Eine Dekade An Early Cascade. 10-Jähriges gefeiert zusammen mit Big Spin, Mutelights und einem rappel vollen JuHa-West.

An Early Cascade: fester Bestandteil der Stuttgarter Musikszene. Foto: Matthias R. Schneider (mim)
Das Jugendhaus-West ist in Stuttgart sowieso so ein Nest, in das man rein schlüpft, und das Gefühl hat jedes Gesicht zu kennen. Diesen Samstag war das wieder so ein Paradebeispiel. An Early Cascade hatten zum zehn-jährigen Bandgeburtstag geladen. Und ich glaube so ziemlich all ihre persönlichen Freunde sind gekommen, und haben ihre Freunde mitgebracht. Denn das ganze sollte zu einem ziemlich großen Fest werden.

Ich hatte mich kurz vor der Show auf ein kurzes Interview mit der Band im Backstagebereich, dem Keller des Jugendhauses getroffen. Frontmann Maik hatte mir dabei versichert, musikalisch wird das ein Querschlag durch die Banddiscographie an diesem Abend werden. Über was wir sonst noch gesprochen haben, könnt ihr hier an anderer Stelle bald ausführlich lesen. So viel schon einmal jetzt. Es ging um Musik, Freundschaft, Zusammenhalt und Tod.

Als Aufwärmbands hatten An Early Cascade sich Mutelights und ihre alten Wegbegleiter Big Spin eingeladen. Wo die knapp drei Jahre junge Truppe Mutelights einen perfekten Sänger und etwas zu viel Delay hatten feuerten Big Spin ein kleines Feuerwerk ab und machten richtig Spaß. Seit Bassist Lucas und Frontmann Philipp mit Heisskalt viel unterwegs sind, war von Big Spin nicht mehr viel zu hören. Schön, dass sie es mal wieder auf eine Stuttgarter Bühne geschafft haben. Feinster Screamo, wenn man das so sagen will. Sie spielten Songs von ihrem drei Jahre alten Album "Anthropocene", das uns schon damals sehr gut gefallen hat. Näheres lest ihr ->hier, wenn ihr im Blog zurück blättert.

Zurück zu den Hauptdarstellern des Abends. Seit diesem Jahr sind An Early Cascade Maik Czymara, Michael Schab, Arne Häussermann, Jan Schuttack, und Andreas Maier. Gründungsmitglied Daniel "Stroh" Stohhäcker hat die Band kürzlich aus persönlichen Gründen verlassen. Die zehn Jährige Bandgeschichte hatte er an der Gitarre maßgeblich geprägt. Auch die aktuelle limitierte EP "Kairos" hat er noch mitgestaltet. Doch jetzt beginnt der Neuanfang für die Stuttgarter Post-Hardcore-Truppe.

Da muss sich die Zeit noch einmal genommen werden über ein Set von gut 90 Minuten Alte Kamellen auszupacken. "Take Off And Break Down" beispielsweise. Ein Song, so alt wie die Band. Ein Emocore-Ding à la From First To Last, das am gestrigen Abend so verdammt gut klang, wie noch nie. Und plötzlich waren wir alle wieder sechzehn und siebzehn. Und brüllten mit.... "BLACK ROSES turn into RED!"

Beweisfotos, wie gut der Abend doch war gibt es ->hier in einer Galerie.
Mehr: anearlycascade.com

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