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Boysetsfire. Immer noch am Zündeln, und das Feuer ist noch nicht erloschen. Aber kann ein neuer Funke überspringen? Das neue, sechste Album. Das erste selbstbetitelte.

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Boysetsfire . Sind jetzt zu sechst. Foto: Promo "Das neue Boysetsfire-Album wird ähnlich wie "Misery Index" sein. Es wird diese tollen Rock-Balladen, diese melodischen Rock-Songs geben. Aber auch der harte Scheiß wird seinen Weg auf die Platte finden. Die meisten unserer Zuhörer lieben eben die melodischen Songs, und die harten Titel spalten die Fans in zwei Lager." Das sagte mir Frontmann Nathan Gray vor zwei Jahren in einem Interview. Und genau so ist es jetzt gekommen. Mit "Savage Blood" startet das Album, das nur "Boysetsfire" heißt bedrohlich brodelnd, startet dann aber gleich hymnenartig in den ersten großartigen Pop-Rock-Refrain durch. Ein Stimmungsbild, das innerhalb von 30 Sekunden die Richtung vorgibt, das Credo von Boysetsfire. Post Hardcore wie er im Buche steht. Emotionale Vocals von Nathan Gray, meistens mit Backingvocals oder mehreren Layern in Klangbreite produziert, als Kontrast zu rauen stagnierenden Gitarrenriffs, ein...

Leitkegel - Tocotronic darf niemals siegen. Livemusikvideo.

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Ich war mit den lieben Leuten der Emo-Indie-Postcore-Band (selbst sagen sie immer gerne Action-Rock ;) )  Leitkegel  bei ihrem vorerst so ziemlich letzten Gig in Herne im Ruhrgebiet auf einem netten kleinen Open Air und - weil ein Satz nicht viel länger werden kann - habe dort ein bisschen gefilmt. Den Gig, und drum herum. Daraus habe ich dann oben stehendes Video geschnitzt. Den Live-Sound hat der Mischer vom KAZ bereit gestellt. Danke dafür.

Perished Bodies: Planks verabschieden sich mit ihrem letzten Album ganz schön leise.

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Planks. Eigentlich wollte ich das Review zur neuen und letzten Planks -Platte mit einem Schwenk der Abschiedsshow in Mannheim beginnen. So von wegen „vor drei Wochen stand ich noch trauernd im Mannheimer Jugendzentrum“. In der Tat ist das letzte Konzert inzwischen aber über neun Monate her – ganz schön lange und verdammt haben sich die Jungs Zeit gelassen, bis ihre Abschieds-LP veröffentlicht wurde. Ab dem 11. September 2015 ist „Perished Bodies“ dann endlich verfügbar und das letzte Kapitel der Band vollends abgeschlossen. Ein wahres Trauerspiel, gehörte die Band aus der Mannheimer Gegend doch zu den Urgesteinen der hiesigen, düsteren Musiklandschaft. Die Band war nie so richtig einzuordnen und mixte bunt Elemente aus Doom, Post-Rock, Hardcore und sogar Wave. Da gab es beispielsweise das grandiose Cover von The Cures „A Forest“, das die Stimmung des Originals perfekt aufgegriffen und auf eine eigenartig erfrischende Weise perfektioniert hat. Die genannten und bekannten Genre...

Moro. Nordisch, kalt, vorwurfsvoll. Hamburger Screamo-Vierer befasst sich mit Rape-Culture, Unterdrückung und Quälerei. "Entrüstet" eine Konzept-EP.

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Moro. Deutschsprachig, anklagend, getragen, schleppend peitschend. Die Musik der Hamburger Band Moro klingt wie eine Qual. Vor allem wenn die Worte, die sich durch die Musik bohren beim Rezipienten verstanden werden. Unterdrückung durch das vermeintliche starke Geschlecht, die Pein schwächer Gestellten in unserer Gesellschaft. Vergewaltigung, Quälerei. Das ist die Themen-Welt, das Konzept, dem "Entrüstet" der ersten EP von Moro unterliegt. Diese niederschmetternde Thematik zieht sich durch den apokalyptisch zerstörten Sound der vier Songs. Leichte Kost ist eine andere. Die Musik von Moro richtet sich an die Diskursfreudigen unter uns. Menschen, die nicht alles unter dem Deckmantel der Unterhaltung begraben können und wollen. Eine lebendige Gesellschaft muss auch ihre Schattenseiten kennen. So ist "Entrüstet" von Moro ein kleines Stück Musik, das im deutschen Düster-Hardcore und Screamo durchaus erwähnenswert ist. Selbst hören. Ist bestimmt nicht Jedermanns...

Von Stehblues und frenetischem Beifall. Interpol und Abay, kürzlich im Theaterhaus in Stuttgart.

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Interpol . Rot wie Blut, oder ist's doch die Liebe? Wenn du als 28-Jähriger einer der jüngsten im Publikum bist, weißt du dass es ein anspruchsvoller Abend wird. Zwar sind Interpol nicht die älteste Band der Welt. Aber wenn du seit 17 Jahren den Post-Punk stetig wiederbelebst, hast du einerseits keine dem Mainstream gewidmete Discographie und andererseits sprichst du hauptsächlich Fans von Bands aus den 80ern an. Joy Division, The Cure et cetera. So mutete das Publikum der Show am Mittwoch im Theateraus in Stuttgart auch eher gesetzt als spröde hip an. Klar, Interpol machen nicht die heftigste Musik. Kein Tanz-Punk. Aber die ein oder anderen Rhythmen laden durchaus zum Tanzen ein. Das sah das wohl gefüllte Theaterhaus in Stuttgart allerdings anders. Das Publikum glich die meiste Zeit Statuen. Still. Lauschend. Zunächst nahm ich an, dass das eben bei der Vorgruppe Abay der Fall sei. Doch als plötzlich die Musik verstummte: frenetischer Applaus. Auch schon bei der Vorgruppe. ...

Griechischer Sieben-Achtel zwischen Neo-Folk und Post-Ethno-Pop. Sea + Air zwischen Politik und Romantik. Ein Wort: "Evropi".

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Sea + Air... bzw. Er und Sie. Foto: Andreas Hornoff Fotografie Quelle: facebook . Fragiler wird Punk nicht mehr. Sea + Air werden mit "Evropi" ihrem zweiten Album politisch. Das griechisch-deutsche Musik-Duo und Ehe-Pärchen überträgt seine multikulturellen Erfahrungen aus der persönlichen Beziehung und ihrem Umfeld auf die vermeintliche Griechenland-Krise und ein zerbrechendes europäisches Gemeinschaftsgefüge. Der Titel "Evropi"- auf Griechisch: Europa - ein klares Bekenntnis zu einem vereinten Kontinent. Die Liebesbeziehung der beiden glücklich verheirateten Künstler Eleni Zafiriadou und Daniel Benjamin wird somit zum politischen Statement. Manifestiert in der neuen Musik von Sea + Air.  Nach ihrem Debüt " My Heart's Sick Chord ", das ihren Quasi-Durchbruch " The Heart Of The Rainbow " beherbergte, legt " Evropi " eine ganze Schippe oben drauf. Die musikalische Rafinesse, die die kleine Band live als zwei Multiinstrum...

New Noise Festival 10. Birds In Row, Svffer, Raein, The Story So Far, Empowerment und und und. Insgeheim ging's uns eigentlich ums Essen.

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New Noise wird zum Club-Festival. Foto: Handy Wir sind ja geteilter Meinung am Samstag nach Karlsruhe gefahren. Einerseits freuen wir uns immer auf die schöne laute Musik beim New Noise, andererseits war es in diesem Jahr kein Open Air. Keine Wiese, keine Zirkuszelte. Anstatt dessen drei Clubs, das neue Substage, die Fleischereihalle und die Alte Hackerei. Alle insgesamt mit über dreißig Bands bespielt, im kulturellen Herzen Karlsruhes auf dem Alten Schlachthaus Areal, wo sich Veranstaltungsräume der unterschiedlichsten Garnitur häufen. Die drei Clubs, allesamt durch einen Hinterhof verbunden, stellten sich dann aber als würdige Location dar. Zwischen den Läden, die Bar, Fress-, Platten- und Merch-Stände sorgten für das passende Basar-Feel. Allerdings war das zehnte New Noise Festival in Karlsruhe dann doch irgendwie ein anderes Fest als in den Vorjahren. Nicht schlechter, aber eine komplett andere Atmosphäre. Musikalisch setzten die Veranstalter aber weiterhin auf die gewohnte...