"Woah, woah money or no. I've got my head held high and somewhere to go!" Sommer-Hardcore auf "Funemployed". Das ist die Neue von Gnarwolves.

Gnarwolves. Foto: Promo
Diese drei schrägen Engländer schaffen es doch tatsächlich immer wieder zu begeistern. Gnarwolves hatten mit ihrem Debüt "Cru" die frisch anrollende Emo-Revival-Welle aus England angeführt. Oder so fühlte es sich zu mindest für uns Deutsche an. Mit ihrer zweiten richtigen Veröffentlichung leben die Kerle aus Brighton in vier Songs und insgesamt weniger als zehn Minuten ihren Hang zu handfestem Hardcore-Punk aus.

"Funemployed" gewinnt schon einmal den Knuddel-Preis für bester EP-Titel. Der klar stellt: man ist hier dem Spaß verpflichtet. Dabei verteilt sie eingängige Handkantenschläge. Mit erweiterter Härte, im Vergleich zum Vorgänger, erinnert das oft an alten Crime-In-Stereo- oder Brand-New-Emocore der vergangenen Dekade. Mit kurzen prägnanten Songs, die auf den Punkt kommen. Ohne unnötige Schnörkel, geht hier in kurzer Zeit einiges. Und trotz des knappen Zeitaufwands wirkt jeder Song in sich stimmig, und verfügt über eine gewisse dramaturgische Fallhöhe, sodass auch beim zigtausendsten Hören keine Langeweile aufkommt.

Inhaltlich kommt neben all der Nachdenklichkeit, und der Emotionalität immer der lustige Haken, der zu guter Letzt einen positiven Vibe setzt. Paradebeispiel ist der Song "Limerence", der einfach mal so diese Leck-Mich-Attitüde auspackt. "Woah, woah money or no. I've got my head held high and somewhere to go!"



Gnarwolves - "Funemployed"
VÖ: 24.06.2013
via: Tangled Talk Records / Day By Day Records

Mehr: Platte vorbestellengnarwolves.com



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