Adore Me Not. Durchgestyleter Pop-Rock aus Ingolstadt. Die neue EP "Cosmic" jetzt mal hier besprochen.

Adore Me Not. Fotoquelle: facebook
Die drei Herren und die eine Dame von Adore Me Not haben gegen Ende des letzten Jahres ihre neue EP "Cosmic" veröffentlicht. Musikalisch sprechen wir hier von Pop-Rock mit elektronischen Elementen und einer Frontfrau mit schön präsentem, lupenreinem Pop-Gesang - obendrein wirkt der fast schon amerikanisch.

Auf "Cosmic" sind vier Songs und ein Intro. Alle Titel haben in irgend einer Form eine Besonderheit. Vor allem Track drei. "Long Love. Lost" hat einen angenehmen Drive, und ist einfach ziemlich gut. Weiter heraus sticht auch der Letzte Titel auf der EP. Dieser ist quasi ein Rapsong von Deutschrapper Rafro. Adore Me Nots Sängerin Angelika bedient da gesanglich lediglich die dramatischen Backing-Vocals. Inhaltlich geht es soweit ich das verstehe meistens um Beziehungskisten und Zwischenmenschliches.

Was ein bisschen den Einstieg in die Platte erschwert: Der erste Song nach dem Intro - "Salvation Plan" - hat einen guten Auftakt. Hat aber irgend ein Problem. Ein Problem mit der Dynamik. Alles klingt sofort wunderbar präsentiert und auch präsent. Doch das Lied an sich scheint zu stagnieren. Es wirkt als schreit die Frontfrau gegen eine müde und gelangweilte Meute namens Band an, wenn sie "Let's get lost and drink the night away" voller Überzeugung in ein fast schläfriges gedudel hinen-zwingt. Dabei ist der darauf folgende "Long Love. Lost" wie gesagt so ein guter, antreibender Song.

Alles in Allem eine Band aus Bayern mit viel Potential. Die kann man sehr gerne mal im Auge behalten. Und die sind mal nicht aus München. Nämlich aus Ingolstadt. Das ist da wo die Raser herkommen.



Adore Me Not - "Cosmic"
VÖ: 27.12.2013
via: Little Heart Records

Mehr: adoremenot.com






Beliebte Posts aus diesem Blog

Cartograverse. Spoken-Word Poetry mit deepen Lo-Fi-Tunes. Pärchen Wolfmumma und Jamie Nodoubt mit dunklen Gedanken für hellere Zeiten. //EP-Review.

Wir stellen vor: Devin Heat mit der Video-Premiere zu "Teenage Grief". Zum Jahresstart neue traurig-schöne Songwriter-Musik zwischen Indie und Folk.

Inspired by Illusions mit "Initio". Neue Post-Rock-Musik aus Ludwigsburg. Vielleicht auch aus dem Weltall. //Album-Rezension.