Das Chaos lebt. Rolo Tomassi mit "Grievances". Nach 10 Jahren schon das vierte Album der Engländer um Frontfrau Eva Spence.

Rolo Tomassi. Fotoquell: facebook
"Grievances" knüpft nahtlos an das drei Jahre alte Vorgänger-Album "Astraea" an. Rolo Tomassi verbinden weiterhin chaotischen Math-Core á la Fear Before The March Of Flames mit sphärischem Acid Jazz. Frontfrau Eva Spence besticht dabei mit einerseits eindringlich verstörendem Gefauche und andererseits wunderschön intoniertem, klarem Gesang. Auf ihrem vierten Album, das jetzt im Juni auf die Welt losgelassen wird, loten die fünf Briten ihre Extreme weiter und vor allem versierter aus, denn je zuvor.

Sängerin Eva Spence ist das durchaus bewusst: „Mit "Grievances" haben wir an den einst für ‘Astraea’ entwickelten Sound angeknüpft und uns gegenseitig noch mehr gepusht, um ein Album zu schreiben, das nicht nur die wahrscheinlich besten Songs unserer Karriere enthält, sondern auf das wir alle auch noch unglaublich stolz sind", sagt sie selbstbewusst über das neue Werk.

Richtig schön wird das Album wenn der männliche Part der Band sich in zweistimmigen Gesang ähnlich eines Duetts einbringt. Der Song "Opalescent" ist hierbei ein Paradebeispiel. Gleichermaßen ist der Titel auch eines der schönsten getragenen Stücke, das ich seit langem gehört habe. Musikalisch auf ganz hohem Niveau.

Nach nunmehr über zehn Jahren könnten Rolo Tomassi, die nach einem Charakter in LA Confidential benannt sind, mit diesem Album endlich den gebührenden Spitzenplatz in der britischen Hardcore-Liga einnehmen. Verdient hätten sie das.

Als Krönung des wunderbaren Releases von "Grievances" geht die Band alsbald mit The Fall Of Troy auf Europa-Trip. Musik und Termine gibt's nach dem Knick.



Rolo Tomassi - "Grievances"
VÖ: 01.06.2015
via: Holy Roar Records / Alive

Mehr: rolotomassi.tumblr.com




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