Cartograverse. Spoken-Word Poetry mit deepen Lo-Fi-Tunes. Pärchen Wolfmumma und Jamie Nodoubt mit dunklen Gedanken für hellere Zeiten. //EP-Review.

 

Cartograverse - "Self Titled"
VÖ: 27.1.2021
via: diy
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Cartograverse. Aus Nord-Wales kommt düstere Musik, bisher war das im Myindiemind-Universum meistens Post Hardcore oder ähnliches, bis jetzt. Das Pärchen Wolfmumma und Jamie Nodoubt verbinden düstere Lofi-Musik mit nachdenklichen, rhythmisch gesprochenen Gedichten. Wer wenig mit Spoken-Word-Musik anfangen kann, oder wem das meistens irgendwie zu stressig ist, der sollte Cartograverse trotzdem eine Chance geben. Es wird hier nicht so offensiv wie bei Listener und auch nicht so anstrengend wie bei Kate Tempest. Hinter Cartograverse und Jamie Nodoubt steckt der ehemalige Sänger der Post-Hardcore-Screamo-Band Bastions, der nach seinem Düster-Rap-Projekt Sleep Beggar nun auch mit Cartograverse und seiner Partnerin Wolfmumma moderne zeitgenössische Poetry vertont. Musikalisch werden die nachdenklichen Zwiegespräche der weiblichen und der männlichen Perspektive untermalt von Lo-Fi und Trip-Hop inspirierten Tönen. Die "Self Titled" ist die Debüt-EP von Cartograverse, sie umfasst fünf Titel und muss vor allem mehrmals gehört werden um ihre Stimmung und ihren Sog zu entfalten. Wenn man sich in der Stimmung für ruhige, nachdenkliche Gedankenspiele befindet und sich auf dieses spezielle Werk einlässt, dann zieht es einen förmlich in seinen Bann. Jamie hatte mich persönlich auf die EP aufmerksam gemacht, viele Zuhörer hat das spannende Projekt bisher noch nicht - hätte es aus meiner Sicht aber verdient, auch wenn es eine spezielle Art Musik ist, oder vielleicht gerade deswegen.

7/10 Punkte

Für Freunde von: Thomas D, Hotel Books, Björk


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