"I was static / now I'm movement / after setback / comes improvement." Vincent von Flieger ist ein Songwriter, der interessante kleine Gedanken irgendwie ohne sie aufzublasen groß machen kann. Da sind dann sogar mal simple Reime irgendwie gefällig. Man hört seiner nachdenklichen, träumerischen Songwriter-Platte an, dass er viel unterwegs ist. Mit seinen Füßen und in seinem Kopf. Seine Stimme bewegt sich da in unterschiedlichen Sphären, oft geht es in Richtung Bon Iver, manchmal wird es aber sogar ein wenig folkig und er klingt plötzlich wie einer von Mumford & Sons. Das sind nicht die schlechtesten Assoziationen, die man mit einer Stimme haben kann. Vor allem, wenn er sein Album "Mechanisms of Maximalism" stark auf seiner präsenten, variablen Stimme stützt. Drum herum arrangiert der Nürnberger mal geschmeidige elektronische Soundscapes, mal nur ein bisschen Saitengezupfe und Gitarrenklänge. Wärmste Empfehlung für dieses Album - auch wenn es fast nur an ruhigen Sonntagen reinpasst. Okay, vielleicht auch an einem sonnigen Samstagnachmittag.
8/10 Punkte
Für Freunde von: Bon Iver, Daniel Benyamin, Thom Yorke, Ätna
Stuttgart, was geht ab? SEPTEMBER Knife Eyes + Oakhands + Endstation Sanifair - Juha West , Stuttgart-West 5.9.2026 (Samstag) ab 20 Uhr // Post Punk / Screamo / Post Black Metal / Progressive / Postcore etc Roman Candle + Filth Is Eternal - Juha West , Stuttgart-West 9.9.2026 (Mittwoch) ab 19:30 Uhr // Hardcore / Punk / Post Grunge / Darkened Hardcore etc Dendemann - Im Wizemann , Stuttgart-Bad Cannstatt 11.9.2026 (Freitag) ab 19 Uhr // Rap / Indie-Hip Hip / Hip Hop etc Jesse Barnett - Im Wizemann , Stuttgart-Bad Cannstatt 12.9.2026 (Samstag) ab 19 Uhr // Songwriter / Acoustic-Punk / Folk etc -- keine gewähr für nix.
Pencilcase aus Aachen. Fotoquelle: facebook Der titelgebende " Kansas City Shuffle " erklärt sich durch den Film Lucky Number Slevin , indem Bruce Willis Charakter irgendetwas von wegen " when everybody looks right, you go left " erzählt. Jenes rezitiert wiederum, einen Jazzsong, der als Cover ebenso auf dem Soundtrack des Films zu finden ist. Die Aachener Band Pencilcase hat sich dieses Täuschungsmanöver für ihr neues Album auf die Fahne geschrieben. Eines steht unmissverständlich fest, die vier Herren in Pencilcase wären gerne Amerikaner, zumindest klingt ihre Musik so. Quasi wie ein Soundtrack zu einem Roadmovie, selbstverständlich durch den amerikanischen Mittleren Westen. Das Cover ziert dann zusätzlich jener " Parental Advisory "-Sticker, den wir ansonsten nur von US-Veröffentlichungen kennen. Irgendwie wackeln sich Pencilcase aber selbst aus. Man hat die meiste Zeit das Gefühl hier würde eher nachgespielt, als der eigenen Nase nach mus...