Läuft jetzt auch in Stuttgart für Smile And Burn und The Deadnotes. Wir haben die Berliner und Freiburger bei ihrer Show im Zwölfzehn erwischt.

Smile And Burn im voll gestopften Zwölfzehn.
Gedrängt zwischen Bühne, Bar und Türschwelle an einem frühen Samstagabend in Stuttgart. So sieht hier nicht jede Show aus. Smile And Burn zeigten sich sichtlich erfreut, dass sie so viele Menschen nun endlich in Stuttgart hatten mobilisieren können.

Ja, ist hier nicht immer so einfach, so erinnerte sich die Band am Samstagabend daran wie sie einst eine Show in Stuttgart nicht spielen durften, weil einfach kein einziges Ticket verkauft worden war. "Der Veranstalter wollte dann nicht, ich meine wir wären gerne auch für ne Probe halt mal 600 Kilometer hier her gefahren", erzählen die Berliner von der Bühne runter, durchs Mikro in die gerammelt volle Bar an der Paulinenstraße. Ähnlich war es The Deadnotes aus Freiburg wohl auch schon ergangen. Die durften bei einer Show in Stuttgart mal vor drei Menschen spielen. Na, zum Glück hat sich Stuttgart an dem Abend letztes Wochenende revanchiert.



Und das zu Recht. Smile And Burn sind eine Liveband. Da ist die Energie, die diese Pop-Punk-Musik braucht, greifbar. Hymnen-Mitbrüllen, Circle-Pit und Kopfnicken liefen am Samstag in Stuttgart wie von selbst. Selbst zu Stage-Dives von der Bar ließen sich die Gäste anzetteln. Und das mit angeschlagener Stimme bei Frontmann Philipp. Ein paar Tage zuvor hatten die Berliner deshalb noch eine Show absagen müssen. In Stuttgart musste nur die Zugabe gekürzt werden. Wenn die Stimme streikt geht's halt nicht weiter. Muss man vorsichtig sein. Sagt man.

The Deadnotes, die drei Freiburger Kids, durften den lustigen Abend um Punkt 20 Uhr eröffnen und spielen ein ultra-tightes Set. Dabei stellten sie ihr Debütalbum "I'll kiss all fears out of your face" vor, und das verdammt nochmal verdammt gut. Eine halbe Stunde auf den Punkt abgeliefert. Indie-Emo-Punk, der sich vor allem live hören lassen kann.

Ein schöner Samstagabend, der unerhört früh konzerttechnisch am Ende war. Samstags können Shows im Zwölfzehn nie sonderlich lang gehen. Liegt daran, dass bis 23 Uhr alle raus müssen, dass die später statt findende Tanzparty (Zwinker) pünktlich losgehen kann. Geld muss so ein kleiner Club ja leider auch noch verdienen. Wie wir Stuttgarter wissen, macht genau aus diesem Geldgrund (Miete wird zu teuer) das Zwölfzehn an dieser Stelle der Stadt wohl Ende des Monats dicht. Ein Thema für einen anderen Tag.

Smile And Burn spielten eine wunderbare Show hier. Ihr Album "Get Better Get Worse" übersetzt sich live und auf kleiner Bühne perfekt in Energie und Party. Ich hab heute noch 'nen Ohrwurm von "Not Happy".

Bilder vom lustigen Abend gibt's hier:
Zur Bildergalerie Smile And Burn + The Deadnotes im Zwölfzehn, Stuttgart.
Weitere Tourstopps von Smile And Burn:
20.03 DE – Frankfurt, Nachtleben
21.03 DE – Köln, Underground
22.03 DE – Dortmund, FZW
23.03 DE – Hamburg, Hafenklang
24.03 DE – Hannover, Lux
25.03 DE – Bremen, Tower
26.03 DE – Bielefeld, Nummer zu Platz
31.03 DE – Berlin, Musik und Frieden

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