlich wieder unsere Breiten von bunt in braun färbt, wird von Loose Suspense an den Pranger gestellt. Mit düsterem, walzenden, mal nachdenklichem modernen melodischen Hardcore. Im kürzesten Song, einer Neuauflage eines alten Werks, "Perspectives 2016" ist die Gaststimme von Kála-Frontmann Sebastian zu hören. Nachdem diese Eins-Dreißig mächtig Kante geben, kommt aber der stärkste Song, zu guter Letzt.

"Citation" ist irgendwie eine Hymne geworden. Eine sehr deprimierende.

Die ganze EP könnt ihr außerdem jetzt schon im Netz kostenlos anhören. Später im Jahr kommt dann die Vinyl-Auflage.



Loose Suspense - "Past Mistakes"
VÖ: 10.9.2016
via: diy

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Im Anschluss "Past Mistakes" in Gänze anhören.





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