The Damned Things: Gut und Böse vereint.

CD-Besprechung. Was in diesem Bündnis Gut und was Böse ist liegt sicherlich im Auge des Betrachters. Das halbe Fall Out Boy vereinte sich mit dem halben Anthrax, und holte sich zusätzlich den Frontmann von Every Time I Die aus der augenzwinkernden Sexismushölle. Mit dem Primus Keith Buckley dazu zu bringen weniger zu Keifen und mehr zu Singen - und ein bisschen zu musizieren, versammelten sich die fünf Musiker aus ihren drei verschiedenen Welten vergangenes Spätjahr im Proberaum. Dabei entstand der wahrscheinlich eingängigste, poppige Heavy Metal der aktuellen Stunde. The Damned Things waren geboren. Nächste Woche steht das Album "Ironiclast" in den gut sortierten Händlerregalen.

"Ironiclast" VÖ: 14.12.2010
1. Handbook for the Recently Deceased
2. Bad Blood
3. Friday Night (Going Down In Flames)
4. We've Got a Situation Here
5. Black Heart
6. A Great Reckoning
7. Little Darling
8. Ironiclast
9. Grave Robber
10. Blues Havin' the Blues


Mit zehn, saucoolen Pop-Metal-Stücken unterhalten The Damned Things über ihr komplettes Debütalbum mit griffigen Rhythmen und eingängigen Melodien. Sänger Keith Buckley argiert sicherlich auf dem höchsten Niveau, seiner Karriere. Zumindest was den cleanen Gesang angeht. Man hört den Einfluss aller beteiligten Bands hier und da recht deutlich durch. Fall Out Boys Power Pop wird mit dem größeren Metal-Anteil dank den Anthrax-Einflüssen deutlich härter, und über den Every-Time-I-Die-Frontmann findet ein erfrischender Southern-Hardcore Einzug in das groovende Endprodukt. Meine persönlichen Highlights: "Black Heart" und "Fiday Night". Am ehesten könnten nun Anthrax-Jünger angepisst sein. Aus dieser Sicht sind sicherlich Fall Out Boy das Böse schlecht hin. Aber was wir hier zu hören bekommen sollte niemanden mit einem schlechten Beigeschmack zurück lassen. Das Album macht einfach Spaß.

An dieser Stelle kann man das komplette Album momentan anhören.

Mehr: myspace.com/thedamnedthings

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