"How will I rest in peace if I'm buried by a highway?"- KennyHoopla mit einem Debüt zwischen Post Wave, Indie und Teenage Angst //EP-Rezension.


KennyHoopla - "how will i rest in peace if i'm buried by a highway?//"
VÖ: 4.2.20
via: Arista Records/Mogul Vision


KennyHoopla ist ein Solokünstler aus Wisconsin, USA. Seine Musik klingt wie eine runtergebrochene Indie-Rock-Band, die sich darauf konzentriert Emotionen und Catchyness aus ihren verqueren Liedern zu destillieren und das Extrakt dann in diese wahnsinnigen Songs zu pressen. Irgendwie schwingt da diese amerikanische, alleingelassene Teenage Angst mit, eine Vorliebe für Post-Punk á la Bloc Party und ein ungemeines Fingerspitzengefühl, mit wenigen Mitteln ziemlich gute Songs zu schreiben und zu bauen. In einem Interview bei der britischen Musikseite NME spricht er genau auch darüber, dass er vor einem Jahr erst diese Art Musik für sich entdeckte, in früheren Stücken auf Spotify klingt das teilweise noch elektronischer. Auch im Opener "thinkingoutloud//" auf seiner Debüt-EP "how will i rest in peace if i'm buried by a highway?//" ist die Gitarre noch im Halfter. Der titelgebende Track besticht hingegen vor allem durch dieses Zusammenspiel, von klaren Rhythmen und simplem eingängigem Gitarrenspiel. Das bildet dann auch das Herzstück der sechstitelstarken EP, die sich am Ende dann nochmal mehr an elektronischen Beats und Rapeinflüssen bedient. Ein interessanter Künstler mit riesig Potential und einer verdammt prägnanten Stimme. Unbedingt mal anhören.

7/10 Punkte

Für Freunde von: Bloc Party, TV on The Radio, Joy Division, Twin Shadow, Banks & Steelz, Descendents

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