Super: Superheaven, Nai Harvest zusammen mit New Native in Stuttgart. Gut war das im Juha-West.

Zottelig: Superheaven
Emo-Revival, Post... oder Neo-Grunge. Wie man das halt nennen möchte. Superheaven, ehemals Daylight spielten gestern zusammen mit ein paar (Leidens)-Genossen im Jugendhaus West zu Stuttgart. Mit im Boot waren die Wiener New Native. Die Österreicher durften mit ihrem introvertierten Emo-Rock die Bühne auf machen. Hatten dabei Spaß, die Zuhörer auch. Doch das Genre bedingt manchmal, dass nicht so sehr ausgelassen Feiern.

Die wahrscheinlich ironisch nerdig gekleideten Engländer Nai Harvest waren als Zweite dran. Die zwei Herren machen mit nur einem Schlagzeug und nur einer Gitarre erstaunlich agilen Post-Punk. Und bei jeder Show wird das Räumchen auch immer ein bisschen voller. So auch am Samstag. Da scheinen wieder ein paar Briten am Zahn der Zeit zu spielen. Denn die aktuelle Seven Inch ist auch schon ausverkauft, die Re-Press kommt in zwei Monaten. Nächstes Jahr im März dann die neue Platte. Durchgeplant. Verpeilt alles andere, kann der Look noch so viel suggerieren wie er möchte.

Headliner waren Superheaven aus dem fernen Amerika. Aus rechtlichen Gründen heißen die seit einem Weilchen nicht mehr Daylight (wir berichteten). Als Daylight hatten die Herren vor knapp zwei Jahren mit Make Do And Mend das letzte Mal hier gespielt. Da war das eine schwer müde Show. Zum Glück war das gestern eine ganz eine andere Nummer. Als letzte Band am Abend und mit neuem Namen machten sie musikalisch ziemlich Bock. Spielten ihre Grungre-Reminiszens so tight wie das nun eben mal geht aus. Und dann war das auch einfach mal gut so. Ohne viele Worte und mit der ein oder anderen seltsamen Stille zwischen den Songs.



Fotos zum Abend findet ihr-->hier! 

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