Mindead. Die Ludwigsburger Metal-Institution mit neuem wegweisendem, selbst-betitelten Album. Alte Lasten werden erdrückt und ein neuer Sound gefunden. //Album-Rezension

Mindead - "Mindead"
VÖ: 6.12.2019
via: Metalapolis Records
Mindead. Eine Ludwigsburger Band, die im Großraum Stuttgart seit sechzehn Jahren eine gesetzte Nummer im Metal-Zirkus ist. In den letzten Atemzügen des vergangenen Jahres haben die fünf Musiker dieses Album, das nur den Namen "Mindead" trägt, auf die digitale Gemeinde losgelassen. Schnell sprach sich rum, dass da etwas Größeres auf uns zu kommt. Als nicht gigantischer Metalfan kenne ich Mindead vor allem wegen diesem einen Song. "Dark Places" läuft hier um Stuttgart früher oder später in jeder Metal-Disse. Klar ist das ein guter Song, aber der funktioniert nach klassischem Nu Metal Strickmuster. Kein Wunder, das erste Release des Songs war 2008 und wurde ganz schön lange mitgeschleppt. Auf dem neuen Album von Mindead sind alle Songs neu. Und ihre Stärken spielt die Band vor allem dann aus, wenn das klassische Muster durchbrochen wird. Und das geschieht auf "Mindead" regelmäßig. Songs wie "At The Borderline", "Every Second" und nicht zuletzt "One Last Time" und der Rausschmeißer "Tired" haben durch ihre Dynamik-Wechsel und spannungsvollen Gesangpassagen einen Gänsehautfaktor, den ich niemals von einem aktuellen Metal-Album erwartet hätte. Das hier klingt echt, und nie gespielt affektiert.


8/10 Punkte

Für Freunde von: Unearth, Chimaira, Slipknot, Killswitch Engage, 36 Crazyfists

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Mindead Live
31.1.2020 - Die Halle, Reichenbach
15.2.2020 - Snowstorm 2020, Neckarsulm
21.3.2020 - Das Süd, Sindelfingen
25.4.2020 - Jugenhaus Höfingen, Leonberg


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