Downfall of Gaia zeigen, wie verdammt geil eine neue Platte doch sein kann.

Machen den Winter noch düster-besser: Downfall of Gaia.

Vier Jahre sind für eine Band im Hardcoreumfeld mitunter eine echt lange Zeit. Mehr als zwei Jahre schaffen so manch vielversprechende Gruppen nicht, umso erfreulicher also, wenn es eine der talentiertesten im deutschen Raum noch immer gibt. Die Herren von Downfall of Gaia haben Anfang November ihre neueste Platte an den Start gebracht – dieses Mal über das bekannte Metalblade-Label. „Deswegen klingen die jetzt so anders!“ möchte man fast behaupten. Aber keine Sorge, anders ist in dem Falle gleichbedeutend mit nochmal besser.

Aoen Unveils The Thrones of Decay nennt sich die aktuelle Scheibe und gibt über 60 pralle Minuten vor, wie man Elemente aus Crust, Hardcore und Black Metal heutzutage zu kombinieren hat. Im Vergleich zu den alten Veröffentlichungen sind die Black Metal-Elemente deutlich präsenter; wir heißen sie herzlich willkommen. Neu ist der hohe, kreischende Gesang, der eben jene Elemente so unterstreicht. Die tiefen, keifenden Schreie kommen dafür ganz, ganz unten aus der Brust und passen sich hervorragend in den treibenden Wirbel der Instrumente ein. Mit einer unglaublichen Dynamik hämmern sich die Melodien und Blastbeat-Fluten ins Ohr und lassen die Platte zu einem Fest werden.

Reden wir jetzt mal Tacheles: das Album ist das beste, was die Band bislang gezaubert hat. Nicht nur das, wir haben hier mitunter die beste Platte des Jahres im Genre vorliegen. Die Songs haben diese gewisse Finesse, die jedes Lied zu einem wahren Brett macht. Jeder Song könnte live eine wahre Freude sein, selbst wenn wir uns dafür noch bis Anfang des nächsten Jahres gedulden müssen. Wir freuen uns auf jeden Fall tierisch, Downfall of Gaia bald wieder in hiesigen Gefilden sehen zu dürfen.




Downfall of Gaia - "Aeon Unveils The Thrones Of Decay"
VÖ: 07.11.2014
via: Metalblade

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